Wir stellen beim Aktionstag "Frau und Bau" der Stadt Dortmund aus.
Am Donnerstag, 10. April, lädt das Team Frau.Innovation.Wirtschaft der Dortmunder Wirtschaftsförderung von 11.00 Uhr bis 18.00 Uhr zum ersten "Aktionstag Frau und Bau" in den Union Gewerbehof, Huckarder Str. 2-8.
Beim Aktionstag Frau und Bau präsentieren sich zahlreiche Unternehmerinnen, die rund um die Themen "Bauen, Planen und Einrichten" tätig sind: Die Innenarchitektin ist ebenso vertreten wie die Energiesparberaterin, die Dipl. Ingenieurin, die sich auf altersgerechtes Wohnen spezialisiert hat, die Immobilienverwalterin oder die Rechtsanwältin für Bau- und Immobilienrecht. Auf die Besucherinnen und Besucher wartet ein abwechslungsreiches Programm. Während des gesamten Tages gibt es interessante Vorträge und Workshops. Unterschiedlichste Aktionen vermitteln Einblicke in den jeweiligen Arbeitsalltag und lassen keine Langeweile aufkommen.
"Warum ist der Wunsch nach den eigenen vier Wänden da?" – dieses spannende Thema möchte ich mit Ihnen anhand von vielfältigen Fragestellungen erschließen.
Denn diese oder ähnliche Fragen stellt sich jede/r Bauinteressierte, bevor es ans Bauen geht. Und durch die jahrelange Erfahrung gebe ich zusätzliche Denkanstöße, die unterstützen, versteckte Motivationen zu entdecken. Welche Priorität das Thema Energiesparen hat, legt jede/r ganz individuell fest.
Beginnen wir mit allgemeinen Fragen
Was bewohne ich jetzt? Was soll sich daran ändern? Die Lage, die Gesamtgröße, der Zuschnitt, einzelne Zimmergrößen, die Wohnqualität…?
Was ist bereits optimal an meiner jetzigen Wohnsituation?
Welche Veränderungen wird mein Neubauprojekt in den nächsten 10-15-20 Jahren mitmachen? Ziehen Kinder aus? Kommt ein Arbeitsplatz ins Haus? Zieht eine ältere/jüngere Generation dazu?
Was sind meine größten Ängste, wenn ich ans Neubauen denke? Finanzielle, bauliche, organisatorische,… Details? Wie kann ich die konkret angehen?
Mit welcher Grundeinstellung gehe ich an das Bauen heran? Ich freue mich auf den Einzug? Ich bin froh, wenn es rum ist? Ich weiß nicht, wie ich den Überblick behalte?
Baue ich zum ersten, zweiten, dritten Mal? Mit positiven/negativen Erfahrungen?
Was habe ich von anderen Bauprojekten mitbekommen? Was war gut/schlecht daran? Warum ist das gut oder schlecht gelaufen?
Wie viel Zeit verbringe ich in meinem Haus? Und zu welchen Zeiten bin ich regelmäßig zuhause?
Wie viele Autos haben wir jetzt? Ändert sich das mit dem Umzug?
Lege ich Wert auf Sicherheit, auf Freiheit, auf Selbstverwirklichung?
Welchen Wohnkomfort möchte ich mir schaffen?
Wie definiere ich "Wohnatmosphäre"?
Habe ich einen festen Umzugstermin, der eingehalten werden muss? Schulanfang? Wohnungskündigung? Neue Arbeit in einer neuen Stadt?
Möchte ich einen oder mehrere Ansprechpartner während der Bauphase haben?
Übernehme ich logistische Abstimmungen selber?
Möchte ich mit einem Bauträger bauen? Oder ziehe ich eine individuelle Gestaltung vor?
Sie bauen zu zweit, dritt, … und sind sich bei einigen Dingen nicht einig/sicher. Möchten Sie bereits in der Vorphase des Bauens professionelle Unterstützung?
In den nächsten Wochen werden wir uns noch mit ökonomischen Fragen zum Hausbau und mit baulichen Fragen und Fragen zur Haustechnik beschäftigen.
Nun ist sie da – die Pflicht zur Vorlage eines Energieausweises. Für die meisten Hauseigentümer – ob Selbstnutzer eines Einfamilienhauses oder Eigentümer eines Mehrfamilienhauses – ein lästiges Ärgernis.
Wie ist es überhaupt dazu gekommen, Hauseigentümer zu diesem Energieausweis zu verpflichten?
Erinnern Sie sich an die erste Energiekrise? 1973 - die ölproduzierenden arabischen Staaten drehten plötzlich den Ölhahn zu. Es gab autofreie Sonntage, man stieg auf das Fahrrad um oder unternahm den Sonntagspaziergang auf der nun fußgängerfreundlichen Autobahn. Die Zeiten des billigen Tankens (heute unvorstellbar - damals kostete 1 Liter Normalbenzin 50 Pfennig) waren erst einmal vorbei. Aber da der Spuk nicht lange dauerte, blieb dieses Ereignis – wenn überhaupt – als witziges Zwischenspiel in Erinnerung.
Energiesparendes Bauen oder Energiesparen in den Haushalten? Kein Gedanke wurde daran verschwendet.
Doch der Schock der Erdölverknappung blieb. Von den meisten Menschen unbemerkt und unbeachtet führte der Gesetzgeber im Jahre 1977 die 1. Wärmeschutzverordnung ein. Diese verpflichtete die „Häuslebauer“ ab 1. Januar 1979 zur Einhaltung eines Mindestwärmeschutzes. Durch Verwendung geeigneter Baumaterialien (z.B. Lochziegel) war dies kein Problem.
Dies war einige Jahre später nicht mehr genug: Im Jahre 1984 trat die 2. Wärmeschutzverordnung in Kraft, die eine weitere Verbesserung des Wärmeschutzes vorschrieb. Eine nochmalige Verbesserung des Wärmeschutzes brachte die 3. Wärmeschutzverordnung im Jahr 1995: Bauherren mussten nun einen rechnerischen Nachweis des Wärmeschutzes vorlegen.
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Fast parallel zu den Wärmeschutzverordnungen wurden vom Gesetzgeber auch die Qualität der Heizungsanlagen und damit die Reduzierung des Schadstoffausstoßes (CO2) vorgeschrieben (1982 1. Heizanlagenverordnung, 1989 die 2. und in 1994 die 3. und damit letzte Heizanlagenverordnung).
Im Laufe dieser Jahre stellten Umweltforscher eine Veränderung des Weltklimas fest: Der Begriff des „Treibhauseffekts“ wurde geboren. Nachrichten über das Abschmelzen der Pole, sintflutartige Unwetter oder monatelange, auch jahrelange Dürreperioden erreichten uns. In überwiegend afrikanischen Ländern brachen Hungersnöte aus.
Nun reagierten die Regierenden der Welt: Im Jahre 1992 fand in Rio de Janeiro der 1. Weltklimagipfel statt, der von der Weltklimakonferenz (1998) gefolgt wurde mit dem Ziel der Verpflichtung zur Minderung der klimaschädlichen Treibhausgase (unter anderem CO2, FCKW). Abschluss des Kyoto-Protokolls.
Infolgedessen wurde in Deutschland ab dem 01.02.2002 für zu errichtende Neubauten die Energieeinspar-Verordnung eingeführt, ab dem 01.10.2007 der Energieausweis für bestehende Gebäude.
Haben wir Ihr Interesse geweckt? In unserem nächsten Beitrag informieren wir Sie darüber, wer wann für welches Haus welchen Energieausweis benötigt.