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Frank Biermann vom Handwerker Blog hat die zündende Idee: wenn man das Dach des Carports erneuern muss oder will, kann man gleich eine Photovoltaik-Solaranlage drauf machen.

Die Vorteile sind vielfältig:

  • Das Auto ist vor der Sonne geschützt. Die Energie der Sonne wird zu Strom, statt den Lack zu schädigen.
  • Man erhält für Solaranlagen auf dem Carport-Dach die gleiche Förderung, wie auf dem Hausdach. (Freistehende Anlagen werden weniger gefördert.)
  • Ans Carport-Dach kommt man leichter dran, kein Gerüst notwendig.
  • Später kann man im eigenen Carport das Elektroauto aufladen :-)
  • Frank Biermann sagt auch, dass Carports für Autos besser sind als Garagen, weil Regen dort besser abtrocknen kann.

Der Nachteil ist nur, dass der Carport eventuell weniger Sonne erhält, z.B. weil das Haus selbst einen Schatten darauf wirft. Man sollte sich überlegen, ob der eigene Carport tatsächlich geeignet ist.
Unsere Hauseinfahrt weist nach Norden, der Ertrag wäre geringer.

Im neuen Zeitalter der Elektroautos und dezentralen Energieversorgung müssen neue Batterien her

Auf Wikipedia Englisch gibt es einen tollen Artikel, der die Funktionsweise von Batterien erklärt. Ganz besonders interessant ist dabei die Grafik, die aufzeigt, wie das Verhältnis von Batteriedichte zu Gewicht bei den verschiedenen Akku-Typen ist. (Es gibt die Daten auch als Tabelle, aber ein Bild sagt mehr als tausend Worte).

Batteriedichte zu Gewicht (Gnu Free Documentation License)
Energiedichte zu Gewicht (Bild unter Gnu Free Documentation License)

Warum brauchen wir denn hochleistungsfähige Batterien?

Nicht nur, damit unser Handy nicht genau dann leer ist, wenn wir es benutzen wollen, sondern auch weil wir zwei Trends beobachten können:

  • Verstärkte dezentrale Erzeugung von Strom (z.B. Windenergie) mit starken Schwankungen, die nicht unbedingt den Verbrauchsschwankungen entsprechen. Diese Schwankungen müssen durch Speicherung aufgefangen werden.
  • Mehr mobile Geräte die durch ihre massenhafte Verbreitung die Entwicklung leistungsfähigerer Batterien erst angestoßen haben und Elektroautos die wenigstens 100km mit einer Batterieladung fahren können sollen.

Das geniale an diesen beiden Trends ist, dass sie sich verbinden lassen! Wenn man die "überschüssige" Energie von Kraftwerken in Verbrauchspausen (z.B. nachts) in Autos speichern könnte, dann bräuchte man weniger Speicherkraftwerke und vielleicht weniger neue Kraftwerke insgesamt!

Update 29.7.08: Treehugger berichtet von neuen Batterien aus Lithium und Eisen und Phosphat. Sie sollen weniger kosten und mehr Energie speichern können.

Auch in Kalifornien wird fleissig am Auto der Zukunft geforscht. Auf dem Video-Kanal von pupularmechanics.com wurde am 21. Dezember eine Testfahrt mit dem neuesten Elektro-Hybridfahrzeug vorgestellt, den Aptera Typ-1 e:

Video: http://link.brightcove.com/services/link/bcpid1351302783/bctid1351300070

Das Fahrzeug beeindruckt mit seinen Zahlen und soll sogar nächstes Jahr zu kaufen sein.

  • Es ist ein Dreirad
  • Der Verbrauch wird mit unter 1 Liter (300 Meilen pro Gallone) angegeben
  • Man kann damit bis zu 150km pro Stunde fahren (reicht mir bisher auch)
  • Der Radius mit einer Batteriefüllung ist knappt 200km
  • Extrem windschnittig (z.B. wurden die Scheibenwischer versenkt
  • Es hat alles was ein normales Auto hat (Klimaanlage, viel Platz, ...
  • Es wird die Amerikanischen Crash-Tests bestehen
  • Auf dem Dach ist eine Photovoltaik-Zelle, die die Klimaanlage unterstützen soll
  • Das Fahrzeug hat keine Spiegel, sondern Kameras (wie weit ist das der deutsche Gesetzgeber? Kann man das hierzulande zulassen? Wer weiss mehr?)

Mehr zum Altera.

Warum in die Ferne schweifen, wenn hier bei uns Ähnliches vollbracht wird? In Marl wird weiter fleißig am Loremo gebaut, dem deutschen 2 Liter Auto.