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Über Ingrid

Ingrid Beckmann ist Diplom-Informatikerin mit einem grünen Herz. Ihr technischer Kopf wünscht allerdings, dass Öo-Entscheidungen sich amortisieren.

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Die Auswertung des Energiespar-Wettbewerbs im Februar

Im Vergleich zum Januar haben sich viele Teilnehmer unseres Energiespar-Wettbewerbs verbessert und haben mehr Energie gespart, bzw. zum ersten Mal überhaupt Energie gespart.

  • Ein neuer Teilnehmer führt diesen Monat mit sagenhaften 20% Energieersparnis die Tabelle an: andy
  • siwli als zweiter Neueinsteiger folgt mit knapp 18%
  • Der schlechteste Teilnehmer des Januars (+25% Mehrverbrauch) hat im Februar 10% Energie gespart und kam damit auf den dritten Platz: Carwitzhecht
  • Wallrabenstraße hat seinen Verbrauch um knapp 6% verringert
  • Ein Teilnehmer hat seinen Verbrauch leider um 22% gesteigert.
  • Die Sieger des letzten Monats konnten ihre Einsparungen nur um 2% bzw 0,5% erweitern.

Es kann nicht nur am Wetter gelegen haben, dass das Feld so weit auseinander zieht!?
Wenn Sie teilgenommen haben, schreiben Sie doch per Kommentar oder per E-Mail, was Sie verändert haben. Corina beschreibt seit einigen Wochen, was sie im Laufe der Wohnungsbegehung herausfindet.

"Das Interesse für die Energieeffizienz moderner Informationstechnik steigt. Denn mit Hilfe der so genannten "Grünen IT" können die Stromkosten halbiert werden - ohne Abstriche in der Funktionalität.

Ein Unternehmen mit 200 Büroarbeitsplätzen kann seine jährlichen Stromkosten um rund 6.000 Euro reduzieren, wenn es seine ineffizienten Computer, Monitore und Drucker (50 Stück) durch energieeffiziente ersetzt. Zusätzliche Kosten können durch die Strom sparende Nutzung der Geräte eingespart werden.

  • Beispiel Computer: Ein energieeffizienter Office-PC (Zweikernprozessor, Taktrate zwei Gigaherz, zwei Gigabyte Arbeitsspeicher) hat im Leerlaufzustand (Idle) eine Leistungsaufnahme von 26 und im Standby (Sleep) von 2,5 Watt. Er verursacht damit Stromkosten von 5 Euro im Jahr. Im Vergleich dazu nimmt sogar ein leistungsschwächerer ineffizienter PC mehr als dreimal soviel Strom auf (92 Watt im Idle-, 5 Watt im Sleep-Modus) und verursacht pro Jahr Stromkosten von 21 Euro. (Gerechnet mit 13 Cent pro kWh für Unternehmen - Privathaushalte könnten mehr sparen).
  • Beispiel Monitor: Ein energieeffizienter 24-Zoll TFT-Monitor hat im Normalbetrieb eine Leistungsaufnahme von gut 26 Watt. Damit verbraucht er nur halb so viel Strom wie ein entsprechendes ineffizientes Modell mit einer Leistungsaufnahme von 65 Watt und spart im Vergleich jährlich acht Euro an Stromkosten.
  • Beispiel Drucker: Ein energieeffizienter Schwarzweiß-Laserdrucker mit einer Druckgeschwindigkeit von 33 Seiten pro Minute hat im normalen Bürobetrieb einen typischen Stromverbrauch über eine Woche von 2,5 kWh. Der typische Stromverbrauch eines gleich schnellen ineffizienten Druckers ist mit 5,85 kWh pro Woche mehr als doppelt so hoch. Der sparsame Drucker führt so zu einer Kostensenkung von 23 Euro im Jahr.

Die Internetplattform www.office-topten.de der Initiative EnergieEffizienz bietet konkrete Hinweise und Tipps für Auswahl, Kauf und Nutzung energieeffizienter Bürogeräte. Dort lassen sich aus einer Datenbank schnell die "TopTen" der wirtschaftlichsten Bürogeräte nach eigenen Suchkriterien herausfiltern und gegenüberstellen. Zum Vergleich wird jeweils auch ein ineffizientes Gerät vorgestellt.

"Office-TopTen" ist Bestandteil der bundesweiten Initiative EnergieEffizienz, die von der dena und den Unternehmen E.ON Energie AG, EnBW AG, RWE Energy AG sowie Vattenfall Europe AG getragen und durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert wird."

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Zahlen

Ein Unternehmen kann "nur" 6000 Euro im Jahr sparen kann, wenn es für 200 (Arbeitsplätze) * 500 (Desktop-PC) =100.000 Euro alle Arbeitsplätze neu ausstattet. Trotzdem wird dies kommen. Schließlich werden in den meisten Unternehmen die PCs regelmäßig ersetzt. Dann kann man auch zum Energie sparenden PC greifen.

Die WirtschaftsWoche berichtet in der aktuellen Printausgabe (Woche 10) davon, dass bereits heute die Energiekosten für Rechenzentren höher sind als die Anschaffungskosten der Server!

Auch Energynet berichtet (4.3.08)

Quelle: Pressemitteilung, 3.3.08, dena

Seit ich die Serie Cradle 2 Cradle betreue und hier regelmäßig montags aus dem Buch "einfach intelligent produzieren" berichte, finde ich beim Recherchieren immer öfter Cradle 2 Cradle Produkte.

Zum Teil sind die Produkte zertifiziert (die Cradle 2 Cradle Erfinder leben davon, Betriebe zu beraten und zu zertifizieren), zum Teil werben die Hersteller einfach mit dem Recycling-Grad ihrer Produkte und geben an, wie sie den technischen Nährstoff-Kreislauf integriert haben.

  • Passend zum Cradle 2 Cradle "Wiege zur Wiege" Thema eine Wiege aus (Recycling-)Pappe
  • Cradle 2 Cradle Bürostuhl (das Beispiel wird auch im Buch beschrieben) - hier auf der Webseite mit Rabatt angeboten, wohl aber nur für amerikanische Kunden interessant.
  • Das Cradle 2 Cradle Sofa/Sessel/Bett-Kombinationsmöbelstück ist nicht nur vielseitig einsetzbar sondern auch 100% recycelbar.
  • Das LINC-Telefon von Kaleidoscope ist nicht nur vollständig (und leicht) auseinander zu nehmen und rein zu recyceln, nein, die Idee ist auch wie im Buch, dass man das Telefon nur "leihweise" benutzt und nach einem Jahr automatisch gegen die neue Version austauscht.

Natürlich werde ich weiter nach Cradle 2 Cradle Produkten Ausschau halten und vielleicht auch mal hier in Deutschland fündig werden. Bisher zertifizierte Cradle 2 Cradle Produkte gibt es auf der Homepage der Erfinder.

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Update: 18.5.08 Den berühmten Cradle 2 Cradle Bürohdrehstuhl gibt es jetzt auch in Deutschland (z.B. bei Amazon).