Es gibt weltweit einige lustige Werbekampagnen, die die Menschen dran erinnern sollen, Energie zu sparen.
Ein Plakat vom Energieanbieter Eskom zeigt den Schriftzug "Gehe weise mit Energie um", bleuchtet von einer einzigen Lampe (Quelle: AdvertisingForPeanuts.blogspot.com)
Die Werbung des WWF-Kanada spielt auch mit einem Werbeplakat, dieses hat eine Markiese, die einen Schatten auf eine blaue Fläche wirft. Der Schatten der Markiese zeigt so den steigenden Meerespiegel (Quelle: blog917.com) Video bei YouTube.
ABN Amro hat auf eine Reklametafel ein Windrad angebracht und schreibt dazu (ich übersetze den niederländischen Text: ‘'Windenergie groeit sneller dan de Chinese economie. Waar belegt u in.‘' - Windenergie wächst schneller als die Wirtschaft in China. Mit uns sind Sie dabei (oder so ähnlich)). Quelle: reclamewereld.blog.nl)
Der Stern berichtet in einem Kommentar darüber, wie die Stromkonzerne uns ihre Preiserhöhung in die Schuhe schieben wollen:
Wir Deutschen sparen zuviel Strom! "Väter die Energiesparlampen kaufen und Mütter die Kinder ungefönt aus dem Haus schicken" sind schuld an der Misere:
Die Sparwut lässt sich bereits deutlich in Zahlen ablesen: Die Deutschen haben im ersten Halbjahr dieses Jahres 279 Milliarden Kilowattstunden weniger gezapft als im Vorjahreszeitraum, meldet der Verband der Elektrizitätswirtschaft. Das entspricht einem Rückgang von 1,1 Prozent. Dieser Wert wiegt umso schwerer, als die Zahl der Elektrogeräte in den Haushalten rasant steigt und die Konjunktur brummt, was den Industrieverbrauch in die Höhe schnellen lässt. Selbst Experten können sich nicht erinnern, wann es einen solch starken Rückgang schon einmal gegeben hat.
Wenn wir also immer weniger Strom verbrauchen, dann müssen die Versorger ihre Fixkosten auf weniger umlegen und schon steigt der Preis (wie bei Müll und Wasser zu beobachten)?
Die Energieanbieter, genauer ihre Aktionäre, treiben dagegen keine Kosten, sondern eine Renditegier, die man zu Recht unverschämt nennen darf [...] [man argumentiert] mit höheren Beschaffungskosten, dabei bezieht [Eon] seinen Strom zumeist aus längst abgeschriebenen eigenen Atom- und Kohlekraftwerken. Und [Eon] verweist auf die steigenden Preise an der Strombörse EEX, obwohl dort nur 15 Prozent des Stroms gehandelt wird und Eon und RWE den Kursverlauf mit ihren Volumina dominieren.
Den Anbieter zu Wechseln, bringt es im Zweifel nicht, denn viele der großen Energieversorger haben "Billig-Töchter" gegründet: "E wie Einfach" (Eon), Yello (EnbW)
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Auch das Handelsblatt setzt sich mit dem Thema wer an den Preiserhöhunge schuld ist und ob sie gerechtfertigt sind auseinander. (Eon kann sich schwer rausreden, 17.10.07)