Archive für den Monat: November 2008

Hier schreibt Bauingenieurin Tanja Hauptstock von holzhaus4u als Gastautorin. Mehr von ihren Artikeln.

Mein letzter Beitrag hat mit der Frage „Wie groß ist der tatsächliche Vorteil der Mineralwolle?“ geendet, und der wollen wir nun nachgehen.

Stellen wir uns als konkretes Beispiel ein Haus im Bungalowstil vor, das die Außenmaße 8m x 10m hat.
Dann ergibt sich eine Außenwandfläche von (2 x 10m + 2 x 8m) x 2,5m = 90 m².

Der bereits errechnete Wärmeverlust der Cellulose im Vergleich zur Mineralwolle liegt bei 0,018 W/(m²K). Bei 90m² Außenwand ergibt sich ein Nachteil von 90m² x 0,018 W/(m²K) = 1,62 W pro 1°C Temperaturdifferenz.

Gehen wir von einem Wintermonat aus, liegt die Temperaturdifferenz bei ca. 22° (innen 20°, außen -2°) und wir kommen auf 22 x 1,62 W = 35,6 W, die durch die „schlechter“ gedämmte Außenwand strömen. Bezieht man dies auf einen Tag, ergeben sich 35,6 W x 24h = 0,85 kWh pro Tag.

Nehmen wir an, es wird von Anfang November bis Ende März geheizt, entspricht das 151 Tagen mit jeweils 0,85kWh. In der Heizperiode spart uns die Mineralwolle demnach 128 kWh ein. Rechnet man das in Heizöl (ca. 10 kWh/l) um, kommen wir auf ca. 13 l Öl , die wir einsparen und zu Höchstzeiten dafür ca €13 weniger ausgeben.

Kommt Ihnen diese Ersparnis hoch vor?

Mit dieser Frage möchte ich unsere Beiträge zum Wärmeschutz schließen, denn nun können Sie sich ein eigenes Bild davon machen, welche Kennzahlen in Bezug auf Dämmung für Sie persönlich wichtig sind.

Neues Thema

Bestimmt haben Sie schon von KfW 40 und KfW 60 Häusern gehört. Was sich genau dahinter verbirgt, fasse ich in den nächsten Beiträgen zusammen.

2 Kommentare

Seit einiger Zeit lesen wir den Blog von WorldChanging und im September habe ich auch das Buch bestellt. WorldChanging besteht aus einer weltweiten Gruppe von Journalisten, Technikern und Kreativen, die alle möglichen Ideen gesammelt haben, wie man unsere Welt auf eine neue Basis bringen kann. Eine Basis, auf der wir alle in Wohlstand leben können, ohne unseren Planeten weiter zu zerstören.

Das Buch ist ein fetter Wälzer mit Tausenden von Ideen. Es ist aufgeteilt in die Kapitel:

  • Dinge
  • Wohnen
  • Städte
  • Gemeinschaft
  • Geschäft
  • Politik
  • Planet

Zu jedem dieser Mega-Themen gibt es viele Geschichten, Bilder, Ideen und Erklärungen. Es werden die häufigsten Begriffe erklärt (z.B. "Leapfrogging" - wie ein Frosch sollen Entwicklungsländer einfach Entwicklungsschritte überspringen und gleich mit modernster Technik beginnen). Erklärt werden auch Zusammenhänge, z.B. Globalisierung und Handel und ihr Einfluss auf unser Leben.

Wie nutzt man das WorldChanging Buch?

Das Buch versteht sich als "Benutzerhandbuch des 21. Jahrhunderts" mit seiner Sammlung an Ideen für eine bessere Benutzung unseres Planeten. Jeder Leser, jede Leserin soll Ansatzpunkte finden, ihr eigenes Leben besser zu gestalten, sei es im Kleinen (Bio-Lebensmittel) oder im Großen (neue Karriere in der Windenergie).

Man beginnt einfach in dem Buch zu stöbern und bleibt bei einem Bild oder einer Geschichte hängen. Querverweise leiten einen von einem Kapitel zum anderen.

Kurzer Einblick ins Kapitel: Dinge

Im ersten großen Abschnitt, dem Kapitel über die Dinge unseres Lebens, geht es um Handel, Globalisierung, Müll, grüner einkaufen, gesünder wohnen (ungiftige Reinigungsmittel), gesünder essen (lokale Ware kaufen) und ums Selber machen.

Das Buch ist so umfangreich, dass man den Inhalt nicht in einem Blog-Artikel darstellen kann. Es lohnt sich jedenfalls, hineinzuschauen!

PS: Ich beziehe mich auf die gebundene, englische Version dieses Buchs.

Energiespar-Wettbewerb: LCD-Fernseher

Im Rahmen unseres Energiespar-Wettbewerbs haben wir bisher den Stromverbrauch in den meisten Wohnräumen und von diversen Elektrogeräten untersucht. Heute befassen wir uns mit dem Energiesparen beim Kauf neuer LCD-Fernseher.

An dieser Stelle wurde einige Male darüber berichtet, wie schwierig es ist, den Stromverbrauch einiger Elektrogeräte im Handel/Internethandel zu erfahren. So verhält es sich auch mit Fernseher, bei denen aktuell die Flachbildschirme sehr gefragt sind. Als vor zwei Jahren bei uns der Entschluss feststand, einen LCD-Fernseher zu kaufen, war die Suche nach relativ sparsamen und nicht allzu teuren Modellen sehr langwierig.

Aus diesem Grund freut man sich immer über Vergleiche von Fernsehern, die nicht nur Leistungsmerkmale sondern auch die Leistungsaufnahme der Geräte im Standby und Betrieb gegenüberstellen. Der letzte mir bekannte Test erschien in der c't 18/2008 und vergleicht sechs Full-HD-Fernseher mit 40 und 42 Zoll Panelgröße, also 102 cm und 107 cm Diagonale.

Fernseher im Standby-Vergleich

Das Ergebnis im Standby wird viele Käufer von neuen Fernsehern freuen: alle 6 Fernseher verbrauchen im Standby unter einem Watt. Das Ergebnis des Stromverbrauchs in Betrieb kann man in 3 Energiespar-Kategorien einteilen:

  1. sparsam (ca. 165 Watt/Stunde)
  2. weniger sparsam (ca. 190 Watt/Stunde)
  3. Energieverschwender (ca. 250 Watt/Stunde)

PS: Wir berichten schon seit Anfang 2008 im Rahmen unseres Energiespar-Wettbewerbs auf Energiespar-Rechner.de über Energiesparen im Haushalt. Die Änderung des eigenen Nutzerverhaltens (insbesondere Vermeiden von Standby) hat nun auch mir erste Erfolge gebracht. Laut Rechnung von letzter Woche bekomme ich von unserem Stromversorger eine Rückzahlung von 74 Euro, trotz Erhöhung des Stromtarifs am 1. April 2008 (ca. die Hälfte des Zeitraums von einem Jahr).
Meine monatlichen Vorauszahlungen wurden jetzt um 5 Euro gemindert. Sie sehen also: Strom sparen rechnet sich!