Bauen und Renovieren

Auch wenn die Wände oder das Dach Ihres Hauses gedämmt sind, stellt sich für manchen Hausbesitzer die Frage: Wie verhindere ich einen Energieverlust durch die Fenster? Laut Pressemitteilung der Initiative ProHolzfenster e.V. beim PR-Portal openPR gehen innovative Holzfensterhersteller einen Schritt weiter: mit „heizenden Fenstern“ soll man sogar heizen können.

Die Idee des „heizenden Fensters“ oder Ventilationsfensters kommt aus dem 18. Jahrhundert. Wörtlich heißt es in der Pressemitteilung:

Sie nutzt ein Prinzip, bei dem die im Zwischenraum eines Kastenfensters die von der Sonne oder dem Gebäude selbst erwärmte Luft in den Raum (zurück-)geführt wird. Neu ist jedoch ein patentiertes Ventil, das die vorgewärmte, frische Luft dosiert an die Innenräume abgibt – oder bei genügend Innenwärme wieder nach draußen leitet. Verglichen mit einfach verglasten Häusern kann man mit Ventilationsfenstern einen Energiegewinn von etwa 300 kWh pro Jahr erzielen. Eine kostenlose, zusätzliche Heizung und gleichzeitig ein Lüftungssystem für das ganze Haus!

Um Energie zu sparen ist bei den Fenstern wesentlich: mehr Wärmedämmung, mehr Schalldämmung und mehr Lichteinfall: z. B. bei Verbundfenstern mit geklebter Isolierglasscheibe, ganz im Mauerwerk versteckten Blendrahmen und sehr schmalen Flügelrahmen, die mit immer niedrigeren Uw-Werten (Wärmeverlust) Passivhausstandard erfüllen können; oder das patentierte „Revo“-Fenster eines Herstellers, bei dem der Holz-Flügelrahmen komplett hinter der Wand verschwindet, so dass von außen nur noch das Glas zu sehen ist. Die Holzrahmen sind so vor Witterung geschützt.

Aber auch bei sichtbaren modernen Holzfenstern sind dank neuer Techniken in der Herstellung und der Oberflächenbeschichtung zehn Jahre und mehr bis zur nächsten Pflege drin.

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Wie man sieht, sind Ideen aus vergangenen Jahrhunderten gar nicht so schlecht: Da die Energiegewinnung damals viel aufwändiger war, hat man sich viel mehr Gedanken darum gemacht, Energie zu sparen oder vorhandene Energiequellen (Sonne) direkt zu nutzen.

Auf denselben Zug "energetische Sanierung" steigt die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena): "Technisch ist es heute problemlos möglich, den Energieverbrauch eines durchschnittlichen Wohnhauses durch eine geschickte Sanierung um etwa 85 Prozent zu senken", sagt Felicitas Kraus, Bereichsleiterin Energieeffizienz im Gebäudebereich der dena. In sieben Schritten stellt der Sanierungsfahrplan der dena vor, was zu beachten ist:

  1. Energieberater einschalten
  2. Finanzierung und Förderung planen
  3. Sanierungsmaßnahmen festlegen und Fachleute einbeziehen
  4. Angebote einholen und Kompetenz prüfen
  5. Bauverträge abschließen und Ausführung verfolgen
  6. Abnahme protokollieren und Technik erklären lassen
  7. Energieverbrauch beobachten

Genauere Informationen zur energieeffizienten Sanierung und zur Förderung sowie eine Datenbank mit Energieberatern vor Ort kann man nachlesen auf www.zukunft-haus.info. Desweiteren gibt es da auch Informationsbroschüren und digitale Medien mit Ratschlägen, Finanztipps und Checklisten. Hier erfahren sie auch: "Je mehr Maßnahmen Sie miteinander kombinieren, desto größer ist das Potenzial für die Einsparung von Energiekosten." Zusätzliche Förderungen für die optimale Sanierung des Wohnhauses bietet das "dena-Modellvorhaben".

Natürlich wollen wir vom Energiespar-Rechner.de, dass sich so ein Sanierungsvorhaben auch rechnen kann: deswegen sollte man bedenken, dass nicht nur Energie und Energiekosten gespart werden, auch der Wert der Immobilie erhöht sich.

Der Heimwerkerblog schreibt über hilfreiche Bauherrenberater.

Denn Maßnahmen wie: Fassade dämmen, neue Fenster einbauen, das Dach sanieren, können verpuffen, wenn nicht gleichzeitig Wärmelöcher wie die Kellerdecke, Heizungsrohre und andere geschlossen werden.

Auch wenn man hier mit etwas Verstand schon weiter kommt (wenn man die Fassade saniert, kann man auch gleich die Dämmung machen, dann benötigt man nur ein Gerüst), empfiehlt es sich, einen unabhängigen Berater (z.B. vom Bauherren-Schutzbund e.V) einzuschalten,
damit der Bauherr/die Bauherrin nach der Sanierung nicht mit deutlich weniger Einsparungen leben müssen, oder sogar Schäden am Haus enstehen.