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Das Buch Cradle 2 Cradle: einfach intelligent produzieren, dass ich in den letzten Monaten in dieser Serie vorgestellt habe, begnügt sich nicht mit einer Auflistung unserer aktuellen Umweltprobleme und der theoretischen Lösung, "einfach die Stoffkreisläufe" zu trennen, sondern gibt auch einen fünf Schritte Plan hin zur Öko-Effektivität.

Das Ziel ist es, als Unternehmen und Mensch an jedem Ort zum Eingeborenen zu werden. Das heisst, anhand der lokalen Gegebenheiten mit Nutzung der lokalen Produkte so zu agieren, dass sich das lokale Umfeld verbessert.

Die fünf Schritte

  • Befreien Sie sich und die Produkte von bekannten Schadstoffen: Man untersucht die eigene Produktion und entfernt alles Schädliche und macht die Produkte nicht nur "frei von ausgewählten Schadstoffen" (was nutzt phosphatfrei, wenn das Phosphat durch etwas Schlimmeres ersetzt wurde?). Diesen Schritt nennen die Autoren einen Designfilter: ein Filter im Kopf statt in der Kläranlage.
  • Folgen Sie begründet persönlicher Präferenz: Dinge, mit denen man sich umgibt, sollen nicht nur umweltverträglich sein, sondern auch ästhetisch ansprechend. Weil man nicht warten kann, bis die perfekten Dinge auf dem Markt sind, wählt man die, die einem am besten gefallen. Dabei soll man natürlich öko-effektive Produkte bevorzugen!
  • Erstellen Sie eine "passive, positive" Liste: Teilen Sie alle Zutaten Ihrer Produkte ein in
    • X-giftig,
    • grau-problematisch (hochgiftiges Kadmium wird bei der Produktion von Photovoltaik-Anlagen eingesetzt, Energiesparlampen enthalten Quecksilber),
    • positiv (auch Präferenzliste).

    Das Ziel ist dabei, möglichst viele Zutaten von der passiven Positivliste zu verwenden.

  • Erstellen Sie aktive Positivlisten: Hier beginnt das ernsthafte Redesign, ein Produkt wird so geplant, dass es von Anfang an öko-effektiv ist und seinen gesamten Lebenszyklus ohne Probleme wiederholen kann (z.B. ein Auto dessen Demontage von vornherein eingeplant ist).
  • Erfinden Sie alles neu: Ein Cradle 2 Cradle-Auto ist immer noch ein Auto und als solches immer noch aus der alten Welt. In diesem Schritt lautet die Aufgabe nicht mehr "Entwicklen Sie ein Auto", sondern "Entwickeln Sie ein Fahrzeug, dass positive Emissionen liefert". Z.B. ein Fahrzeug, dass Wasser und Stickoxide, die bei der Fahrt entstehen sammelt, um sie als Dünger zu benutzen.

    Wenn das Auto keine Schadstoffe mehr ausstößt, kann man es auch ohne Probleme in Tunnel fahren lassen, und so wertvollen oberirdischen Raum gewinnen.

Diese Ideen klingen etwas abgehoben, aber wenn man anfängt wirklich über Produkte nachzudenken, wird man auch funktionierende Nährprodukte entwickeln können. Man muss nur wollen. Was halten Sie davon? Würden Sie Ihre Produktion daran ausrichten?

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In zwei Wochen geht diese Serie mit der Folge Fünf Leitprinzipien des Cradle 2 Cradle zu Ende.

Wie eine Photovoltaik-Anlage entsteht ist in diesem Video zu sehen. Zwei (oder drei?) Mitarbeiter bauen im Zeitraffer eine riesige Anlage auf ein Hallendach. Man sieht, wie aufwändig der Aufbau wirklich ist (auch wenn das Dach schon die richtige Neigung hat und die Photovoltaik-Zellen nur noch auf den Rahmen aufgebracht und verkabelt werden müssen).

Video bei Youtube

Der sogenannte Sonnenkönig Frank Asbeck wird in diesem Fernsehbericht der deutschen Welle zur Eröffnung seiner neuesten Photovoltaik-Fabrik begleitet. Sie kann pro Minute einen Solarkollektor produzieren (also knapp eine halbe Millionen Elemente im Jahr). Man kann die Produktion im Video gut sehen (Roboterarme bewegen die Elemente). Die Reportage schien mir ausgeglichen (manchmal werden die vorgestellten Personen auch lächerlich gemacht, hier nicht).

Video bei Youtube

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Wissen Sie noch von weiteren, guten Videos zum Thema?

1 Kommentar

Energynet hat ein Video über deutsche Solarfirmen und den Erfolg ihrer Photovoltaik-Technik auch im Ausland gefunden (Video bei Energynet).

Das Video ist ein Werbefilm (inklusive Symphonie-Orchester im Hintergrund) aber die Bilder und Zahlen sind sehr beeindruckend.

  • Das weltgrößte Solarkraftwerk in Spanien hat 20 MW
  • Es produziert genug Strom für 12.000 Haushalte
  • Verbaut wurden 6 Millionen Zellen aus Bitterfeld
  • In Bitterfeld und bei Tochterfirmen entstehen zur Zeit 1000 neue Jobs im Jahr
  • Die Solarbranche hat schon 40.000 Beschäftigte (das sind mehr als es im gesamten Ruhrgebiet Bergmänner gibt (Quelle))

Das Video macht für den Erfolg hauptsächlich das EEG verantwortlich. Dadurch seien sehr günstige Rahmenbedinungeng geschaffen worden, die sogar ausländische Investoren ins Land holen würden (im Rahmen der Förderung wurde und wird auch kräftig geforscht).

Outsourcing nach Deutschland!

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Update 25.4.09: Jetzt ist dieser Punkt auch in den USA erreicht: Mehr Mitarbeiter in der Windkraft-Industrie als im Bergbau! (Sightline)