Autoren-Archive: Ingrid

Über Ingrid

Ingrid Beckmann ist Diplom-Informatikerin mit einem grünen Herz. Ihr technischer Kopf wünscht allerdings, dass Öo-Entscheidungen sich amortisieren.

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obs/METRO Group: NRW-Bauminister Wittke weiht Photovoltaik-Anlage ein / METRO Cash & Carry-Großmarkt mit SolardachDie Metro in Düsseldorf macht es wie Google (wir berichteten) und benutzt das große Flachdach für Photovoltaik. Gestern wurde die Großanlage vom nordrhein-westfälischen Minister für Bauen und Verkehr, Oliver Wittke eingeweiht.

Zur Anlage werden auch Zahlen herausgegeben (freut uns immer):

  • Gesamtleistung 230 kWp
  • ca 200.000 kWh Strom pro Jahr
  • Kollektorfläche 9.200 m2 (etwa ein Fußballfeld)
  • Dünnschicht-Solarzellen-Technologie
  • CO2-Einsparung 111 Tonnen pro Jahr
  • Die Photovoltaik-Anlage liefert 365 Tage im Jahr Strom.

Die Dünnschicht-Solarzellen-Technologie erlaubt, dass die Module als eine Art flexible Folie direkt auf das Dach aufgebracht
werden können.

Teure und die Gebäudekonstruktion belastende Trägerkonstruktionen sind nicht mehr nötig. Gut die Hälfte der Kollektorfläche ist mit diesen Solarpanelen der neusten Generation ausgestattet.

(Deshalb lehnen die drei Herren auf dem Bild wohl an einer Ständerkonstruktion der anderen Hälfte?)

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Quelle: Presseportal.de, Metro Group (Bild: obs/METRO Group), 23.10.07

Sprit aus Abfall statt aus Lebensmitteln, dafür plädiere ich nicht alleine: Die Biotherm Technologie AG präsentiert in ihrer Pressemitteilung ein patentiertes Verfahren, das von der deutschen Clyvia Technology GmbH in Wegberg entwickelt wurde. Es basiert auf der fraktionierten Depolymerisation, einem Prozess, der dem Cracken von Rohöl ähnelt. Bei einer Temperatur von 400 Grad Celsius (deutlich weniger als bei herkömmlichen Spaltverfahren wie der Pyrolyse) werden lange Kohlenwasserstoffketten gespalten, die anschließend verdampfen und sich in einem Kondensator als Dieselöl niederschlagen.

"Betriebswirtschaftlich gesehen ist die Technologie sowohl für private und öffentliche Entsorgungsfirmen als auch für Industrie- und
Gewerbebetriebe interessant", so Christopher Stampfli, designierter Direktor des Unternehmens aus Schaffhausen. "Ob für den eigenen Fuhrpark oder im Weiterverkauf - die Gewinnspanne ist garantiert und der Nachschub an Rohmaterial in jedem Fall gesichert. Darüber hinaus entspricht das neue Verfahren - durch einen sorgfältigen Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen - ganz dem Sinne des Umweltgedankens."

Es lohnt sich: Mit dem neuen Verfahren läasst sich ein mit Mineralöl identisches Produkt um 40 Prozent günstiger herstellen. Das bedeutet einen Preisvorteil von 25 Cent - pro Liter. Auch die Abfälle, aus denen das Produkt hergestellt wird, sind vorhanden:

11,6 Mio. Tonnen Kunststoffabfälle werden bislang nicht genutzt

Das sind keine erneuerbare Energien (der Klimablog des Handelsblatts erklärt den Unterschied zwischen Bio- und Erdgas) sondern immer noch Mineralölprodukte. Doch statt als Plastikabfall in 1000en Jahren zu verrotten oder in Müllverbrennungsanlagen verheizt zu werden (sorry), wird aus Plastik hier direkt wieder Diesel!

Quelle: Presseportal 23.10.07 Clyvia Technology GmbH und Biotherm Technologie AG

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Das KFW Programmbündel "Energieeffizientes Bauen und Sanieren" (CO2-Gebäudesanierung, Wohnraum Modernisieren (ÖKO-PLUS-Variante) und Ökologisch Bauen) waren äußerst erfolgreich:

  • Investitionen in Höhe von 12 Mrd. EUR wurden angestoßen
  • dauerhafte Reduzierung des CO2-Ausstosses von jährlich über 1 Mio. Tonnen
  • 220.000 Arbeitsplätze wurden in der mittelständischen Bauwirtschaft und im Handwerk in Deutschland gesichert

"Die Ergebnisse der Studien zeigen, dass mit den Programmen aus dem Bereich "Energieeffizientes Bauen und Sanieren" eine dreifache Rendite verbunden ist: Erstens wird der Ausstoß schädlicher Treibhausgase deutlich vermindert: Das schützt das Klima! Zweitens wird der Verbrauch teurer fossiler Brennstoffe wie Öl und Erdgas reduziert: Das reduziert wiederum die Energiekosten der Haushalte und macht Deutschland unabhängiger von sich stetig verteuernden Öl- und Gasimporten. Drittens regen die Sanierungsmaßnahmen die heimische Nachfrage an: Das schafft neue Arbeitsplätze speziell im mittelständisch geprägten Handwerk", sagte Ingrid Matthäus-Maier, Vorstandssprecherin der KfW Bankengruppe.

Quelle: Presseportal 23.10.07, KWF