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Über Ingrid

Ingrid Beckmann ist Diplom-Informatikerin mit einem grünen Herz. Ihr technischer Kopf wünscht allerdings, dass Öo-Entscheidungen sich amortisieren.

Bei der Herstellung von Gegenständen aus Kunststoff kann man durch Optimierung eine Menge Energie sparen.
Energie wird in diesem Bereich hauptsächlich benötigt:

  • zum Erwärmen vor dem Bearbeiten (Granulat wird geschmolzen) und
  • zum Abkühlen nach der Fertigstellung.

Die Kühlsysteme enthalten viele Pumpen, die häufig für Spitzenlasten ausgelegt sind. Deshalb laufen sie oft nicht im energetisch optimalen Bereich.

Dabei verbraucht ein mittelständischer Betrieb im Durchschnitt eine knappe Megawattstunde Strom pro hergesteller Tonne Kunststoff.

Die Kampagne "Energieeffiziente Systeme in Industrie und Gewerbe" der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) und zweier Fachverbände des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) hat einige Betriebe beraten.

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Dabei wurden Energiesparpotenziale von 45% bis 90% entdeckt!

Dabei mussten die Betriebe nicht groß investieren:

Für viele der beratenen Unternehmen hat sich im Rahmen der Systemoptimierung eine bedarfsabhängige Regelung der Pumpendrehzahl mit Frequenzumrichtern ausgezahlt. Weitere Ansatzpunkte zur Energieeffizienzsteigerung der Kühlsysteme waren die Anpassung der Rohrleitungsführung und -dimensionierung sowie der Einsatz von energieeffizienten Motoren und Durchflussmengenmessern.

Via Energynet.

Die Schiffahrt auf dem Rhein wirbt damit, dass sie Energie sparen, weil sie Güter in großen Mengen relativ effizient transportieren (dafür langsamer, aber für viele Massengüter wie z.B. Sand, kommt es auf ein paar Tage nicht an).

Die Binnenschiffer können sogar mit aktuellen Zahlen aufweisen:

  • Ein Binnenschiff hat einen geringeren Primärenergiebedarf (in Liter Diesel je 100 Tonnenkilometer) als die Bahn (1,3 zu 1,7)
  • und verbraucht nur ein fünftel der Energie pro Tonnenkilometer wie ein LKW (4,1).

25% der gesamten Verkehrsleistung (in Deutschland?) wird durch die Binnenschifffahrt erbracht. Sie ist dabei umweltfreundlich, kostengünstig und sicher.

Bei Loreley-info.

3 Kommentare

Windenergie ist leider nicht gleichmäßig verfügbar, sondern nur wenn der Wind weder zu stark, noch zu schwach weht. Über Abhilfe hatten wir schon früher berichtet (http://www.energiespar-rechner.de/2007/06/19/bauen/bauen-investieren/druckluftspeicher-erzeugte-energie-vorhalten/), doch in der letzten Woche ist ein amerikanisches Unternehmen mit einer neuen Technologie aufgetreten (Bericht im Spiegel):

Die Windräder sollen nicht mehr Strom erzeugen, mit dessen Hilfe dann Druckluft erzeugt wird, die gespeichert werden kann, nein die Windräder pumpen direkt Druckluft in ein unterirdisches Kanalsystem oder in Salzstöcke.

Wenn man die Energie wieder entnehmen will, lässt man die Druckluft aus dem Speicher heraus: ein großer Generator genügt für den ganzen Windpark! (Wir berichteten über die Probleme Windräder zu versichern - diese Windräder haben keine Getriebe an Bord!).

Da bei der Kompression und Dekompression von Luft Wärme bzw. Kälte entsteht (Energieverlust bis zu 25%), empfiehlt die Firma:

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eine herkömmliche Dampfdruckturbine, die mit Wärme aus einem Gas-, Kohle- oder Atomkraftwerk betrieben wird. Druckluft eignet sich nämlich hervorragend als Ergänzung für ein Wärmekraftwerk. Energetisch ist das wesentlich sinnvoller, als die komprimierte Luft durch eine eigene, kalte Turbine zu jagen.

Das Ergebnis ist phänomenal: Presst man die Druckluft zusätzlich in eine ohnehin laufende Dampfdruckturbine, dann erhöht sich deren Wirkungsgrad nach Angaben von General Compression um 200 bis 300 Prozent. "Das macht den anfänglichen Energieverlust mehr als wett", sagt David Markus. Natürlich funktioniert das Gleiche auch mit Wärme aus einem Biomassekraftwerk. "Dann ist der Strom hundertprozentig grün."

Für Investoren bringt die Anlage Erfolg, weil man den Strom dann ins Netz einspeisen kann, wenn die Preise höher sind (z.B. bei Flaute, wenn die Räder der anderen Hersteller still stehen, oder in Spitzenzeiten).

Update 19.11.08: Eine Firma aus Minnesota testet gerade eine 7,2MWh große Batterie, in der Windenergie für 500 Haushalte über eine Flaute von 7 Stunden, gespeichert werden kann (via Energynet).