Schlagwort-Archive: Sonnenkollektor

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Wer träumt nicht davon, sich von den Öl- und Gasmultis unabhängig zu machen? Bevor Sie Ihren Traum in die Realität umsetzen, sollten Sie sich erst einmal grundsätzlich informieren.

Wie funktioniert überhaupt eine thermische Solaranlage?
Eine Solaranlage fängt die Wärmestrahlung der Sonne über einen oder mehrere Sonnenkollektoren ein, die in der Regel auf dem Dach montiert werden. Die günstigste Himmelrichtung ist Süd oder Süd-West. Die Kollektoren heizen sich durch die Sonne auf und geben diese Wärme an eine Solarflüssigkeit ab. Diese Flüssigkeit wird in einen Solarspeicher gepumpt und über einen Wärmetauscher an das im Solarspeicher vorhandene Brauch- oder Heizkreiswasser abgegeben. Je nach Bedarf können Sie die Solarwärme für Warmwasser oder für Warmwasser und Heizung nutzen.

Wie groß müssen die Solarkollektoren sein?
Die reine Brauchwassererwärmung für Baden und Duschen ist die einfachste und unkomplizierteste Form der Solaranlage. Ein vorhandener Warmwasserspeicher wird gegen einen Solarspeicher getauscht oder ergänzt. Der Solarspeicher wird im Sommerhalbjahr fast immer vollständig erwärmt ( je nach Sommerwetter ). Im Jahresverlauf kann bis zu 70 % der zur Wassererwärmung benötigten Energie durch die Sonne abgedeckt werden. Für die reine Warmwasserversorgung rechnet man pro Person ca. 1 m² Kollektorfläche und für die Speicherung ca. 80 l pro Person.

Durch Vergrößerung der Kollektorfläche kann zur Warmwasserversorgung zusätzlich die Heizung unterstützt werden. Besonders in der Übergangszeit (Frühjahr und Herbst) ist diese Variante sehr günstig. Wer eine Fußbodenheizung hat, kann die Solarenergie energetisch gesehen besonders gut nutzen. Eine Einsparung bis zu 35% des Energiebedarfs für das Heizen - je nach Heizart und Dämmzustand des Hauses - sind nicht selten.
Für die kombinierte Heizungs- und Warmwasserunterstützung brauchen wir mehr Leistung: Anzahl der Personen x 2 = Kollektorfläche, für die Speicherung ca. 80 l pro Person.

Und nun die Frage zum Schluss: Was kostet der Spass?
Die Preise für eine Solaranlage mit Flachkollektoren für einen 4-Personen-Haushalt in einem Einfamilienhaus können regional unterschiedlich sein und liegen zwischen 4.000,- und 6.000,- € inklusive Montage. Wenn zusätzlich eine Heizungsunterstützung gewünscht wird, liegen die Preise bei etwa 8.000,- bis 10.000,- €.
Vakuumröhrenkollektoren sind etwa um 30 % teurer als Flachkollektoren.

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Wer träumt nicht davon, sich von den Öl- und Gasmultis unabhängig zu machen? Bevor Sie Ihren Traum in die Realität umsetzen, sollten Sie sich erst einmal grundsätzlich informieren.

Wie funktioniert überhaupt eine Solaranlage?
Eine Solaranlage fängt die Wärmestrahlung der Sonne über einen oder mehrere Sonnenkollektoren ein, die in der Regel auf dem Dach montiert werden. Die günstigste Himmelrichtung ist Süd oder Süd-West. Die Kollektoren heizen sich durch die Sonne auf und geben diese Wärme an eine Solarflüssigkeit ab. Diese Flüssigkeit wird in einen Solarspeicher gepumpt und über einen Wärmetauscher an das im Solarspeicher vorhandene Brauch- oder Heizkreiswasser abgegeben. Je nach Bedarf können Sie die Solarwärme für Warmwasser oder für Warmwasser und Heizung nutzen.

Wie groß müssen die Solarkollektoren sein?
Die reine Brauchwassererwärmung für Baden und Duschen ist die einfachste und unkomplizierteste Form der Solaranlage. Ein vorhandener Warmwasserspeicher wird gegen einen Solarspeicher getauscht oder ergänzt. Der Solarspeicher wird im Sommerhalbjahr fast immer vollständig erwärmt (je nach Sommerwetter). Im Jahresverlauf kann bis zu 70 % der zur Wassererwärmung benötigten Energie durch die Sonne abgedeckt werden.
Für die reine Warmwasserversorgung rechnet man pro Person ca. 1 m² Kollektorfläche und für die Speicherung ca. 80 l pro Person.

