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Es ist in aller Munde: Die Baunebenkosten bei Neubauten schlucken einen großen Teil des Baubudgets. Diesem Trend gehen wir auf den Grund und beantworten folgende Fragen:

  • Wie viel Ersparnis habe ich von einem Absetzzähler?
  • Was kostet die Regenwassernutzung für Garten und Haus?
  • Welchen Vorteil hat ein Blower Door Test?
  • Welche Ersparnis erwartet mich bei einem Passivhaus?

Passend zum Thema findet dieser Vortrag im EnergiePlusHaus am Phoenixsee statt, in dem Sie das zukünftige Bauen hautnah erleben können. Nutzen Sie den Abend für Ihre persönlichen Fragen und sprechen Sie mit erfahrenen Ingenieuren.

Referenten: Dipl.-Ing. Tanja Hauptstock und Dipl.-Ing. Architekt Stephan Becker

Anmeldungen bei der VHS Dortmund

Seit Einführung der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2007 ist ein Energieausweis für jedes Gebäude Pflicht.

Viele Hauseigentümer sind unsicher, welchen Energieausweis sie für ihr Haus brauchen. Hier noch einmal eine kurze Übersicht:

Altbau bis 4 WE BJ 1977 und älter → Bedarfsausweis
Altbau bis 4 WE BJ 1977 und älter
auf Niveau WSVO1977 saniert → Wahlfreiheit Verbrauchs- oder Bedarfsausweis

Wie unterscheiden sich nun diese beiden Ausweisarten?

1. Bedarfsorientierter Ausweis
Beim bedarfsorientierten Ausweis wird durch die bauphysikalische und baukonstruktive Bestandsaufnahme der jährliche Energiebedarf eines Gebäudes für Heizung, Warmwasserbereitung und Wohnungslüftung berechnet. Er berücksichtigt dabei die Daten der Gebäudehülle wie etwa Fenster, Dämmung der Außenwände und Dachfläche, die verwendeten Baumaterialien und die Bauweise. Mit in die Berechnung fließen außerdem die Eigenschaften der Lüftungs- und Heizungsanlage ein und ob erneuerbare Energien (z.B. Solarthermie, Pellets) oder Wärmepumpen eingesetzt werden. Aus diesen Daten wird dann berechnet, wie viel Energie für das Gebäude bei durchschnittlichem Nutzverhalten und Klima verbraucht wird.

Gas Vergleich

Als Kennzahl ergibt sich dann im Bedarfsausweis der so genannte Primärenergiebedarf. Primärenergiebedarf ist der Gesamtbedarf an Energie, der für die Beheizung, Klimatisierung und Warmwasserversorgung eines Gebäudes unter Normbedingungen gebraucht wird. Dazu zählt auch der Aufwand, der für die Gewinnung, die Aufbereitung und den Transport der Energie (etwa für Öl oder Gas) nötig ist.

2. Verbrauchsorientierter Ausweis
Bei dem verbrauchsorientierten Energieausweis wird die Energieeffizienz eines Hauses aus der innerhalb 3 Jahren und dem sich dann ergebenden Mittelwert tatsächlich verbrauchten Energiemenge berechnet.
Hierbei ist wichtig zu wissen, dass diese Methode der Berechnung wenig Aussagekraft hat. In dem verbrauchsorientierten Ausweis wird nämlich nicht der Zustand eines Gebäudes berechnet, sondern nur der Energieverbrauch. Ob ein Haus mit Familien mit Kindern oder mit berufstätigen Singles bewohnt wird, beeinflusst den Energieverbrauch eines Gebäudes enorm.
Eine extreme Verzerrung kann auch bei Einfamilienhäusern zum Tragen kommen, wenn die Bewohner vielleicht den Winter auf Mallorca verbringen. Die Folge wäre unter Umständen der Energiekennwert eines Passiv-Hauses.

Für die energetische Beurteilung eines Hauses und damit die Einschätzung des Energieverbrauchs ist deshalb immer der bedarfsorientierte Ausweis aussagekräftiger.

In diesem Video bei der FAZ
Architektur: Weniger Müll, weniger Energieverschwendung
zeigt ein Architekt, wie weit er die Cradle 2 Cradle Prinzipien bei seinen Bauten treiben kann.

Cradle 2 Cradle wird nicht explizit erwähnt, man findet aber viele der Prinzipien - kein Müll, Energiesparen, gemietete Möbel und Einrichtungsgegenstände usw. Unsere Cradle 2 Cradle Artikel finden Sie hier.