Autoren-Archive: Ingrid

Über Ingrid

Ingrid Beckmann ist Diplom-Informatikerin mit einem grünen Herz. Ihr technischer Kopf wünscht allerdings, dass Öo-Entscheidungen sich amortisieren.

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In vielen afrikanischen Ländern sind Stromausfälle leider häufig. Wer dann nicht im dunklen sitzen will, greift auf Dieselgeneratoren zurück. Das ist teuer und wenig effizient. Die NOVIS GmbH plant und realisiert Projekte zur Herstellung von Energie aus Biomasse durch Pyrolyse.

Die Vorstudien zu diesem Projekt finden zurzeit im westafrikanischen Benin statt.

Bei der Pyrolyse wird trockener Bioabfall unter Hitze ohne Luft in brennbares Biogas umgewandelt., das anschließend gereinigt und für den Antrieb von Generatoren verwendet wird. Diese Generatoren wiederum erzeugen Strom und Wärme. Als Bioabfall kommen alle trockenen organischen Materialien in Frage. In den intensiv landwirtschaftlich genutzten Ebenen Benins gibt es dafür ausreichend Biomasse (das können durchaus auch Abfälle oder sogar Mist sein).

Die Pyrolyseanlagen sind klein, sie liegen im Bereich zwischen ein und drei Megawatt. Die Anlagen können im Benin bereits kostendeckend betrieben werden. Überschüssiger Strom wird an die Gemeinden oder die Stromversorger abgegeben. Nach wenigen Jahren wird die Anlage dem landwirtschaftlichen Betrieb übergeben. Dieser kann den überschüssigen Strom ab diesem Zeitpunkt selbst verkaufen. Somit stellt die Pyrolyseanlage einerseits eine stabile und kostengünstigere Alternative zur Stromgewinnung durch Dieselgeneratoren und anderseits eine sichere Einnahmequelle im landwirtschaftlichen Sektor dar.

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Nicht nur, dass die Bauer selber Energieversorger werden, diese Anlagen werden auch nicht mit Lebensmitteln sondern mit organischen Abfällen betrieben! (Ich frage mich, fehlt hinterher der organische Stoff zum Düngen? Oder reicht dazu die Asche oder wie immer der zurückbleibende Feststoff heißt?)

Quelle: Pressemitteilung, NOVIS GmbH, 11.12.07

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Telepolis berichtet dass der indische Windenergiehersteller Suzlon seine Produktions-Kapazitäten für Windenergie-Anlagen im folgenden Jahr verdoppeln will.

Der Artikel beschreibt auch, wie die indische Regierung diese Anlagen fördert, ohne direkte Fördermittel auszuschütten.

Man kann in Indien die Investitionskosten für Windenergie-Anlagen im ersten Jahr bereits zu 80% absetzen (ob das auch für andere Arten von erneuerbare Energien gilt, steht dort nicht). Das heisst, ein Investor kann seine Steuerlast sofort um fast die gesamte Investitionssumme senken! Daraus folgt, dass sich Winenergieanlagen schneller amortisieren.

Via: existenz24.biz, 10.12.07

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Licht ausErst heute habe ich von der für Samstag abend geplanten Aktion "Deutschland schaltet das Licht aus" gehört. Jeder Deutsche soll am Samstag abend von 20:00 bis 20:05 alle Lichter ausschalten. "Für unser Klima", wie es heißt.

Die Medien sind skeptisch, große Versorger haben bereits gewarnt, dass ein kollektiver Verbrauchsabfall zum Ausfall des gesamten Netztes führen könnte (Spiegel Welt,), denn Kraftwerke lassen sich nicht mal eben abschalten oder wenn sie per Notabschaltung herunter gefahren werden, nicht mal so eben wieder hochfahren. In Frankreich habe 3 Millionen mitgemacht. Wenn das bei uns ähnlich wird, dann wissen die Versorger nicht mehr, wohin mit dem plötzlich nicht mehr benötigten Strom.

Eine ähnliche Aktion in San Franzisco mit einer Million Teilnehmer hat keinerlei solcher Probleme verursacht.

Licht anAuch eine Gegenaktion ist schon formiert: Deutschland schaltet das Licht an - aber richtig. Sie sagen, man soll während das Licht aus ist, schnell alle Birnen durch Energiesparlampen ersetzen und gleich den Versorger wechseln.

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Was sagen Sie? Sind Sie dabei? Ich möchte nicht, dass durch diese Aktion das Licht (und mein Computer) aus bleiben! Wir erinnern uns an den großen Stromausfall, der halb Europa im dunkeln gelassen hat, nur weil eine Leitung über der Ems ausgeschaltet wurde (Spiegel). (Meine Birnen habe ich längst gewechselt )

Update der Aktion "Licht aus!"

Die Aktion ist erfolgreich über die Bühne gegangen. Viele Menschen in Deutschland und Österreich und Liechtenstein haben mitgemacht. Öffentliche Gebäude und viele öffentliche Weihnachtsdekorationen blieben für die fünf Minuten dunkel. Zum Glück ist der Strom nicht ausgefallen, obwohl RWE Schwankungen gemessen haben.

Wir haben auf einer Party auch das Licht ausgemacht und eine Kerze angezündet. War sehr gemütlich.

Alle sind wir uns einig, dass diese Aktion dem Klima nicht direkt nützt, aber dass es wichtig ist, das Bewusstsein dafür zu schärfen. Was wäre wenn wir statt einmal am Samstag das Licht auszumachen, regelmäßig unbenutzte Lampen ausschalten? Wirklich überall Energiesparlampen einführen würden? Die explodierende Weihnachtsdeko zurücknehmen oder wenigstens Lichtschläuche und -Netze nur noch mit Leuchtdioden (LED) kaufen?