Schlagwort-Archive: Energie sparen

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Vielleicht gehöre ich zu denen, die sich nicht so leicht von alten Sachen trennen. Ich habe eine zehn Jahre alte Küche mit eben so alten Elektrogeräten. Und es fällt mir schwer, mich ohne weiteres von diesen Elekgrogeräten zu trennen. Auch wenn ich vermute, dass es mittlerweile Elektrogeräte für die Küche gibt, die mehr Energie sparen als meine.

Eher zufällig bin ich dann auf eine andere weniger kapitalintensive Möglichkeit gestoßen, Energie zu sparen. Das war mir aber zu dem Zeitpunkt noch nicht so klar: ich habe ein Angebot für ein Set von Edelstahl-Kochtöpfen mit sogenanntem Sandwichboden für ca. 60 Euro gesehen. Und da meine 20 Jahre!!! alten Emaille-Töpfe nicht mehr so ansehnlich aussahen, hatte ich schon längere Zeit mit neuen Kochtöpfen geliebäugelt. Also kaufte ich die Edelstahltöpfe mit Sandwichboden (hier handelte es sich um in Edelstahl eingefasstes Aluminium).

Und siehe da: Früher brauchte der Topf aus Emaille 15 Minuten um Wasser für ca. 3 Portionen Nudeln auf einem Glaskeramik-Kochfeld mit Infrarot auf der maximalen Stufe 3 (es gibt 3 Hauptstufen und 3 Zwischenstufen) zum Kochen zu bringen. Jetzt brauche ich zwischen 7,5 und 8 Minuten. Früher habe ich nach dem Aufkochen die Herdplatte für ca. 1 Minute ausgemacht und immer mal wieder den Deckel abgemacht, damit das Wasser nicht überkochte. Heute muss ich das für ca. 3 Minuten machen. Früher habe ich die Nudeln auf Hauptstufe 1 für weitere 7 Minuten gekocht. Heute sind das nur 5 Minuten auf Zwischenstufe 0,5. Die angepriesene optimale Wärmeverteilung ist zumindest für einen E-Herd mit Glaskeramik gegeben.

Was habe ich jetzt gespart? Ich weiss nicht, wieviel kWh eine Herdplatte bei welcher Stufe verbraucht. Und mein Herd steckt nicht in der Steckdose, sonst könnte ich mein Messgerät benutzen. Durchschnittliche Verbrauchsangaben für Herd und Ofen gibt es, aber keine genauen für meine kleine Herdplatte in Stufe x.

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Beim Bund der Energieverbraucher fand ich einen Anfangswert. Hier wird Stiftung Warentest 8/2004 zitiert, die verschiedene Kochfelder nach Preis, Energiekosten und Schnelligkeit verglichen hat.

Eine Glaskeramikplatte mit Infrarot brauchte 8 Minuten und verbrauchte 0,22 kWh, um 1,5 Liter Wasser zum Kochen zu bringen (wahrscheinlich bei maximaler Stufe). Ich brauche in etwa genau so viel Wasser für meine Nudeln. Pro Minute ist das ein Verbrauch von 0,0275 kWh bei Stufe 3. Ich habe also früher 0,4125 kWh zum Aufkochen gebraucht (Ersparnis heute: 0,1925 kWh). Ich unterstelle (linear gedacht) mal für Hauptstufe 1 einen Verbrauch von 0,00916 kWh/Minute und für Stufe 0,5 die Hälfte davon: 0,004583 kWh/Minute. Dann habe ich früher 0,06416 kWh in 7 Minuten und heute 0,022916 kWh in 5 Minuten verbraucht (Ersparnis: 0,041243 kWh).

Insgesamt spare ich heute fast 0,23375 kWh oder 233,75 Wh pro Nudelkochvorgang. Und Nudeln sind wirklich schnelle Küche. In 300 Tagen Lust auf Kochen sind das gute 70 kWh im Jahr. Bei ca 18 Cent/kWh sind das vielleicht nur 12,60 Euro, aber ich koche in der Regel mindestens zweimal länger und auf zwei Kochplatten. Also könnte ich auch das Vierfache nehmen: 280 kWh und 50,40 Euro gespart
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Und das ist es dann schon wert! Oder nicht?

