Archive für den Monat: September 2009

Hier spricht Bauingenieurin Tanja Hauptstock von holzhaus4u im Rahmen der Serie Bau-FAQ.

Im Rahmen der Podcast-Serie Bau-FAQ erscheint heute ein Beitrag (mehr dazu auf der Seite Serien), der Fragen zum Einbau von Klimaanlagen beim Hausbau beantwortet. Podcasts sind Ton-Aufnahmen von Interviews (Podcast in unserer FAQ), die Sie auf dieser Seite abspielen oder sich herunterladen können.

Der heutige Beitrag beschäftigt sich mit den Fragen:

  • Werden Klimaanlagen schon serienmäßig in neuen Häusern gebaut?
  • Sind die Energiekosten für eine Klimaanlage vertretbar/bezahlbar?
  • Welche sonstigen Kosten für eine Klimaanlage kommen auf mich zu?
  • Ist eine Lüftungsanlage eine echte Alternative zur Klimaanlage?
  • Welche Alternative zur Klimaanlage habe ich noch?

Der Podcast
Klimaanlage: mp3 direkt herunterladen

Zum direkten Abspielen einfach auf das Play-Symbol (Dreieck nach rechts) klicken.

Klimaanlage (02:09 min.)
[audio:http://www.energiespar-rechner.de/wp-content/uploads/2009/08/klimaanlage.mp3|autostart=no]

Wenn Sie Fragen zum Bauen oder Fragen zur energetischen Sanierung haben oder Sie ein bestimmtes Thema interessiert, schreiben Sie sie in den Kommentaren auf oder senden uns eine E-Mail. Wir versuchen, Ihre häufigsten Fragen zu beantworten oder dazu ein Podcast auf den Seiten des Energiespar-Rechners zu veröffentlichen.

Der Stern berichtet in diesem Artikel Extrem-Geothermie: Forscher holen Hitze aus Hannovers Boden über ein sehr ambitioniertes Geothermie-Projekt in Hannover:

Die Bohrung soll vier Kilometer tief werden. Dafür soll das Wasser 150 Grad heiß aus der Erde kommen. Im Vergleich zu herkömmlichen Geothermie-Anlagen, die aus 150m gerade mal 3-4 Grad Wärmeunterschied machen, ist dieses Vorhaben deutlich ambitionierter.

Beheizt werden soll mit den 2MW an Wärmeenrgie eine Behörde.

Die Kosten von 9 Millionen Euro für die Tiefbohrung soll in 25 Jahren wieder reingeholt werden (15 Millionen Euro soll die Behörde dadurch an Heizkosten sparen).

Dieses Projekt wird als Pilotprojekt verstanden.

Gefahren

Im Artikel wird auch auf die Gefahren der Geothermie hingewiesen:

Die historische Altstadt von Staufen in Süddeutschland hebt sich seit einer Geothermie-Bohrung um monatlich einen Zentimeter (der Zusammenhang wird bestritten).

Zum Teil kommt es in Geothermie-Gebieten zu Erdbeben (Basel - Projekt abgebrochen).

1 Kommentar

Hier schreibt Bauingenieurin Tanja Hauptstock von holzhaus4u als Gastautorin. Mehr von ihren Artikeln.

In diesem Artikel wird die von Ihnen ausgewählte Frage "Warum wird zum Kühlen mehr Energie verbraucht als zum Heizen ?" beantwortet.

Dreh- und Angelpunkt bei dieser Frage ist "Mit welcher Energiequelle wird gekühlt oder geheizt?".
Gehen wir vom Normalfall aus, werden fast alle dezentralen Kühlgeräte über Strom versorgt. Wohingegen die Heizung in der Regel als zentrales System zur Verfügung steht und überwiegend mit Gas betrieben wird.
Vergleicht man die Primärenergiefaktoren von Strom und Gas miteinander, so schneidet der Strom mit dem 3-fach höheren Primärenergiebedarf ab und liegt damit deutlich ungünstiger. Hinzu kommt, dass die Kühlverfahren zusätzliche Energieverluste mit sich bringen. Beides spiegelt sich natürlich in der Wirtschaftlichkeit wider.

Als günstigere Alternative gibt es Systeme, die sich das vorhandene Heizungssystem für die Kühlung zu Nutze machen – hier wird die Fußbodenheizung mit kaltem Wasser angefahren und kühlt die Raumtemperatur um 1-2 Grad herunter. Dies ist weit weg von einer Klimaanlage, die wir im Auto gewohnt sind, aber in Kombination mit baulichen Maßnahmen (Außenverschattung, …) ist dies eine gelungene Alternative.