Antwort auf Ihre Frage: Richtig heizen und lüften

Hier schreibt Gebäudeenergieberaterin Marianne Gockeln als Gastautorin. Mehr von ihren Artikeln.

Wie heize und lüfte ich richtig?

Auch wenn es wie ein Vorurteil klingt – es ist aber keines. Die meisten Frauen lüften falsch. Warum? Ganz einfach: Weil sie schneller frieren als Männer.

Hier fünf Regeln für das richtige Heizen und Lüften:

  1. Gekippte Fenster schaden nur der Bausubstanz
    Öffnen Sie alle Fenster und sorgen Sie ruhig für Durchzug. Damit garantieren Sie den kompletten Luftaustausch. In der kalten Jahreszeit reichen schon 3 bis 5 Minuten. Wenn Sie das Gefühl haben, dass es jetzt aber kalt wird, dann ist die warme, feuchtigkeitsreiche Luft draußen und frische, kalte Luft drinnen, die sich schnell wieder aufheizt. Im Sommer ist gegen gekippte Fensterflügel nichts einzuwenden, solange es draußen nicht zu warm ist. Am besten lüften Sie im Sommer in den frühen Morgenstunden – zwischen 4 und 5 Uhr. Leider nichts für „Langschläfer“.
  2. Mehrmals täglich lüften
    Wenn Sie die Möglichkeit haben, lüften Sie mehrmals täglich. Sind Sie tagsüber nicht zu Hause, reicht es, wenn Sie die Fenster öffnen, wenn Sie nach Hause kommen und noch einmal, bevor Sie zu Bett gehen. Lüften Sie bitte sofort nach dem Duschen oder wenn Sie intensiv gekocht haben.
  3. Türen zu!
    Niemals einen unbeheizten oder niedrig beheizten Raum durch einen angrenzenden Raum mit beheizen. In der Regel herrscht in Schlafräumen eine niedrigere Temperatur als in den Wohnräumen. Das sogenannte „Überschlagen“ sorgt auf Dauer für Feuchtigkeit und Schimmel.
  4. Auch ein Pulli wärmt
    In Zeiten der hohen Energiekosten müssen Wohnräume nicht auf über 21°C aufgeheizt werden. Jedes Grad Raumtemperatur weniger bedeutet ca. 6 % weniger Energiekosten.
  5. Räume nicht auskühlen lassen
    Energie sparen ist gut und schön, aber dann auch richtig. Die modernen Heizungsanlagen haben eine Nachtabsenkung um 2 bis 3°C, das reicht. Wenn Sie tagsüber nicht zu Hause sind, können Sie auch noch eine Tagesabsenkung eingeben, aber bitte nicht unter 18°C. Sie brauchen bei niedrigeren Temperaturen mehr Energie, um die ausgekühlten Räume wieder aufzuheizen. Schalten Sie die Heizung nicht ab, wenn Sie mal einen Wochenendausflug unternehmen. Eine konstante Temperatur von ca. 18°C sorgt für einen sparsamen Betrieb Ihrer Heizung und wenig Energieaufwand, bis Sie Ihre „Wohlfühltemperatur“ wieder erreicht haben.

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