Haushalt

Energiespar-Wettbewerb: der dritte Verbrauchstest in der Küche

Für die Wohnungsbegehung im Rahmen des Energiespar-Wettbewerbs haben wir den Stromverbrauch in folgenden Räumen untersucht:

  1. Januar - Wohnzimmer
  2. Februar - Büro
  3. März - Küche

Wohnungsbegehung im April - Küche III

Bisher haben wir folgende Geräte untersucht:

Weitere Geräte, deren Stromverbrauch wir unter die Lupe nehmen sind Kaffeevollautomat, Toaster, elektrisches Messer, Mixer.

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Kaffeevollautomat - ein Verbrauchstest

Der Automat ist 1 Jahr alt und in den technischen Daten steht ein Stromverbrauch von 1350 Watt. Das werden wir beim Verbrauchstest mit einem Messgerät überprüfen. Ich habe den Stecker des Kaffeeautomats in das Messgerät gesteckt und dieses wiederum in die Steckdose.

  • Schritt 1: Der Automat ist aus und die Anzeige zeigt 0 Watt. Nach 24 Stunden im Standby war der angezeigte Gesamtverbrauch 0,00 kWh, also kein Verbrauch.
  • Schritt 2: Ich schalte es ein, es folgt das Aufheizen und ein Reinigungsprozess mit heißem Wasser, die Leistungsaufnahme ist zwischen 300-1350 Watt. Gesamtverbrauch für das Einschalten: ca. 20 Wattstunden (Wh) oder 0,02 kWh. Allein schon wegen der langen Einschaltprozedur und wegen des Stromverbrauchs dafür, ist der Automat ständig an. Ist das jetzt sparsam?
  • Schritt 3: Ich lasse nacheinander 2 große Tassen Kaffee zubereiten (Kaffee mahlen und aufbrühen). Die Leistungsaufnahme 100-1325 Watt und der Gesamtverbrauch für 2 Tassen ist 30 Wh (0.03 kWh), d.h. 15 Wh pro Tasse.
  • Schritt 4: Bei jedem Ausschalten reinigt sich der Automat kurz mit heißem Wasser und hat eine Leistungsaufnahme von 30 Watt. Der Gesamtverbrauch ist aber nur geringfügig (kleiner als 10 Wh), da die Anzeige sich nicht ändert.
  • Schritt 5: Was kostet der tägliche durchschnittliche Gebrauch des Kaffeeautomats? Nach 6,5 Stunden Betrieb und 13 Tassen Kaffee beträgt der Gesamtverbrauch am Tag 0,28 kWh (280 Wh). Davon waren 195 Wh für Kaffee zubereiten, 20 Wh für Ein-/Ausschalten und 65 Wh Standby (also ca. 10 Watt pro Stunde). Hätten wir den Automat 13 mal an- und ausgemacht, hätte er nur dafür 260 Wh gebraucht und hätte 65 Wh Standby eingespart. Dann hätte wir 455 Wh statt 280 Wh verbraucht.
Was habe ich gelernt?

Es klingt komisch, aber: Ich halte den Automat im Standby, weil es weniger kostet als etliche Male ein- und auszuschalten. Wenn Sie den Kauf eines Kaffeevollautomaten planen, achten Sie darauf, dass kein stromintensives Ein- und Ausschalten stattfindet, sonst sehen Sie sich genötigt, das Gerät im Standby zu betreiben, was schließlich auch Geld kostet.

Wenn man sich im Handel umsieht, gibt es selten Angaben zum Energieverbrauch. Bei 17 untersuchten Kaffeeautomaten eines Internethändlers haben genau fünf ihre Leistungsaufnahme in der Produktbeschreibung angegeben. Wenn Sie bei Kaffeeautomaten Energie sparen wollen, wählen Sie 15 bar Pumpendruck (ab ca. 1200 Watt Leistungsaufnahme) statt 19 bar (ab ca. 1350 Watt). Und Siebträger verbrauchen weniger Strom (z.B. 950 Watt bei 15 bar Pumpendruck) als Vollautomaten und bereiten auch einen Kaffee mit "Crema".

Toaster, Mixer, elektrisches Messer - ein Verbrauchstest

Der Toaster ist 1,5 Jahre alt, der Mixer 20 Jahre und das elektrische Messer ca. 10 Jahre alt. Mit dem Messgerät messe ich folgenden Stromverbrauch:

  • Im Standby haben sie alle keinen Verbrauch.
  • Die Leistungsaufnahmen liegen bei 790 Watt (Toaster), 75-100 Watt (Mixer von Stufe 1-3) und 75 Watt (elektrisches Messer)
  • Der Toaster verbraucht 20 Wh für das Toasten zweier Brotscheiben, der Mixer 10 Wh für Eischnee-Steifschlagen von 5 Eiweiß, das Messer nach einer Minute schneiden geringfügig (Anzeige 0,00 kWh beim Gesamtverbrauch, die dritte Stelle hinter dem Komma wird bei diesem Gerät nicht angezeigt).
  • Was kostet der tägliche durchschnittliche Gebrauch? Der Toaster verbraucht 20 Wh (für 2 Toastbrote). Mixer und elektrisches Messer werden selten eingesetzt.

Was habe ich gelernt?

