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Angespornt durch den Bericht von Focus Online: Schwimmendes Kraftwerk Stromgewinnung auch in trägen Flüssen - Neue Technologien, entstand die Idee unser kleines Bächlein auf unserem Grundstück zwecks Stromgewinnung zu untersuchen.

Die Wasserturbinenleistung ist - neben dem Wirkungsgrad - abhängig von der Erdbeschleunigung, der Fallhöhe und dem Durchflussvolumen. Bei einem Meter Fallhöhe und 1 Liter/Sekunde hätte ich schon 9,81 Watt , die noch wegen des Wirkungsgrads gemindert wird.

Gewappnet mit Eimer und Zeitmesser ergab die Untersuchung eine ernüchternde Bilanz. Der Bach lieferte nur 0,6 Liter/Sekunde bei einem Meter Fallhöhe, also ca. 6 Watt. Zwar hätten wir die Fallhöhe aufgrund der Berglage noch konstruktiv auf ca. 10 Meter erhöhen können (also ca. 60 Watt), aber eine Niederdruckturbine (geeignet für ca. 200 Watt) für mindestens 850 Euro war dann doch zu teuer.

Wie nutzt man Wasserkraft bei geringer Fallhöhe oder geringem Wasserdruck? Das Forschungsprojekt „Hylow“ (Hydropower Converter for Very Low Head Differences – Wasserkraftwerk für sehr niedriges Gefälle) sucht nach Möglichkeiten, Wasserkraft für träge Gewässer nutzbar zu machen.

Wie ein schwimmendes Kraftwerk in einem trägen Fluss in Mecklenburg Strom gewinnt, berichtet Focus Online in

Schwimmendes Kraftwerk: Stromgewinnung auch in trägen Flüssen - Neue Technologien.

Heise berichtet über eine neuartige Wasserkraftanlage, die nun erstmals in der Schweiz getestet wird:

Statt Staustufen/Dämmen und hohen Fallrohren arbeitet das neue Kraftwerk mit einem rotationssymmetrischen Becken, in dem eine große Turbine langsam dreht. Das Ganze nennt sich "Wasserwirbeltechnik", weil im Becken ein Wirbel ensteht, der es ermöglicht auch mit Fallhöhen von 70cm schon Strom zu erzeugen. Fische werden geschont, denn sie können das Becken ungehindert passieren.

Da in Deutschland kaum neue Wasserrechte vergeben werden (man darf also nicht einfach einen Bach/Fluss stauen und ein Kraftwerk bauen), ist dies vielleicht eine gute Möglichkeit, auch hierzulande die Wasserkraft auszubauen.

Die Demo-Wasserkraftanlage der Schweizer generiert genug Strom für 60 Haushalte.