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Gestern fragte ich mich, ob wir zu Silvester wieder Raclette essen wollen. Mit meiner mittlerweile unerlässlichen Energiesparbrille habe ich mal neugierig nachgeschaut, welchen Verbrauch mein 10 Jahre altes Raclette-Gerät mit Grill und 6 Pfännchen hat: 800 Watt. Ich wusste nicht, ob das viel oder wenig war und ob sich in den letzten Jahren hinsichtlich sparsamerer Geräte was getan hat und schaute mich im Internet ein bisschen um.

Alle von mir gefundenen vergleichbaren Geräte (Grill und 6 Pfännchen) hatten nicht weniger als 800 Watt bis 1260 Watt (Verbrauch ca. 200 Watt/Pfännchen und 60 Watt/Grillplatte). Wenn Sie sich ein sparsames Raclette zulegen wollen, gibt es einige wenige Geräte mit einem Verbrauch von 800-850 Watt.

Neugierde trieb mich dazu nachzuschauen, wieviel die Raclette/Grill-Geräte mit 8 Pfännchen verbrauchen. Es gab ein einziges mit 920 Watt, das schon vergriffen war. Die sonstigen wenigen sparsamsten Geräte mit 8 Pfännchen fangen bei 1000 Watt an und gehen bis ca. 1400 Watt Verbrauch.

Interessant finde ich, dass die sparsamsten Geräte entweder vergriffen oder in geringen Stückzahlen noch zu bestellen sind. Vielleicht ist vielen von uns das Energiesparen viel wichtiger geworden. Und wahrscheinlich auch das damit verbundene Geld sparen.

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Nun beschäftigen wir uns schon seit fast einem Jahr mit Energie sparen und verteilen diese und jene kompetenten Ratschläge. Aus einer anfänglich privat nur gelegentlich angewandten Beschäftigung ist mittlerweile der Energiespar-Rechner mit seinen vielfältigen Rechnern zu Energiesparmaßnahmen und den vielen Nachrichten im Blog. Allmählich begleitet uns das Energiesparen in vielen alltäglichen Entscheidungen und wir sind für dieses Thema sensibilisierter geworden. Das ist wie ein eigenes Kind, das uns die eigenen Erziehungsregeln vor der Nase hält.

Apropos Kind: Meiner vierjährigen Tochter habe ich mit begleitender Kinderliteratur (Hörspiel-CD, Lieder-CD mit allen Playbacks und Buch: Eisbär, Dr. Ping und die Freunde der Erde ) erklärt, was alles im Haushalt Stromfresser sind. Und so standen wir in der Woche vor dem 1. Advent vor unseren beiden Kartons mit Adventsdekoration und wollten dekorationieren (Kindermund) und überlegten, was wir aufhängen. Worauf meine Tochter:

Mama, die Lichterketten sind doch auch Stromfresser, wenn sie immer brennen?

Was mich zu einer spontanen Ausnahmeregelung führte. Ich sagte meiner Tochter:

Was hältst du davon, wenn wir zu diesen Weihnachten die leuchtenden Ketten, die am wenigsten Strom verbrauchen, nur in den Räumen anbringen, in denen wir uns meistens aufhalten, also Küche, Flur und Wohnzimmer?

Und wir suchten uns drei nicht zu hell leuchtende Figuren und Ketten mit zusammen folgenden Verbrauch: 2,28 Watt/Stunde (0,84 Watt + 0,96 Watt + 0,48 Watt), also bei 5 Stunden/Tag ein Verbrauch von 11,4 Wh (0,0114 kWh) täglich. Und der Stromverbrauch ist in der Tat kaum gestiegen im Vergleich zur Zeit vor Weihnachten (also November: 14 kwh/Tag Gesamtverbrauch).

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In diesem Sinne wünschen wir allen eine besinnliche Weihnachtszeit.

Stichwörter: Weihnachten, Lichterkette, Strom sparen, Energie sparen, Kinder, Klimawandel.