Archive für den Monat: Februar 2008

1 Kommentar

Die Stiftung Warentest hat im aktuellen Heft Energiesparlampen getestet. (Den ganzen Artikel kann man für 1€ herunterladen).

Das Ergebnis ist:

  • Alle Energiesparlampen sparen Geld.
  • Es gibt deutliche Unterschiede in der Qualität und im Spar-Ergebnis.
  • Es wurden Noten von gut bis mangelhaft vergeben.
  • Manche Energiesparlampen hielten fast 20.000 Stunden.
  • Mit der Zeit wurden die getesteten Lampen immer dunkler (der Testverlierer sogar um 40%).
  • Einige Lampen sind in der Einschaltdauer deutlich schneller als andere.

Die Energiesparlampe von Megaman (wir berichteten über ihre dimmbare Ausgabe) erreichte die besten Noten.

So spart die billige (ca. 4 Euro) Isotronic 11 W bei 10 000 Betriebsstunden immerhin 65 Euro gegenüber einer gleich hellen Glühlampe. Die 9 Euro teurere Megaman Compact Globe 11 W spart im gleichen Zeitraum jedoch 100 Euro. Grund: Isotronic hat bei der Wattangabe geschummelt. Statt 11 Watt brachte sie im Test nur 7,2 Watt. Um die Helligkeit einer 60-Watt-Glühbirne zu erreichen, bräuchte es eigentlich anderthalb Isotronic-Lampen. Die Investition in teurere Markenprodukte kann sich also auszahlen.

Der Einsatz von Energiesparlampen ist nachzurechnen mit unserem Rechner für Energiesparlampen.

Tabelle der Ergebnisse

Hier schreibt Gebäudeenergieberaterin Marianne Gockeln als Gastautorin. Mehr von ihren Artikeln.

Mögliche Stellen für Energieverluste beim Altbau

Dieses Gebäude wurde bereits vor mehr als 10 Jahren als Niedrigenergiehaus gebaut und entspricht dem heutigen Standard.

Doch wie sehen im Vergleich dazu ältere Häuser aus?

  • Das Dachgeschoss ist vielleicht ausgebaut, aber die Dachfläche ist nur gering gedämmt.
  • Die Fenster sind in der Regel aus Holz (schlimmstenfalls mit Einfachverglasung) oder Aluminium (70er Jahre) mit einfacher Isolierverglasung.
  • Die Außenwände sind meistens ungedämmt, die Kellerdecke ebenfalls.
  • Und die Heizung? Befindet sich in Ihrem Keller eine alte Heizungsanlage („alt“ heißt: Das Baujahr liegt vor 1990) ohne Regelung, die Heizungs- und Warmwasserleitungen sind mäßig oder gar nicht gedämmt?

Die Zahlen sprechen für sich: Mehr als 14 % aller Ölheizungen und fast 8 % aller Gasheizungen sind älter als 23 Jahre (Quelle: Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks – Zentralinnungsverband ZIV). Hier wird das Geld im wahrsten Sinne des Wortes verbrannt.

In der Bauphysik unterscheidet man zwischen Transmissionswärmeverlusten (von lat. „trans“ = (hin-)durch und „mittere“ = schicken) und Lüftungswärmeverlusten.

  • Transmissionswärmeverluste entstehen durch die undichte Außenhülle: Mauerwerk, Dach, Fenster. Hiervon sind in der Regel Gebäude betroffen, die nach dem 2. Weltkrieg bis etwa Mitte der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts gebaut wurden. Die warme Raumluft strömt durch Mauerwerksfugen ins Freie - es entsteht das Gefühl von Zugluft.
  • Die Dachflächen sind zwar gedämmt, aber die luftdichten Anschlüsse sind häufig mangelhaft ausgeführt (typisch für Dachgeschosswohnungen: Der Wind pfeift aus den Steckdosen).
  • Von Lüftungswärmeverlusten können auch neuere Gebäude betroffen sein: Die Anschlüsse der Fenster an das Mauerwerk sind nicht dicht und – ganz oft: Es wird falsch gelüftet! Bei kalter Witterung vermeiden viele Menschen das weite Öffnen der Fenster, um vermeintlich Energie zu sparen. Das ist ein großer Irrtum! Gekippte Fenster tragen nur zur Schädigung der Bausubstanz bei, von Lüften kann man hier nicht reden!

Energieeinsparung ist ein großes Thema – sowohl für die Umwelt als auch für Ihren Geldbeutel.

In den Folgebeiträgen stellen wir Ihnen viele Möglichkeiten zur Vermeidung von Transmissions- und Lüftungswärmeverlusten vor, beschreiben Eigeninitiativen zum Energiesparen (die wenig oder gar nichts kosten) und gehen auf jeden einzelnen Bereich ein, der Potenzial zum Energiesparen hat.

Bevor unser Energiespar-Wettbewerb nächste Woche in seine nächste Runde geht, will ich hier die erste Auswertung präsentieren:

Ich habe die persönlichen Ergebnisse bereits jedem Teilnehmer zugeschickt, der drei oder mehr Zählerstände eingereicht hat. Berechnet habe ich für jeden Zeitraum den Strom-Verbrauch in Kilowattstunden pro Tag. Diesen Tagesverbrauch über zwei Perioden (Dezember und Januar) habe ich verglichen.

  • Der beste Teilnehmer hat seinen Energieverbrauch im Schnitt um 7% verbessert, das ist in seinem Fall eine Geldersparnis von knapp 7 Euro.
  • Der zweitbeste Teilnehmer hat seinen Energieverbrauch im Schnitt um 4% verbessert und damit auch bereits knapp 7 Euro gespart.
  • Viele Teilnehmer haben ihren Energieverbrauch um knapp 10% gesteigert! (Damit hätten wir nicht gerechnet).
  • Der verschwenderischste Teilnehmer hat im Schnitt sogar 25% mehr Strom verbraucht, als im Dezember und hat dafür knapp 7 Euro draufgezahlt.

(Alle Euro-Werte gerechnet mit 20 Cent pro Kilowattstunde)

Einige Teilnehmer haben erst zwei Werte eingeschickt, sie erhalten ihre erste Auswertung bei der nächsten Auswertung.

Ich persönlich habe mein Backup-System umgestellt, das bisher immer nachts die Backups durchs Netz verschickt hat und meinen Rechner täglich ausgemacht. Das alleine hat schon viel gebracht!

Eine Verbrauchssteigerung kann erfolgen, wenn die Heizung oft angehen muss, oder wenn neue Geräte ins Haus kommen (zusätzliche, nicht sparsamere Ersatzgeräte) oder ... Warum steigt der Energiebedarf in Ihrem Haushalt?

Tipp: Ein Energie-Messgerät öffnet auch "ungläubigen" Familienmitgliedern die Augen!