Schlagwort-Archive: Lüften

Im Rahmen der Podcast-Serie Bau-FAQ erscheint heute ein Beitrag (mehr dazu auf der Seite Serien), der sich mit dem Einbau neuer Fenster und richtigem Lüften beschäftigt. Podcasts sind Ton-Aufnahmen von Interviews (Podcast in unserer FAQ), die Sie auf dieser Seite abspielen oder sich herunterladen können. Der heutige Beitrag beschäftigt sich mit den Fragen:

  • Was muss ich beim Einbau neuer Fenster beachten?
  • Was ist richtiges Lüften?
  • Wie kann ich als Vermieter richtiges Lüften unterstützen?

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Fenstereinbau und richtiges Lüften (01:55 min.)
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Wenn Sie Fragen zum Bauen oder Fragen zur energetischen Sanierung haben oder Sie ein bestimmtes Thema interessiert, schreiben Sie sie in den Kommentaren auf oder senden uns eine E-Mail. Wir versuchen, Ihre häufigsten Fragen zu beantworten oder dazu ein Podcast zu veröffentlichen.


Ein Passivhaus ist ein Gebäude, das eine wohnbehagliche Temperatur sowohl im Winter als auch im Sommer ohne separates Heiz- bzw. Klimatisierungskonzept bietet.

Der Heizwärmebedarf von weniger als 15 kWh/(m²a) und einem Primärenergiebedarf (Warmwasser + Haushaltstrom) unter 120 kWh/(m²a) sind Voraussetzung. Diese Entwicklung ist eine konsequente Weiterführung des Niedrigenergiehauses (NEH) und benötigt im Vergleich zum NEH 80% weniger Heizenergie. In Heizöl umgerechnet kommt ein Passivhaus mit weniger als 1,5 l pro Quadratmeter im Jahr aus. Die zwei wichtigsten Grundprinzipien sind hierbei:

  1. Wärmeverluste vermeiden
  2. freie Wärmegewinne optimieren

Wie vermeide ich Wärmeverluste?

Mit einer sehr gut gedämmten Gebäudehülle mit Dämmstärken von 25-40 cm und Fenster mit Dreifach-Wärmeschutzverglasung. Für Frischluft sorgt eine Komfortlüftung mit Wärmerückgewinnung, die mehr als 80% der fühlbaren Wärme der Abluft im Wärmetauscher an die kühle Zuluft zuführt. So wird im Winter bei 0 °C Außentemperatur die kalte Frischluft durch die 20 °C warme Abluft des Innenraums auf ca. 16 °C erwärmt.

Wie optimiere ich freie Wärmegewinne?

Wärmegewinne werden im Passivhaus durch Fenster und die Wärmeabgabe von Personen und Haushaltsgeräten erreicht. Verschattungen (Balkon oder Jalousien) verhindern im Sommer die Überhitzung der Räume. Im Winter wird über die schon erwähnte Komfortlüftung die Zuluft erwärmt, dadurch kann auf ein separates Heizsystem verzichtet werden.

Wohnqualität im Passivhaus

Ein Passivhaus spart Energie und Heizkosten, aber an einem spart es nicht: an der Wohnqualität! Durch die gute Dämmung sind alle Raumumgebungsflächen gleichmäßig warm, auch bei den an die kalte Außenluft grenzenden Bauteilen. Das schafft eine hohe Behaglichkeit. Schlechte Luft im Schlafzimmer während der Nacht, weil die Fenster wegen Frost oder Lärm nicht gekippt bleiben können, gibt es im Passivhaus dank der Komfortlüftung nicht.

Welche konzeptionellen Grundsätze muss ich dabei beachten?

Diese Frage stellen wir uns in meinem nächsten Artikel.


Das grundsätzlich richtige Heizen und Lüften von Wohnungen haben wir in unseren vorangegangenen Beiträgen ausführlich beschrieben.

Durch undichte Fenster, Risse im Mauerwerk, nicht gedämmte Dächer haben nicht modernisierte Häuser unkontrollierte Lüftungsverluste, die nicht nur wertvolle und teure Heizenergie verschwenden, sondern möglicherweise auch zu Feuchtigkeits- und Schimmelbildung führen.

Der kluge Hauseigentümer entscheidet sich nun für eine umfassende energetische Modernisierung seines Hauses: Er lässt die Fenster erneuern, die Außenwände erhalten eine Wärmedämmung, auch das Dach wird gedämmt und eine neue Heizungsanlage hält Einzug in das Haus.

Das alles hat viel Geld gekostet und nun? Schon wieder Feuchtigkeit und Schimmel an den Außenwänden. Wo liegt der Fehler? Haben die Handwerker schlecht gearbeitet? Nein. In den meisten Fällen ändern die Hausbewohner auch nach der Modernisierung nicht ihre Heiz- und Lüftungsgewohnheiten.

Stellen Sie sich vor, dass Sie Ihrem Haus einen warmen Mantel angezogen und noch eine dicke Mütze aufgesetzt haben. Es ist nun wind- und luftdicht, die wertvolle und teure Heizenergie bleibt im Haus. So soll es auch sein. Aber der Mensch verursacht Feuchtigkeit durch Baden/Duschen, Kochen. Atmen, Schwitzen – bis zu 10 l pro Tag. Diese Feuchtigkeit muss weg. Je intensiver Sie Ihre Wohnung oder Ihr Haus nutzen, desto häufiger müssen Sie lüften: Alle Fenster – wenn möglich - bis zu 5mal am Tag weit öffnen (Stoßlüften). Wenn die Raumtemperatur spürbar absinkt, dann hat der komplette Luftaustausch stattgefunden. Die warme, feuchte Raumluft wurde gegen kalte, trockene Luft erneuert.

Vier „eiserne Regeln“ helfen Ihnen, Ihr Haus und ihre Gesundheit vor dauerhaftem Schaden zu bewahren:

  • Regel 1: Kein Raum (auch nicht das Schlafzimmer) darf unter 16°C beheizt sein.
  • Regel 2: Keinen Raum durch einen anderen Raum beheizen (das sogenannte „Überschlagen“).
  • Regel 3: Kein Raum darf durch einen anderen Raum gelüftet werden.
  • Regel 4: Keine Kippstellung der Fenster im Winter.

Das ist das ganze Geheimnis des richtigen Heizens und Lüftens.