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20% Benzin sparen kann man, wenn man in die Motorelektronik eingreift. Eine Firma aus Aachen hat eine solche Technik entwickelt. Über eine Firma, die mit verbesserter Motorelektronik Diesel in LKW spart haben wir bereits berichtet.

Eine Verringerung des Benzinverbrauchs normaler Ottomotoren im täglichen Verkehr um etwa 20 Prozent - die Erfindung des rheinischen Techniker-Teams der Firma Firma Meta Motoren- und Energie-Technik in Herzogenrath bei Aachen könnte Benziner auf das heutige Niveau von Dieselmotoren bringen.

Das neue Verfahren erlaubt es, Ottomotoren wirtschaftlicher und umweltfreundlicher zu fahren. Es kombiniere eine mechanisch arbeitende, variable Steuerung der Einlassventile mit der Möglichkeit, einzelne Zylinder des Motors je nach geforderter Fahrleistung zu- oder abzuschalten. Bei ersten Tests habe im Fahrzeug auf Anhieb eine Einsparung von knapp 20 Prozent erreicht werden können. Die Mehrkosten der neuen Technik lägen nach derzeitigen Schätzungen im Bereich der Mehrkosten eines Dieselmotors gegenüber einem Ottomotor. Sie sei als Gesamtsystem oder Teillösung für Fahrzeuge aller Klassen geeignet.

Nachgerechnet

Wenn man das mit unserem Rechner für die Auto-Umrüstung nachrechnet bedeutet es:
Umrüstkosten: 3000 Euro (Mehrpreis für einen Diesel beim Corsa)
Ersparnis: Verbrauch jetzt 6 statt 7,5 l/100km

Bei 30.000 Jahreslaufleistung amortisiert sich diese Umrüstung in knapp fünf Jahren (bei angenommener Preissteigerung für Benzin von 5%).

Quelle: Pressemitteilung, Deutsche Bundesstiftung Umwelt, 17.1.08

Bereits im Juli haben wir über die Verbesserungen am Hybrid-Smart berichtet (eine Start-Stop-Automatik). Die WAZ vom 24.11.07, Seite 22 im Wochenende berichtet von einem echten Straßentest des kleinen Öko-Autos.

Der Autor Rafael Heiling gibt gemischte Noten:

  • Die Start-Stopp-Automatik funktioniert reibungslos
  • Beim Parken nervt das Ausschalten des Motors manchmal
  • Der Spritspareffekt ist spürbar
  • Den vom Hersteller angegebenen Verbrauch von 5,1 Liter/100km erreicht der Autor nicht
  • Die Ersparnis liegt bei 10% im Vergleich zum Standardmodell mit 6,6l

Die Rechnung

Das gute an diesem Artikel: es werden auch Zahlen genannt. Gefundenes Fressen, um sie in unseren Auto-Rechner einzugeben und nachzurechnen, ob es sich wirklich lohnt, die 360 Euro Aufpreis zu bezahlen um 0,6l zu sparen.

Amortisationsrechner für das Smart-Beispiel

Ich habe die folgenden Zahlen eingegeben (siehe Screenshot):

  • 9.500 Euro der Standard-Smart, 10.000 Euro der Öko-Smart
  • 6,6 Liter im Vergleich zu 6 Litern
  • Alle anderen Werte sind für beide Autos gleich (Steuer, Versicherung und Benzinpreis, Jahreslaufleistung von 30.000km)

Das Ergebnis: es lohnt sich! Auch wenn das Auto nur "magere" 10% spart, hat es sich doch innerhalb von knapp zwei Jahren amortisiert. Wenn man nur halb soviel Auto fährt (15.000km im Jahr) dann dauert es vier Jahre.

Kann man auf ein wenig Komfort beim Parken verzichten und ansonsten mit abgeschaltetem Motor im Stau und an der Ampel stehen? Dann greift man lieber zum "Hybrid" (den Aufkleber mit dem irreführenden Namen kann man ja entfernen lassen), denn das lohnt sich auch für reine Stadtwagen (ca sechs Jahre Amortisationszeit bei 10.000km im Jahr).

1 Kommentar

Die Firma Race Tools greift in die Motorsteuerung von LKW und PKW ein und verringert deren Verbrauch dadurch deutlich. Die neue Steuerung ermöglicht Spareffekte von bis zu 15% bei LKW.

Mittels intelligenter Motorsteuerelektronik senkt sich der durchschnittliche Verbrauch um bis zu 15 %.

Ich habe das mit unserem Rechner für die Autoumrüstung nachgerechnet:
Ein LKW, der 30l auf 100km verbraucht nach der Umrüstung nur noch 25,5l. Die Umrüstung kostete für die zwei LKW von MAN, die ich mir angesehen habe ca 1.300€ (auf der Homepage des Herstellers gibt es laaange Listen für verschiedene Typen). Wenn man von einem Dieselpreis von 1,30€ ausgeht und einer Jahreslaufleistung von (konservativ) 100.000km, dann rechnet sich diese Umrüstung innerhalb eines halben Jahres.

Für einen modernen LKW, der "nur" 15l auf 100km verbraucht amortisiert sich die Umrüstung innerhalb von 8 Monaten.

Warum rennen die Spedieteure denen nicht die Bude ein? Oder tun sie's? Gibt es die gleichen Probleme wie bei der Autogasumrüstung, dass die Hersteller mit Hinweis auf den Eingriff die Gewährleistung versagen?

Quelle: Pressemitteilung, RaceTools, 9.11.07