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Die Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e. V. (ASUE) berichtet, dass Heizung- und Warmwasserbereitungen die „Energie-Großverbraucher“ im Haushalt sind (90 Prozent des gesamten Haus-Energiebedarfs). Während bei Heizungen der Energieverbrauch dank vielseitiger Energiesparmaßnahmen gesunken ist, wächst der Energiebedarf für Warmwasser. Denn tägliches Duschen ist für die meisten Menschen eine Selbstverständlichkeit. Rund 130 Liter Trinkwasser verbraucht der Deutsche im Durchschnitt täglich, davon ca 50 Liter zum Duschen. Dabei kann jeder recht einfach Wasser, CO2 und Geld sparen.

Vor allem für die elektrische Warmwasseraufbereitung werden große Mengen CO2 bei der Stromproduktion ausgestoßen. Beim Duschen wird mit Standardduschköpfen 16- 20 Liter Warmwasser pro Minute benötigt. Eine Wasserspardusche senkt den Wasserverbrauch beim Duschen um bis zu 40 Prozent. Viel wichtiger: Das eingesparte Wasser muss nicht mehr erhitzt werden und erspart rund 656 Kilogramm CO2 im Jahr, das ca. doppelt so viel CO2 Einsparung wie eine Umrüstung auf Energiesparlampen bedeutet. Wassersparduschen kosten ca. 17 Euro und haben eine lange Lebensdauer.

Fazit: Wer Wasser spart, spart auch die Energie für dessen Erwärmung! Das gilt auch für Waschmaschinen, Spülmaschinen, usw.

1 Kommentar

Der Heimwerker-Blog berichtet von einer einfachen Möglichkeit Energie (und Geld) zu sparen, indem man Kleinspeichergeräte (kleine Warmwassererhitzer mit Speicher) durch winzige Durchlauferhitzer ersetzt.

Die Argumentation ist, dass der Kleinspeicher unnötige Energie verbraucht, weil er immer Warmwasser vorhält, obwohl dies im Gästeklo selten (vielleicht nur einmal am Tag) benötigt wird.

Teile der Rechnung: ein solcher Durchlauferhitzer kostet zwischen 80 und 160 Euro. Wenn er wie im Heimwerker-Blog verprochen ca. 14 Eur im Jahr spart, dann dauert es 6 Jahre, bis sich diese Investiton amortisiert hat.

Anders sieht es bei der Neuinstallation aus: die Kleinspeicher kosten in etwa das gleiche. D.h. wenn man die Wahl hat, kann man gleich zum Durchlauferhitzer greifen.

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Ich vermute, dies gilt nur, wenn man tatsächlich nur sehr selten und wenig Warmwasser benötigt.

Das Magazin Reader's Digest gibt in seiner August-Ausgabe unter dem Motto "Das Umwelt-ABC" zahlreiche Tipps, wie man Energie sparen kann.

Diese Tipps für mehr Energiebewusstsein beziehen sich auf Lebensbereiche von "A" wie Auto bis "Z" wie Zeitschaltuhr. Einige Ratschläge sind nicht neu, aber die Zahlen (Prozente Ersparnis oder Mehrkosten) verblüffen doch immer wieder, z.B. bzgl. Strom:

  • den Braten oder Kuchen beim Backen im Ofen am besten durch die Scheibe in der geschlossenen Backofentür beobachten, da bei jeder Kontrollöffnung rund 20 Prozent der Wärme verloren gehen;
  • den Ofen nach längerem Backen zehn Minuten vor Ende der empfohlenen Backzeit abschalten, da die Restwärme zum Fertiggaren reicht;
  • beim Kochen den Deckel auf den Topf drauf, spart jedes Mal bis zu 75 Prozent Energie. Der Topf sollte möglichst genau auf die Herdplatte passen;
  • Eier oder Kartoffeln mit wenig Wasser kochen. Größere Wassermengen (Nudelwasser) werden am günstigsten im Wasserkocher erhitzt, usw...

Übers Jahr gerechnet entstehen so zahlreiche Sparpotenziale, wenn man im Haus oder in der Wohnung ein bisschen Wasser, Strom, Benzin oder Heizöl spart. Die August-Ausgabe von Reader's Digest Deutschland ist aktuell an zentralen Kiosken erhältlich oder Sie können hier das Umwelt-ABC lesen.