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Über Ingrid

Ingrid Beckmann ist Diplom-Informatikerin mit einem grünen Herz. Ihr technischer Kopf wünscht allerdings, dass Öo-Entscheidungen sich amortisieren.

1 Kommentar

Cradle 2 Cradle: 1. Schritt: weniger Gift / Müll / Umweltverschmutzung löst das Problem nicht.

In diesem Artikel geht unsere Serie über Cradle 2 Cradle, die moderne Produktionsweise weiter, bei der das Ziel ist, Produkte zu entwickeln, die sich restlos mit gleicher Qualität wiederverwenden oder recyceln lassen.

Im Abschnitt weniger schlecht ist nicht gut geht es darum, dass die aktuelle Herangehensweise, die Giftstoffe zu verringern, stärkere Filter einzubauen und Deponien zu verbieten, nicht genügt, weil weiterhin Gifte produziert und konsumiert werden.

"Doch eine Verminderung in irgendeinem dieser Bereiche beendet weder die Erschöpfung der Rohstoffquellen noch die Zerstörung der Uwelt - sie sorgt lediglich dafür, dass diese Prozesse verlangsamt und hinausgezögert werden."

Das einzige was weiter vermindert werden soll, ist der Energieverbrauch. Hier ist Energiesparen nicht verboten!

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Dabei weisen die Autoren auch darauf hin, dass das Ende eines Produkts genauso geplant werden muss, wie die Nutzung. Wenn Gifte in den Kompostkreislauf gelangen, ist der Kompost hinterher vergiftet. Wenn Kupfer in Stahlschmelze gerät, ist der Stahl weniger hart usw. Dieses nennen die Autoren downcycling, d.h. das Endprodukt des Recycling-Schritts ist weniger wertvoll, als die ursprünglichen Stoffe.

Beispiel für die Anwendung der Cradle 2 Cradle Philosphie

Im Buch gibt ein wirklich aussagekräftiges Beispiel, dass die Autoren im Rahmen ihrer Beratertätigkeit erlebt haben.
Eine Möbelfabrik hatte das Problem, dass die Abfälle der Produktion Sondermüll waren (die Stoffreste vom Stoff auf denen wir sitzen!). Mit Hilfe der Beratung wurde die ganze Produktion auf giftlose Naturprodukte (insbesondere die Farben) umgestellt.
Das Ergebnis war, dass kein Sondermüll mehr anfiel, dass die Räume, in denen früher Gift gelagert wurde, für andere Sachen zur Verfügung standen, und dass sogar die Prüfer vom Amt ihren Augen nicht trauen wollten, als ihre Messungen ergeben haben, dass das Wasser, was aus der Fabrik abläuft, sauberer ist, als das Wasser was reinkommt!

Dort wollen wir hin! In den folgenden Teilen der Serie werde ich von den Schritten schreiben, die im Buch als Anleitung zur Produktion von der Wiege zur Wiege (Cradle 2 Cradle) gegeben werden.

Bisherige Artikel in der Serie auf unserer Seite Serien.

Stromzähler

Morgen ist der 31. Januar. Es ist Zeit Ihren Zählerstand für die zweite Runde unseres Energiespar-Wettbewerbs einzureichen, wenn Sie teilnehmen möchten.

Einfach mit Ihrem Pseudonym per E-Mail an wettbewerb@energiespar-rechner.de senden.

Jeder Teilnehmer der spart, gewinnt! Und der beste erhält zusätzlich am Ende des Jahres noch einen Preis!

Energynet hat eine ausführlichen Artikel über die möglichen Energiespar-Potenziale in Deutschland veröffentlicht.

  • Kraft-Wärme-Kopplung würde 30% Primärenergie sparen.
  • Der Wirkungsgrad von Geräten muss verbessert werden: 10-25% Strom-Ersparnis ist möglich.
  • Die Standby-Kosten sind für manche Geräte höher als die Kosten für den eigentlichen Betrieb: 1-2% Ersparnis ist möglich.
  • Durch konsequenten Umstieg auf Energiesparlampen könnte 80% des Stroms für Licht gespart werden.

Aufgelistet wird auch, in welchem Bereich Privathaushalte mit ca 25 TWh (Terawattstunden) kräftig beim Sparen helfen könnten: im Bereich von elektrischen Motoren (einen Versuch macht der Wärmepumpenbetreiber, eine Aufzählung aller Elektromotoren in seinem Haushalt zu erhalten), bei der Beleuchtung (gilt auch für Handel und Dienstleistungen) und beim Standby.

Aufteilung des Stromverbrauchs in Deutschland

Ich habe aus den Zahlen mal eine Grafik gemacht, der äußere Ring gibt die aktuelle Verteilung an, der innere die Verteilung, wenn die Privathaushalte in den drei Bereichen die maximale Ersparnis erreichen würden. Die Industrie wird dem nicht tatenlos zusehen wollen!

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BereichVerbrauch
in TWh jetzt
Verbrauch
in TWh möglich
Industrie240240
Handel/Dienstleistungen140140
Privathaushalte130105
Verkehr1616

Zum Thema passend habe ich auch eine Umfrage unter 1600 Nutzern des Immoportals Immowelt.de gefunden. Ein drittel der Befragten glauben, dass sie durch sparsameres Verhalten um eine Zuzahlung bei der Strom-Rechnung herumkommen, obwohl die Preise für Strom stark gestiegen sind. (Quelle: Pressemitteilung, 29.1.08)