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Über Ingrid

Ingrid Beckmann ist Diplom-Informatikerin mit einem grünen Herz. Ihr technischer Kopf wünscht allerdings, dass Öo-Entscheidungen sich amortisieren.

Lohnt es sich, 1000 Euro mehr für einen Passat auszugeben, der dafür 0,6 Liter weniger Diesel verbraucht?
Ich habe die Daten des noch nicht im Handel (kommt bald) zugänglichen Passats mal eingegeben um zu sehen, wie lange es wohl
dauern würde, bis sich die Mehrkosten bei dieser geringen Ersparnis amortisiert haben.

Das Ergebnis hat mich überrascht: vergleicht man zwei Fahrzeuge mit unserem Energiespar-Rechner für den Autokauf die mit gleich teurem Sprit fahren, so dauert die Amortisation deutlich länger.
Amortisation beim Vergleich zweier Diesel16 Jahre und 9 Monate würde es bei 30.000 km im Jahr wohl dauern, bis sich die 1000 Euro Mehrkosten für den Öko-Passat wieder hereingefahren haben (wenn die Fahrzeuge ansonsten gleich sind: beide Diesel, beide gleiche Steuer, gleiche Versicherung, gleiche angenommene Preissteigerung für den Sprit .....).

Hier gehts zur Seite des Herstellers.

Energiesparlampen halten lange, sehr lange (z.t. 7 mal so lang wie Glühbirnen - mehr in den Infos zu unseren Berechnungen). Doch wenn sie einmal kaputt gehen, dürfen sie nicht in den Hausmüll geworfen werden, denn sie enthalten Quecksilber und das Gas mit dem sie befüllt sind ist wertvoll.

In der Pressemitteilung zur Rücknahme von Energiesparlampen heißt es

Mit Start des ElektroG im März 2006 wurden die Lampenhersteller verpflichtet, Altlampen zurückzunehmen, sie korrekt zu entsorgen und soweit möglich recyceln zu lassen.

Die Lampenhersteller gründeten die LIGHTCYCLE Retourlogistik und Service GmbH als Gemeinschaftsunternehmen für die Entsorgungslogistik.

In Zukunft kann man gebrauchte Leuchtkörper nicht nur bei den kommunalen Sammelstellen, sondern auch bei am Rücknahmesystem (Altlampen retour) teilnehmenden Händlern zurückgeben.

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1 Kommentar

Die BBC berichtet, dass in Großbritannien bis zum Jahr 2020 45% des Energieverbrauchs auf die Haushalte enfallen wird. Die größte Schuld daran tragen die neuen Kleingeräte (Handy, Digitalkamera, MP3-Player, PDA, usw.) und die Unterhaltungselektronik.

Während große Haushaltsgeräte immer effizienter arbeiten, hat sich dieses Bewusstsein bei der Unterhaltungselektronik noch nicht durchgesetzt.

Zum Vergleich wurden im Artikel ein alter Fernseher mit einem neuen "riesigen" Flachbild-Fernseher verglichen. Der alte Fernseher verbracht ca. 100 Watt, der neue das dreifache! Ein altes analoges Radio zieht zwei Watt, ein digitales das vierfache!
Die Autoren des Artikels mussten aber auch zugeben, dass den Verbrauchern zum Teil keine andere Wahl bleibt, als neue Geräte anzuschaffen, weil die alten analogen Sender nach und nach abgeschaltet werden.

Alleine der Standby-Verbrauch aller Fernseher im Land sollen sich auf 1,4% des gesamten Stromverbrauchs summieren.

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Bei den Mobiltelefonen hat bereits eine Verbesserung eingesetzt: moderne Ladegeräte ziehen weniger als 1 Watt, wenn sie nicht laden. Früher verbrauchten sie noch 3-5 Watt im Schnitt.

Jetzt auch auf Deutsch beim Heise Ticker und mit Zitat der ursprünglichen Studie.