Heizen

Das Magazin Reader's Digest gibt in seiner August-Ausgabe unter dem Motto "Das Umwelt-ABC" zahlreiche Tipps, wie man Energie sparen kann.

Diese Tipps für mehr Energiebewusstsein beziehen sich auf Lebensbereiche von "A" wie Auto bis "Z" wie Zeitschaltuhr. Einige Ratschläge sind nicht neu, aber die Zahlen (Prozente Ersparnis oder Mehrkosten) verblüffen doch immer wieder, z.B. bzgl. Strom:

  • den Braten oder Kuchen beim Backen im Ofen am besten durch die Scheibe in der geschlossenen Backofentür beobachten, da bei jeder Kontrollöffnung rund 20 Prozent der Wärme verloren gehen;
  • den Ofen nach längerem Backen zehn Minuten vor Ende der empfohlenen Backzeit abschalten, da die Restwärme zum Fertiggaren reicht;
  • beim Kochen den Deckel auf den Topf drauf, spart jedes Mal bis zu 75 Prozent Energie. Der Topf sollte möglichst genau auf die Herdplatte passen;
  • Eier oder Kartoffeln mit wenig Wasser kochen. Größere Wassermengen (Nudelwasser) werden am günstigsten im Wasserkocher erhitzt, usw...

Übers Jahr gerechnet entstehen so zahlreiche Sparpotenziale, wenn man im Haus oder in der Wohnung ein bisschen Wasser, Strom, Benzin oder Heizöl spart. Die August-Ausgabe von Reader's Digest Deutschland ist aktuell an zentralen Kiosken erhältlich oder Sie können hier das Umwelt-ABC lesen.

Auch wenn die Wände oder das Dach Ihres Hauses gedämmt sind, stellt sich für manchen Hausbesitzer die Frage: Wie verhindere ich einen Energieverlust durch die Fenster? Laut Pressemitteilung der Initiative ProHolzfenster e.V. beim PR-Portal openPR gehen innovative Holzfensterhersteller einen Schritt weiter: mit „heizenden Fenstern“ soll man sogar heizen können.

Die Idee des „heizenden Fensters“ oder Ventilationsfensters kommt aus dem 18. Jahrhundert. Wörtlich heißt es in der Pressemitteilung:

Sie nutzt ein Prinzip, bei dem die im Zwischenraum eines Kastenfensters die von der Sonne oder dem Gebäude selbst erwärmte Luft in den Raum (zurück-)geführt wird. Neu ist jedoch ein patentiertes Ventil, das die vorgewärmte, frische Luft dosiert an die Innenräume abgibt – oder bei genügend Innenwärme wieder nach draußen leitet. Verglichen mit einfach verglasten Häusern kann man mit Ventilationsfenstern einen Energiegewinn von etwa 300 kWh pro Jahr erzielen. Eine kostenlose, zusätzliche Heizung und gleichzeitig ein Lüftungssystem für das ganze Haus!

Um Energie zu sparen ist bei den Fenstern wesentlich: mehr Wärmedämmung, mehr Schalldämmung und mehr Lichteinfall: z. B. bei Verbundfenstern mit geklebter Isolierglasscheibe, ganz im Mauerwerk versteckten Blendrahmen und sehr schmalen Flügelrahmen, die mit immer niedrigeren Uw-Werten (Wärmeverlust) Passivhausstandard erfüllen können; oder das patentierte „Revo“-Fenster eines Herstellers, bei dem der Holz-Flügelrahmen komplett hinter der Wand verschwindet, so dass von außen nur noch das Glas zu sehen ist. Die Holzrahmen sind so vor Witterung geschützt.

Aber auch bei sichtbaren modernen Holzfenstern sind dank neuer Techniken in der Herstellung und der Oberflächenbeschichtung zehn Jahre und mehr bis zur nächsten Pflege drin.

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Wie man sieht, sind Ideen aus vergangenen Jahrhunderten gar nicht so schlecht: Da die Energiegewinnung damals viel aufwändiger war, hat man sich viel mehr Gedanken darum gemacht, Energie zu sparen oder vorhandene Energiequellen (Sonne) direkt zu nutzen.

Nach einem Bericht der ASUE (Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e. V.) sind Heizung- und Warmwasserbereitungen mit 90% des Energiebedarfs die „Energie-Großverbraucher“ im Haushalt
Beim Heizen wurde in den letzten Jahrzehnten stark gespart (durch Modernisierung und Dämmung), beim Warmwasserverbrauch hingegen nicht:

Tägliches Duschen ist für die meisten Menschen eine Selbstverständlichkeit.

Die ASUE empfiehlt deshalb Wassersparduschen statt herkömmlicher Duschköpfe: damit kann man statt 16 bis 20 Liter 12 bis 15 Liter verbrauchen (40% Ersparnis). Gespart wird dadurch doppelt, denn nicht benötigtes Wasser wird auch nicht erhitzt.

Auch wenn ASUE empfiehlt statt Energiesparlampen neue Duschköpfe zu kaufen, warum nicht beides tun? Ein solcher Duschkopf kostet laut der Pressemitteilung nur rund 17 Euro und hält länger (will man wirklich länger als 10 Jahre mit dem gleichen Duschkopf....).