Autoren-Archive: Ingrid

Über Ingrid

Ingrid Beckmann ist Diplom-Informatikerin mit einem grünen Herz. Ihr technischer Kopf wünscht allerdings, dass Öo-Entscheidungen sich amortisieren.

Banner der Kampagne Lights OutDie Kampagne "Lights out" hat gestern abend in San Francisco dazu geführt, dass in öffentlichen Gebäuden und Privathaushalten das Licht ausging.
Alle Bürger der Stadt waren aufgerufen, Samstag abend von 20 bis 21 Uhr das Licht auszumachen und statt dessen Kerzen zu benutzen.

Die Homepage der Kampagne (lightsoutsf.org) zeigt einige Bilder von den berühmtesten Gebäuden ohne Licht. Im Hintergrund sieht man, dass in der Stadt die meisten Lichter angeblieben sind.

Der Stern war vor Ort und berichtet:

"Für jeden einzelnen ist dies eine simple Geste, aber wenn wir es alle tun und über den eigenen Energieverbrauch nachdenken, dann ist es eine starke Bewegung", erklärte Nate Tyler, Initiator von "Lights Out San Francisco" (Lichter aus in San Francisco). [...] Eine Stunde "Lichter Aus" in San Francisco könnte den Energieverbrauch im Vergleich zu einem herkömmlichen Samstagabend um 15 Prozent drosseln.

Diese Aktion war nur der Probleauf, im nächsten Jahr am 29. März sollen die Lichter von der Ost- bis an die Westküste ausgehen. Elf Städte, von Los Angeles, Seattle, Denver, Chicago bis New York sollen dabei sein.

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Es gibt weltweit einige lustige Werbekampagnen, die die Menschen dran erinnern sollen, Energie zu sparen.

Eskom: Use Energy wisely
Ein Plakat vom Energieanbieter Eskom zeigt den Schriftzug "Gehe weise mit Energie um", bleuchtet von einer einzigen Lampe (Quelle: AdvertisingForPeanuts.blogspot.com)

Die Werbung des WWF-Kanada spielt auch mit einem Werbeplakat, dieses hat eine Markiese, die einen Schatten auf eine blaue Fläche wirft. Der Schatten der Markiese zeigt so den steigenden Meerespiegel (Quelle: blog917.com) Video bei YouTube.

Windenergie wächst schneller als die Wirtschaft in China
ABN Amro hat auf eine Reklametafel ein Windrad angebracht und schreibt dazu (ich übersetze den niederländischen Text: ‘'Windenergie groeit sneller dan de Chinese economie. Waar belegt u in.‘' - Windenergie wächst schneller als die Wirtschaft in China. Mit uns sind Sie dabei (oder so ähnlich)). Quelle: reclamewereld.blog.nl)

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Solarenergie nutzen wir seit Ewigkeiten, doch die US-Armee und die NASA kollaborieren um gebündelte Sonnenergie zur Erde zu senden. Sie haben jahrzehntelange Erfahrung mit Solarpanelen im All (alle Satteliten werden so mit Strom versorgt).

Warum kann es trotz hoher Kosten für den Transport ins All demnächst interessant werden:

  • Energie wird immer teurer
  • Solartechnik wird immer effizienter
  • Die US-Armee will Kunde werden: sie haben hohe Energiekosten im Feindesland (Öl raus und raffiniert wieder ins Land, um damit Generatoren zu betreiben?)

Wie soll das System funktionieren?

  • Ein Netzwerk aus Satelliten, jeder bewehrt mit kilometerlangen Reihen aus leichten Spiegeln.
  • Die Spiegel fokussieren Sonnenlicht auf Solarmodule, die dann Strom produzieren.
  • Der Strom wird im All in Mikrowellen umgewandelt (in Frequenzen von 2.45 oder 5.8 GHz), die die Athmosphäre durchdringen können.
  • Die Mikrowellen werden von Antennenwäldern auf der Erde empfangen.
  • Die Strahlen sollen etwa 1/6 so stark sein wie das stärkste Sonnenlicht mittags.
  • Die Empfängerstation wandelt die Energie wieder in Strom um und speist sie ins Netz ein.

(Und ich habe mir schon Sorgen gemacht, man könnte von einem hochfokussierten Sonnenstrahl aus dem All verbrannt werden).

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Es gibt auch eine Reihe Bilder zur Erklärung (Englisch).

Quelle: MSNBC 12.10.07 (Englisch)