Bauen

Der Garagenhersteller Zapf emfiehlt in dieser Pressemitteilung den Raum unter einer Fertiggarage (quasi als Keller) in einen Tank für die Speicherung von Brauchwasser zu verwandeln.

Die Garage braucht sowieso ein Fundament und später wird an dieser Stelle sicher nichts wachsen, was durch eine Zisterne gestört werden könnte (anders als bei im Garten versenkten Zisternen).

Das vorgeschlagene Modell fasst 22.000 Liter, laut der Pressemitteilung kann eine vierköpfige Familie im Jahr gut 20.000 Liter Brauchwasser gebrauchen (für Spülung, Waschen und zur Bewässerung des Gartens).

Angeblich ist der Betontank unter der Garage besonders gut geeignet, weil der Beton durch ph-Regulierung die Wasserqualität verbessert und der "schattige" Platz unter der Garage kein Licht in den Behälter fallen lässt, so dass sich auch keine Algen etc bilden.

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Was das ganze kostet (ist der Keller nicht der teuerste Teil eines Hauses?) und ob die Garagenfirma auch die Anschlüsse und Leitungen zur Nutzung des Wassers liefert, wird leider in der Meldung nicht erwähnt.

Das Manager Magazin beschreibt in seinem Artikel Manager Magazin: Ökostrom - Subventionen sind wie Drogen, wie sich das EEG auf die Energiebranche auswirkt und welche Streitpunkte es bei der Verbesserung des EEG gibt.

Statistiken werden vorweg gebracht:

  • 2006 war 12% des deutschen Stroms Ökostrom.
  • Das hat fünf milliarden Euro gekostet, die Hälfte davon als Oköaufschlag (die Vergütung liegt zwischen 8,6 Cent für Windkraftanlagen und 49,2 Cent für Solaranlagen).
  • Die Betreiber von Windkraftanlagen erhielten 2,4 Milliarden, eine Milliarde gingen jeweils an Solaranlagenbetreiber und Biomassekraftwerksbetreiber.
  • Die Summe soll in diesem Jahr auf 6,3 Milliarden und bis 2012 sogar auf 9,3 Milliarden steigen.

Das Geld wird von allen Stromkunden, also uns, bezahlt!

In den Verhandlungen um die schon im Gesetz festgesetzte jährliche Senkung der garantierten Einspeisesumme zeigen die Hersteller von Wind- und Solarkraftanlagen Widerstand. Ihre Kosten seien stark gestiegen, so dass eine weitere Förderung notwendig sei (sonst würden sie ins Ausland abwandern!).

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Das Manager Magazin bringt es hingegen auf den Punkt: Die Preise für die Anlagen würden durch die Subventionen künstlich oben gehalten. Verbesserungen der Produktion würden nicht zu sinkenden Preisen führen, weil der Wettbewerb nicht funktioniert.

Während es in Deutschland vergleichsweise wenige Passivhäuser gib (die meisten Häuslebauer begnügen sich mit Niedrig-Energiehäusern), wird in Dubai schon weiter gedacht:

Der Dortmunder Architekt Eckhard Gerber plant ein Hochhaus, dass energetisch autark ist. Heizung ist in Dubai nicht das Problem, wohl aber die Kühlung. Dafür ließ sich der Architekt von ursprünglichen "Kühltürmen" der Region inspirieren. Wind wird so ins Gebäude geleitet, dass er kühlt. Zusätzlich ist die Fassade mit Photovoltaik-Zellen verkleidet die Schatten spenden und Strom erzeugen. Auf der Spitze des Turms dreht sich ein Windrad.

Ob die gewünschte Kühlung von 45 auf 18 Grad wirklich "angenehm kühl" oder einfach nur kalt ist, bleibt Geschmackssache.

Der Turm und sein Architekt wurden in der WAZ vorgestellt.

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