Autoren-Archive: Ingrid

Über Ingrid

Ingrid Beckmann ist Diplom-Informatikerin mit einem grünen Herz. Ihr technischer Kopf wünscht allerdings, dass Öo-Entscheidungen sich amortisieren.

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In Oslo dürfen Elektroautos die Busspur mitbenutzen und kostenlos Parken. Das ist Anreiz genug, dass bereits 1000 Bewohner der Stadt eines der kleinen Elektroautos "Think" bestellt haben. Das Fahrzeug wurde Ford entwickelt und verworfen und von der Firma "Think" weiterentwickelt.

Die Zahlen:

  • 25.000 Euro Preis
  • Miete für den Akku 156 Euro
  • Reichweite 180km
  • Maximale Geschwindigkeit 100km/h
  • Frei "tanken" beim örtlichen Energieversorger

Ich habe das mal mit unserem Rechner für den Autoneukauf durchkalkuliert (im Vergleich zum Kauf eines Kleinwagens). Selbst wenn man für null Euro tanken kann, amortisiert sich das teure Gefährt erst in 15 Jahren und 8 Monaten (gerechnet mit 30.000km Jahreslaufleistung).

Natürlich sind die Vorteile (Fahren auf der Busspur, kostenlos Parken) nicht einrechnenbar.... Für die 1000 war es wohl klar.

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Quelle: Wirtschaftswoche 40, 1.10.07, Seite 137

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Energynet hat ein Video über deutsche Solarfirmen und den Erfolg ihrer Photovoltaik-Technik auch im Ausland gefunden (Video bei Energynet).

Das Video ist ein Werbefilm (inklusive Symphonie-Orchester im Hintergrund) aber die Bilder und Zahlen sind sehr beeindruckend.

  • Das weltgrößte Solarkraftwerk in Spanien hat 20 MW
  • Es produziert genug Strom für 12.000 Haushalte
  • Verbaut wurden 6 Millionen Zellen aus Bitterfeld
  • In Bitterfeld und bei Tochterfirmen entstehen zur Zeit 1000 neue Jobs im Jahr
  • Die Solarbranche hat schon 40.000 Beschäftigte (das sind mehr als es im gesamten Ruhrgebiet Bergmänner gibt (Quelle))

Das Video macht für den Erfolg hauptsächlich das EEG verantwortlich. Dadurch seien sehr günstige Rahmenbedinungeng geschaffen worden, die sogar ausländische Investoren ins Land holen würden (im Rahmen der Förderung wurde und wird auch kräftig geforscht).

Outsourcing nach Deutschland!

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Update 25.4.09: Jetzt ist dieser Punkt auch in den USA erreicht: Mehr Mitarbeiter in der Windkraft-Industrie als im Bergbau! (Sightline)

Dass Deutschland schon in diesem Jahr die versprochenen Ziele des Kyoto-Protokolls erreichen könne, nämlich eine 21% Reduktion der Emissionen im Vergleich zu 1990, steht in der Online-Ausgabe der FAZ (7.11.07).

Allerdings wirft der Artikel mehr Fragen auf, als er beantwortet. Die Begründung für die schnelle Erreichung der Ziele ist, dass in Deutschland in diesem Jahr der Energieverbrauch um 7,5% gesunken ist.
Wie kommt das? Warum ist der Energieverbrauch gesunken, obwohl die Wirtschaft gewachsen ist? Sind wir wirklich so effizient geworden? Dürfen wir uns wirklich schon auf die Schultern klopfen? Was sagt Ihr?

Andere Presse (Süddeutsche) weiss auch nicht mehr und auf der Homepage der Germanwatch-Leute steht auch nichts genaueres.