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Ingrid und Corina

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Bauphysik versus U-Wert

Hier schreibt Bauingenieurin Tanja Dasbeck von holzhaus4u als Gastautorin. Mehr von ihren Artikeln.

Wie schon vor der Spätsommerpause angekündigt, schauen wir uns in den kommenden Wochen ausgewählte Themen der Bauphysik an, die im Zusammenhang mit Energiesparen stehen. Wie eng bauphysikalische Größen mit Energiesparen zusammenhängen, lässt sich sehr schön am Beispiel des Wärmeschutzes beschreiben.

Denken wir an “Wärmeschutz“, denken wir meist automatisch an kalte Wintertage und gemütliche Stunden im Wohnbereich. Diesen Teilbereich können wir mit dem Oberbegriff winterlichen Wärmeschutz überschreiben. Aber seit einiger Zeit hört man immer mehr über den sommerlichen Wärmeschutz – was genau soll das sein? Und was hat das mit Energiesparen zu tun?

Die Höchstwerte im Sommer erscheinen einem immer extremer zu werden, und durch die große Verbreitung von klimatisierten Räumen in Geschäften, Veranstaltungsräumen, Arbeitszimmern und nicht zuletzt in unseren Autos nimmt der Anspruch eines regelbaren Innenklimas auch im Hausbaubereich ständig zu. Im Vergleich zu den Heizungsanlagen in den Wintermonaten verbrauchen Klimaanlagen allerdings ebenfalls Energie – und nicht selten wird im Sommer mehr Energie zur Kühlung verbraucht als im Winter zum Beheizen.

Was tun, wenn man im Sommer auf aufwändige Kühlung verzichten will?

Genau hier kommt der sommerliche Wärme- oder besser Hitzeschutz ins Spiel. Die Temperaturen auf der Dachhaut können bis über 70° C erreichen und heizen die Dachkonstruktion entsprechend auf. Den größten Anteil am Aufheizpotenzial hat die eingebaute Dämmung – genau die, die auch im Winter für ein gut wärmegedämmtes Innenraumklima sorgt.

Was im Winter aber sehr gut dämmt, muss in den Sommermonaten nicht automatisch auch kühlen können.

Denn neben der stark in den Vordergrund gespielten Wärmeleitgruppe einer Dämmung hat die Rohdichte und die Wärmespeicherfähigkeit eine ebenso große Bedeutung.
Den Zusammenhang zwischen diesen drei Größen beschreibt die Temperaturleitzahl.
Rechnerisch ergibt sie sich wie folgt:

Temperaturleitzahl = Wärmeleitfähigkeit/ (Wärmespeicherfähigkeit x Rohdichte)

Zwischenfazit:

Die optimale Dämmung sollte eine niedrige Wärmeleitfähigkeit, eine hohe Wärmespeicherfähigkeit und eine ebenfalls hohe Rohdichte haben, weil sich dann eine geringe Temperaturleitzahl ergibt, die direkt auf das Innenraumklima Einfluss nimmt.

Und wie praktisch sich das auswirkt, stelle ich im nächsten Beitrag zusammen.

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