Energiesparlampen halten lange, sehr lange (z.t. 7 mal so lang wie Glühbirnen - mehr in den Infos zu unseren Berechnungen). Doch wenn sie einmal kaputt gehen, dürfen sie nicht in den Hausmüll geworfen werden, denn sie enthalten Quecksilber und das Gas mit dem sie befüllt sind ist wertvoll.
Mit Start des ElektroG im März 2006 wurden die Lampenhersteller verpflichtet, Altlampen zurückzunehmen, sie korrekt zu entsorgen und soweit möglich recyceln zu lassen.
Die Lampenhersteller gründeten die LIGHTCYCLE Retourlogistik und Service GmbH als Gemeinschaftsunternehmen für die Entsorgungslogistik.
In Zukunft kann man gebrauchte Leuchtkörper nicht nur bei den kommunalen Sammelstellen, sondern auch bei am Rücknahmesystem (Altlampen retour) teilnehmenden Händlern zurückgeben.
Die BBC berichtet, dass in Großbritannien bis zum Jahr 2020 45% des Energieverbrauchs auf die Haushalte enfallen wird. Die größte Schuld daran tragen die neuen Kleingeräte (Handy, Digitalkamera, MP3-Player, PDA, usw.) und die Unterhaltungselektronik.
Während große Haushaltsgeräte immer effizienter arbeiten, hat sich dieses Bewusstsein bei der Unterhaltungselektronik noch nicht durchgesetzt.
Zum Vergleich wurden im Artikel ein alter Fernseher mit einem neuen "riesigen" Flachbild-Fernseher verglichen. Der alte Fernseher verbracht ca. 100 Watt, der neue das dreifache! Ein altes analoges Radio zieht zwei Watt, ein digitales das vierfache! Die Autoren des Artikels mussten aber auch zugeben, dass den Verbrauchern zum Teil keine andere Wahl bleibt, als neue Geräte anzuschaffen, weil die alten analogen Sender nach und nach abgeschaltet werden.
Alleine der Standby-Verbrauch aller Fernseher im Land sollen sich auf 1,4% des gesamten Stromverbrauchs summieren.
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Bei den Mobiltelefonen hat bereits eine Verbesserung eingesetzt: moderne Ladegeräte ziehen weniger als 1 Watt, wenn sie nicht laden. Früher verbrauchten sie noch 3-5 Watt im Schnitt.
Laut FAZ.NET wird der Maintower in Frankfurt am Main Mitte des nächsten Jahrzehnts ein Stromkraftwerk sein. Das Haus ist vollverglast und soll sich unabhängig vom Stromnetz versorgen können. Die 2550 Fenster des Maintowers werden dann mit Folien beschichtet, die wie übliche Photovoltaikanlagen Sonnenenergie in Strom umwandeln. Kunststoff kann Strom leiten, wird aus Rohöl gewonnen und ist damit organisch.
Im Gegensatz zu Photovoltaik-Technik mit Silizium können organische Kollektoren gebogen, gerollt, geknickt werden, und sie sind dünn wie eine Klarsichthülle. Das führt zu mehr Anwendungsmöglichkeiten: Wohnhäuser haben Sonnenkollektoren nicht nur auf dem Dach, sondern an den Fassaden. Die Terrassenmarkise mit organischen Solarzellen kann aus- und eingerollt werden.
Vorteile liegen auch bei der Produktion und damit beim Investitionsaufwand. Die Silizium-Photovoltaikzellen sind starr und werden aufwendig in einzelnen Modulen gefertigt. Die Solarfolien werden in Massenproduktion "von der Rolle" gefertigt. Ein Solarmodul kostet ca. 350 Euro je Quadratmeter, die Kosten für organische Photovoltaik sollen in Zukunft auf weniger als 100 Euro fallen.
Nachteilig allerdings ist der noch geringe Wirkungsgrad von 5 Prozent. Rechnet man es mit unserem Rechner für Photovoltaikanlagen aus,
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lohnt es sich nicht, unabhängig von der Anzahl von beklebten Quadratmetern. Setzt man ein Drittel der üblichen Anschaffungskosten für Solarmodule (4000 Euro) und nimmt die üblichen Zusatzkosten (Wechselrichter, Montage also Kleben) von ca. 2500 Euro (bei 4 kW Spitzenleistung) hinzu, so muss ein Wirkungsgrad von 10 Prozent gewährleistet sein, damit sich die Anlage in 25 Jahren rentiert. Unterstellt wurden bei dieser Berechnung 3 Prozent entgangene Zinsen für das eingesetzte Kapital und eine Einsparung von 0,18 Euro pro kWh, weil die obige Anlage zur Selbstversorgung gedacht wurde. Auch wenn ein Wirkungsgrad von 10 Prozent bei organischen Sonnenkollektoren erreicht wird, muss zusätzlich die Haltbarkeit der Solarzellen von mehr als 20 Jahren gewährleistet sein.
Trotzdem soll hier an dieser Stelle jede Maßnahme zum Energiesparen oder Energieproduktion aus erneuerbaren Energien oder zur Vermeidung des Kohlendioxidausstoßes gelobt werden. Wir wollen aber, dass es sich auch ein bisschen lohnt.