Durch Vergrößerung der Kollektorfläche kann zur Warmwasserversorgung zusätzlich die Heizung unterstützt werden. Besonders in der Übergangszeit (Frühjahr und Herbst) ist diese Variante sehr günstig. Wer eine Fußbodenheizung hat, kann die Solarenergie energetisch gesehen besonders gut nutzen. Eine Einsparung bis zu 35% des Energiebedarfs für das Heizen - je nach Heizart und Dämmzustand des Hauses - sind nicht selten.
Für die kombinierte Heizungs- und Warmwasserunterstützung brauchen wir mehr Leistung: Anzahl der Personen x 2 = Kollektorfläche, für die Speicherung ca. 80 l pro Person.

Und nun die Frage zum Schluss: Was kostet der Spass?
Die Preise für eine Solaranlage mit Flachkollektoren für einen 4-Personen-Haushalt in einem Einfamilienhaus können regional unterschiedlich sein und liegen zwischen 4.000,- und 6.000,- € inklusive Montage. Wenn zusätzlich eine Heizungsunterstützung gewünscht wird, liegen die Preise bei etwa 8.000,- bis 10.000,- €. Vakuumröhrenkollektoren sind etwa um 30 % teurer als Flachkollektoren.

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Aus dem Kreis aller Arten von erneuerbaren Energien beschreiben wir heute die Solarthermie = Wärmegewinnung aus der Sonne.

Die Sonnenenergie ist die Quelle allen Lebens und sendet mit ihrer Wärmestrahlung jährlich etwa 5000 mal mehr Energie zur Erde, als die Weltbevölkerung in einem Jahr benötigt. Um sich dieser kostenlosen Energiequelle zu bedienen, hat der Mensch begonnen, sich näher mit dem Thema Solarthermie zu beschäftigen.

Erste Anwendungen der solarthermischen Nutzung gehen bis in die Antike (800 v.Ch. – 600 n.Ch.) zurück, als z.B. Brenn- bzw. Hohlspiegel für die Fokussierung von Lichtstrahlen verwendet wurden. Die Olympische Fackel wurde und wird traditionell seit der Antike über Brennspiegel entzündet. Griechen und Römer nutzten die Sonnenenergie, um das Wasser ihrer Fußbodenheizungen aufzuheizen.

Solarthermie kann man zwischen passiver und aktiver Nutzung im Eigenheim unterscheiden: Zur Erwärmung eines Hauses können z. B. besonders große Fenster Richtung Süden dienen. In Verbindung mit einer guten Wärmedämmung und der passiven Nutzung der solaren Einstrahlung vermindert sich der Bedarf an zusätzlicher Heizungsenergie. Das wohl typischste Beispiel für passive Nutzung der Sonnenstrahlung ist der Wintergarten.

Die direkte Nutzung der Solarenergie (aktive Nutzung) geschieht über Sonnenkollektoren. Diese können entweder zur Heizungsunterstützung und/oder zur Warmwasserbereitung verwendet werden. Auf drei gängige Arten von Sonnenkollektoren wollen wir kurz eingehen:

  1. Flachkollektoren
    …. sind auf Grund ihres geringen Anschaffungspreises die meist verkaufen Kollektoren. Sie haben aber im Vergleich gegenüber anderen Kollektoren den Nachteil, dass sie höhere Wärmeverluste haben und Schwitzwasserbildung an der Scheibe möglich ist. Für die Unterstützung der Warmwasserbereitung sind sie ausreichend.
  2. Vakuum-Flachkollektoren
    …. haben die gleiche Funktion wie normale Flachkollektoren, unterscheiden sich aber dadurch, dass zwischen Absorber und Glasabdeckung ein Vakuum vorhanden ist, das Wärmeverluste und Schwitzwasserbildung an der Scheibe verhindert. Nachteile: Höhere Anschaffungskosten und nach einiger Zeit Erneuerung des Vakuums durch Dichtungsverschleiß.
  3. Vakuum-Röhrenkollektoren
    Das Vakuum in der Glasröhre hat die Aufgabe, unerwünschte Wärmeverluste zu minimieren. Durch die geringen Wärmeverluste ist der Vakuum-Röhrenkollektor in der Lage, auch diffuse Sonnenstrahlung (im Herbst und Winter) gewinnbringend zu nutzen und können sowohl zur Heizungsunterstützung als auch zur Warmwasserbereitung eingesetzt werden.

Unser nächster Beitrag wird sich mit Geothermie (Erdwärme) beschäftigen und damit das Thema „Erneuerbare Energien“ abschließen.

Bis dahin – Ihre Marianne Gockeln