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Bauphysik: Wärmedurchlasswiderstand

Hier schreibt Bauingenieurin Tanja Dasbeck von holzhaus4u als Gastautorin. Mehr von ihren Artikeln.

Auf dem Weg zu unserem u-Wert haben wir bislang die Wärmeleitfähigkeit kennen gelernt, die durch die unten stehenden Kenndaten noch ergänzt wird.

Der Wärmedurchlasswiderstand R in (m²K)/W bezeichnet den Widerstand, den ein Bauteil der Dicke d (d=d1+d2+d3+d4…) in (m) dem Wärmestrom entgegenstellt.
R = d1/λ1 + d2/λ2 + d3/ λ3 …

Der Wärmeübergangswiderstand Rs ist der Kehrwert (1/R ) in (m² K)/W und bezeichnet den Widerstand, den der Wärmestrom beim Übergang von der Luft in den festen Baustoff (innen 1/ Rsi) bzw. vom Baustoff in die Luft (außen 1/ Rse) überwinden muss. Bei horizontalen Schichten, z.B. der Außenwand, wird für Rsi 0,13 und für Rse 0,04 angesetzt.

Und zu guter letzt benötigen wir noch den Wärmedurchgangswiderstand RT in (m² K)/W, der den Gesamtwiderstand angibt, den ein Bauteil dem Wärmestrom entgegenstellt.
RT = Rsi + R1 + R2 +…+ Rse
Er kennzeichnet die Wärmedämmfähigkeit eines Bauteils im eingebauten Zustand.

Nun haben wir alle wichtigen Werte zusammen, um den U-Wert zu berechnen, der übrigens Wärmedurchgangskoeffizient U in W/(m²K) heißt und der Kehrwert des Wärmedurchgangswiderstandes ist.
U= 1/ RT

Auch hier gilt: Je kleiner, desto besser!

Beispielwerte von Wandaufbauten

Beispielwerte von Wandaufbauten U-Wert in W/(m²K)
Außenwand aus Beton ohne Wärmedämmung 25 cm 3,3
Außenwand aus Mauerziegeln 24 cm ca. 1,5
Außenwand aus Mauerziegeln 36,5 cm ca. 0,8
Außenwand aus Mauerziegeln (36,5 cm) mit WDVS 49 cm ca. 0,32
Außenwand Holzrahmenbau, wohnungstypischer Aufbau 25 cm 0,15-0,20
Außenwand aus Massivholz (ohne Wärmedämmung) 20,5 cm 0,5

Bestimmt können Sie nun nachvollziehen, warum ich nicht von jeder Außenwand-Variante den U-Wert im Kopf haben kann.

Im nächsten Beitrag rechnen wir gemeinsam einen beispielhaften Außenwand-Aufbau durch.

Schön, dass Sie wieder da sind!

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Kommentare

Kommentar von ninos
Datum: 4. März 2010, 15:40

dabei sollten wir auch nicht vergessen, dass schwere baustoffe, auch länger die wärme behalten, ( speichern ) und diesbezüglich, ändert sich auch unseren u-wert.
zb. wenn ich eine Ziegel-mauer habe, und dagen eine porenbeton ( ytong-wand ) , die yton wand hat einen besseren U-wert, dagegen aber ist die ytong wand auch nach kurzer zeit wieder kalt, wo gegen die ziegel-wand noch warm ist, und wärme abgibt.

nicht immer nach dem u-wert schauen. ich empfehle immer eine wandstärker von nicht unter 30-cm und dann einen netsprechenden wdvs immer an die außenwände anbringen um einen u-wert nicht unter 0,38 zu erhalten.
alles andere unter einen u-wert von 0,38 liegt, ist unwirtschaftlich, aber trotzdem auf eine dämmdicke nicht unter 8 cm einbauen, ( auch wenn der u-wert dann auch 0,3 beträgt. ) hauptsache die dämmstoffdicke eines wdvs nicht 8 cm unterschreitet.

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