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Matthijs Vogel aus Eindhoven (hier um die Ecke) hat für seine Diplomarbeit eine Möglichkeit erfunden, aus Kaffee-Prütt, Teebeuteln und anderen Lebensmittelresten etwas Brauchbares zu schaffen:

Waste Ware: Teller und Töpfe, die aus organischen Abfällen gepresst, mit einem kompostierbaren Lack lackiert und dann als Serviergeschirr verwendet werden. Am Ende kann das Ganze auf den Kompost. Eine Cradle 2 Cradle Idee, wie sie im Buche steht! (mehr zu Cradle 2 Cradle)

Teller aus Bio-Müll? Den einen oder anderen wird es schütteln. Trotzdem, ich finde Kaffee-Reste sind der am wenigsten ekelige Bio-Müll (ausser wenn er einem neben dem Eimer fällt :-) ). Vogel liefert sogar die Presse und die Formen!

Eine Firma in Amerika nutzt die Reste, die bei der Herstellung von löslichem Bohnenkaffe anfallen, um daraus Kaffee-Briketts zu pressen. Diese brennen schön lange und geben im Kamin einen angenehmen Duft ab.

Man muss nur Ideen haben!

Update (14.6.08): Noch besser ist es, wenn man solche Teller zu Blumentöpfen macht. Wenn die Blumen wachsen, nehmen sie den Topf langsam auf. Wenn es soweit ist, stülpt man einfach einen größeren darüber und braucht nicht mehr umzutopfen. Die Wurzeln werden geschont. Via Greenupgrader

Update 19.11.08: Treehugger stellt eine Reihe von kompostierbaren Tellern vor, die man ganz normal benutzen und dann auf den Komposthaufen werfen kann.

Eine interessante Studie wurde in Spiegel vorgestellt: wie umweltfreundlich oder -schädlich sind Ökoprodukte vom anderen Ende der Welt?
Wenn wir zu Bio-Äpfeln aus Neuseeland greifen, wurden diese mit dem Schiff einmal um die halbe Welt transportiert. Heimische Bio-Äpfel wurden hingegen einige Monate im Kühlhaus gelagert.

Die Studie von Michael Blanke, Obstforscher an der Universität Bonn, ergibt überraschendes. Der Bio-Apfel aus Neuseeland hat nur etwa ein drittel mehr CO2 verbraucht, als ein heimischer, der gekühlt wurde!

1. Wir brauchen uns also nicht grämen, wenn wir zu Fernbioobst greifen.
2. Wenn wir wirklich ökologisch kaufen wollen, hilft nur der Griff zu dem Obst, das gerade hierzulande reif ist. (Der Reifekalender von Brigitte.de zeigt, wann man welches Obst am besten kauft.)

Update 20.6.08: Der Spiegel setzt noch einen drauf und behauptet, dass es alleine auf die Größe des produzierenden Betreibs ankommt. Je größer, desto effizienter (also energiesparender) ist der Transport der Äpfel. Und den Transport vom Feld zum Kühlhaus zum Verbraucher haben sie in dieser Studie als größten Energiefresser ausgemacht. Also wenn lokal, dann vom größten Anbieter?