Hypermiling: Geschwindigkeit ist alles

Lange habe ich gezweifelt und wollte es nicht wahrhaben: der größte Faktor beim Benzin-Verbrauch eines Autos ist nicht der Reifenluftdruck, nicht die überflüssige Zuladung, nicht das übliche Fahrverhalten sondern:

die Geschwindigkeit.

Seit ich dem Club des Hypermiling (Minilitern auf Deutsch) beigetreten bin, der beim bestehenden Auto den geringsten Benzin-Verbrauch herauskitzelt, habe ich immer neue Verbrauchs-Minima erreicht.

Mein 1.0 Liter Corsa verbrauchte jahrelang ziemlich genau 6 Liter. Diesen Sommer habe ich das erste Mal den Verbrauch der Herstellerangabe (5,9l) erreicht. Beim Urlaub in Italien waren es dann plötzlich:

5 Liter auf 100km

Wir hatten das Auto gut beladen, haben nicht besonders auf die Fahrweise geachtet, haben uns aber immer an die geltenden Geschwindigkeitsbegrenzungen gehalten: 110km/h auf den ausgebauten Landstraßen, 120km/h auf der Autobahn.
Das allein hat uns einen Liter auf 100km gebracht, das sind 17%!

Wenn man sich vorstellt, was es bedeuten würde, wenn alle soviel weniger verbrauchen würden!!

Ich bin trotzdem gegen eine generelle Geschwindigkeitsbegrenzung auf deutschen Autobahnen. Auch wenn diese Ersparnis dafür spricht. Was sagen Sie?

2 Gedanken zu “Hypermiling: Geschwindigkeit ist alles

  1. lovernios

    Wer schon einmal in Italien oder sonst wo in einem Land mit klarer fester Geschwindigkeitsbegrenzung gefahren ist, wird feststellen wie angenehm gesittet die meisten anderen Autofahrer fahren. Da fährt´s sich es deutlich entspannter.
    Abgesehen davon haben wir in Deutschland de fakto auch eine Geschwindigkeitsbegrenzung von über 70- 92% der Verkehrsfläche, nur hält sich keiner daran, weil das System viel zu kompletziert ist.
    Schneller als mit 130 Durchschnittsgeschwindigkeit kommt man auch in Deuschland nicht vorwärts.
    Alles gute Argumente FÜR Geschwindigkeitsbegrenzung.

  2. Beitragsautor

    Hallo lovernios,
    leider stimmt das alles!
    Wir werden sehen, ob sie die Geschwindigkeitsbegrenzung irgendwann einführen....
    Viele Grüße,
    Ingrid

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.