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Dämmung der Rollladenkästen

Hier schreibt Gebäudeenergieberaterin Marianne Gockeln als Gastautorin. Mehr von ihren Artikeln.

Fenster: Fortsetzung der kleinen Energiesparmaßnahmen

Die Ursprünge des Rollladens wurzeln in einfachen Klappläden aus Holz. Solche Klappläden wurden schon in der Römerzeit verwendet und dienten als Sicht- und Wetterschutz. Im 18. Jahrhundert entwickelten die Franzosen Jalousien, die zuerst starr, später mittels Bändern zusammenziehbar (Zugjalousien) waren. In einem weiteren Schritt wurden Jalousien entwickelt, welche mittels einer Welle aufrollbar waren (Rolljalousien). Daraus entstand der heutige Rollladen.

Rollläden befinden sich in der Regel außen vor einem Fenster oder einer Tür und können je nach Ausführung verschiedene Schutzeigenschaften erfüllen (u. a. Schallschutz, Einbruchhemmung, Wärmeschutz, Sichtschutz).

Um den Rollladen nicht ungeschützt der Witterung auszusetzen, baut man ihn in einen Rollladenkasten ein. Die in den Nachkriegsjahren bis weit in die 1990er Jahre bevorzugten Rollladenkästen bestanden aus Spanplatten, die – wenn überhaupt – nur mit geringem Dämmmaterial ausgekleidet werden. Da sie vor Ort angepasst und befestigt wurden, war es schwer, eine ausreichende Wärmedämmung zu erreichen.

Der Rollladen, zu der Zeit überwiegend aus Holz, füllte den Rollladenkasten voll aus. Im eingerollten Zustand war daher Zugluft oder Kälteabstrahlung meist nicht wahrzunehmen. Aber im Laufe der Jahre wurden in den meisten Häusern die alten Holzrollläden gegen neue aus Kunststoff ausgetauscht. In den Rollladenkästen ist nun reichlich Platz, wo sich die Kälte ausbreiten kann. In der Nähe der Fenster hat man nun in den kalten Monaten das Gefühl von unangenehmer Zugluft. Die Wärme bleibt nicht im Zimmer, sondern heizt die Außenwelt. Das stört die Behaglichkeit und mindert unseren Geldbeutel. Eine Wärmedämmung muss her. Aber wie???

Jetzt ist der große Innenraum unseres Rollladenkastens ein Vorteil! Bei jedem guten Baustoffhändler gibt es Wärmedämmkeile in unterschiedlichen Größen zu kaufen. Sie messen die Breite Ihres Rollladenkastens, die Tiefe und den Durchmesser des Rollladenpanzers, geben Ihrem Baustoffhändler diese Maße und lassen sich die Wärmedämmkeile sofort zuschneiden. Die Montage können Sie auch als nicht geschickter Heimwerker selbst vornehmen. Sollten Sie sich die Arbeit nicht zutrauen, hilft Ihnen jede Handwerkerfirma (z.B. Schreiner) gern.

Bei Neubauten verwendet man heutzutage hauptsächlich Fertigkästen. Diese haben meistens U- oder L-Form und sind von vornherein ganzseitig gedämmt. Kästen, die als Bestandteil des Fensters direkt auf diesem befestigt sind (Aufbaukästen), bestehen hauptsächlich aus Kunststoff mit einer Innenverkleidung aus Dämmmaterial. Vorbaukästen, welche vor dem Fenster oder auf dem Mauerwerk sitzen, bestehen in der Regel ausschließlich aus Aluminium und benötigen keine Wärmedämmung, da sie sich außerhalb der beheizten Hülle befinden.

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Artikel-Info

Kommentare

Pingback von energynet » Blog Archiv » Energiesparen am Gebäude mit einfachen Mitteln
Datum: 5. Juni 2008, 13:03

[...] Artikel, wie die Orte an denen ein Altbau Energie verliert, hat sie bereits veröffentlicht. Der aktuelle Artikel befasst sich mit der Dämmung von Rollädenkästen. Sie beschreibt die Geschichte von Rollladenkästen, verschiedene Arten von Rollläden und eine [...]

Pingback von Rollladenkästen dämmen und Energie sparen | Energie sparen
Datum: 28. November 2008, 17:49

[...] Serie im Blog Energiespar-Rechner. In einem sehr interessanten Beitrag wird erklärt, wie man alte Rollladenkästen nachträglich dämmen kann. szu=’http%3A%2F%2Fwww.die-energie-sparen.de%2Frollladenkaesten-daemmen-und-energie-sparen’; [...]

Kommentar von Rokasan
Datum: 27. November 2009, 15:23

Anstatt der angesprochenen Wärmedämmkeile kann man auch Rokasan zum nächträglichen dämmen verwenden.
Es ist speziell für Rollladenkästen entwickelt und hält Wärme innen und Kälte und Lärm draußen.

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