Bei Mixer und elektrischem Messer sehe ich kaum Sparmöglichkeiten, da man sie seltener und nicht allzu lange einsetzt. Das hängt aber im Wesentlichen davon ab, wieviel Sie backen (oder schneiden), also von Ihrem Nutzerverhalten.

Außerdem: Heutige Mixer/Handmixer/Küchenmaschinen haben einen höheren Verbrauch, sind aber schneller mit dem Teigrühren oder Eischlagen fertig. Die meisten Toaster (inkl. Sandwich-Toaster) verbrauchen zwischen 800-1500 Watt. Kleine Toaster dürfen nicht mehr als 800 Watt, Langschlitztoaster nicht mehr als 1000 Watt an Leistung aufnehmen.

Bei der Auswertung des Energiespar-Wettbewerbs dieses Monats fällt auf: fünf Teilnehmer haben Energie gespart (zum Teil deutlich), zwei haben ihren Verbrauch wieder erhöht.

  • Gewinner dieses Monats ist axel mit 25% Ersparnis
  • gefolgt von Cartwitzhecht mit 20% Ersparnis
  • Wallrabenstraße, Goldy und Knubbel haben jeweils um die 5% gespart

Die Teilnehmer mit Mehrverbrauch haben beide um die 15% mehr Strom verbraucht.

Auswertung des ersten Quartals

Da wir nun von einigen Teilnehmern Daten über vier Monate haben (Dezember bis März), wollen wir auch eine Auswertung über das erste Quartal machen (wir vergleichen März mit Dezember). Dies erscheint uns aussagekräftiger, weil diejenigen, die schon am Anfang stark gespart haben, sich in der Summe trotzdem noch messen wollen und weil wir starke Schwankungen abmildern wollen.

  • Carwitzhecht gewinnt auch die Quartalsauswertung mit 20% Ersparnis
  • gefolgt von Goldy mit 15% Ersparnis
  • und Knubbel mit 10%
  • Wallrabenstraße hat seinen Verbrauch im Vergleich zum Dezember um 20% erhöht.

Wir bitten Sie wieder einen Kommentar abzugeben, woran es wohl gelegen hat!
(Von einem Teilnehmer haben wir schon gehört, dass die Familie einfach in Urlaub war und vorher schon weniger gebadet wurde).

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Die ersten Grundgedanken haben Sie sich im ersten Teil nun schon beantwortet und bestimmt warten Sie bereits auf die Frage „Und was kostet mich das?“. Deshalb kommen hier weitere Fragen hinsichtlich der Ökonomie eines Neubaus:

Öknomisches

  • Wie hoch ist mein Eigenkapital?
  • Wie viel Geld gibt mir meine Bank?
  • Stecke ich mir unabhängig vom Bankgespräch eine persönliche Höchstgrenze der monatlichen Belastung?
  • Welche Lebensfreiräume sind mir ebenfalls wichtig? Urlaub, Hobby,…
  • Ist mir der Wiederverkaufswert sehr wichtig?
  • Wie lange will ich in diesem Haus leben?
  • Wie hoch darf meine finanzielle Belastung jetzz, in 10-15-20 Jahren sein?
  • Nehme ich öffentliche Mittel in Anspruch?
  • Möchte ich Eigenleistung einbringen? Tapezieren, Bodenverlegen, Trockenbau, Außenanlagen, …
  • Wie viel Zeit kann ich dafür einsetzen?
  • Auf welche Helfer kann ich mich fest verlassen?
  • Welche Rolle spielt bei mir das Preis-Leistungsverhältnis? Bin ich eher ein Schnäppchentyp und gehe dafür auch begrenzte Risiken ein? Möchte ich das RundumSorglosPaket mit Kostensicherheit haben?

Hauskonzept

Hand in Hand gehen diese Fragen mit den nächsten, die sich mit den baulichen Anforderungen und dem Hauskonzept beschäftigen:

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  • Möchte ich in einer Umgebung leben, die stadtnah angebunden ist oder auf dem Land?
  • Welche Infrastruktur ist mir wichtig? Einkaufsmöglichkeiten, Kindergärten, Schulen, Arbeitsplatz, Freizeitan- und Kulturangebote, Nähe des Freundes-/Verwandtenkreises…?
  • Möchte ich ökologische Baustoffe verbauen?
  • Ist eine barrierefreie Planung gewünscht?
  • Habe ich Spaß, mein Haus zu entwickeln? Wer kann mich dabei unterstützen?
  • Suche ich etwas ganz individuelles, an dem ich meine Ideen und Wünsche verwirklichen kann? oder
  • Suche ich eine bestehende Immobilie, in die ich möglichst schnell einziehen kann?
  • Habe ich ausgeprägte Hobbys, die viel Platz und ganz bestimmte bauliche Anforderungen haben? Schlagzeugspielen, Tischtennis, Werkstattarbeiten, Malen…
  • Mit welchen Möbeln möchte ich umziehen? Welche Dinge werden neu angeschafft?
  • Welche Architektur spricht mich an?
  • Wie gut ist meine Vorstellungskraft, von Plänen auf das spätere Haus zu schließen?
  • Möchte ich mir ein Modell bauen lassen, an dem ich Entscheidungen leichter treffen kann?
  • Welche Bauweisen kommen für mich in Frage? Massivbau? Holzbau? Fertighäuser?

Im letzten Fragenteil unserer Serie erwartet Sie das Thema Energiesparen beim Neubau.