Wir führen die vor zwei Wochen begonnene Podcast-Bau-FAQ weiter (mehr dazu auf der Seite Serien). Der heutige Beitrag beschäftigt sich mit den Fragen:
Was ist sommerlicher Wärmeschutz?
Was ist der Unterschied zum winterlichen Wärmeschutz?
Was ist Phasenverschiebung bei Dämmstoffen?
Wie lange dauert die Phasenverschiebung bei Zellulose-Dämmung?
Zum direkten Abspielen einfach auf den Pfeil klicken (Play-Symbol). [audio:http://www.energiespar-rechner.de/wp-content/uploads/2008/05/daemmung2.mp3|autostart=no]
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Wenn Sie Fragen zum Bauen haben oder Sie ein bestimmtes Thema interessiert, schreiben Sie sie in den Kommentaren auf oder senden uns eine E-Mail. Wir versuchen, Ihre häufigsten Fragen zu beantworten oder dazu ein Podcast auf den Seiten des Energiespar-Rechners zu veröffentlichen.
Weiter geht´s mit den folgenden Stichworten zum Thema "Kann man bei der Bauplatzauswahl schon Energie sparen?"
Bauplatzgröße, –zuschnitt, –lage: Erdwärme
Habe ich ausreichend Fläche für mögliche Erdwärmekollektoren? Verschatten mir Nachbargebäude das Grundstück? Habe ich ausreichend Abstand zu Nachbargebäuden, wenn ich im Außenbereich ein Heizungsmodul (Luft/Luft-Wärmpepumenanlage) installieren möchte? Ist der Zuschnitt so nachteilig, dass ich das Haus ausschließlich nach diesen Gegebenheiten ausrichten muss? Habe ich ein steiles Hanggrundstück, das sehr kostenintensiv zu nutzen ist? Oder kann ich in dieser Steillage noch Erdkollektoren einbauen?
Bebauungsplan: Solaranlagen
Welche konkreten Auflagen gibt es? Kann ich die Traufseite für mögliche Solarkollektoren Richtung Süden ausrichten? Sind die Vorgaben so einengend, dass das „Traumhaus“ gar nicht realisierbar ist? Möchte ich zum Beispiel ebenerdig einen Bungalow bauen, muss aber ein 1,5-geschossiges Gebäude mit 40 Grad Dachneigung bauen. Darf ich ein Pultdach bauen, weil ich eine kompakte Bauweise bevorzuge?
Bauplatzlage: Schatten, Wind
Wird mein Haus durch die umliegende Bebauung, Bäume oder eine Tallage ständig verschattet? Ist es eine windige Lage auf Anhöhen, die die Außenbauteile oft zusätzlich abkühlen lässt?
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Ökonomie
Wie viel Prozent meiner Gesamtbausumme muss ich für das Grundstück investieren? Bleibt dann noch ausreichend Geld für zusätzliche energetische Maßnahmen über? Wie gut ist die Lage (Infrastruktur, Beliebtheitsgrad, …) meines Hauses, falls ich es wieder verkaufen möchte?
Schlussfolgerung
Die Bauplatzauswahl ist maßgeblich an dem Gesamtkonzept "Haus" entscheidend, und einige Punkte können erhebliche Mehrkosten bedeuten, die dann eventuell der Haustechnik oder den Dämmarbeiten das Budget "klauen".
In unserem letzten Beitrag behandelten wir die Möglichkeiten zum Einsparen von Heizenergie.
Heute sprechen wir über Strom!
Wissen Sie, wie sich die Kosten für Ihre Stromversorgung in den letzten 10 Jahren entwickelt haben? Wahrscheinlich nicht, weil sie weniger rasant gestiegen sind als die Kosten für Heizenergie. Hier ein kleiner Vergleich: Ein großer Stromversorger im Ruhrgebiet berechnete im Jahr 1997 für eine Kilowattstunde Strom 0,1150 € netto (ohne Mehrwertsteuer); der Grundpreis betrug im gleichen Jahr 42,95 € netto pro Jahr. Im Jahre 2007 berechnete der gleiche Stromversorger für die Kilowattstunde Strom 0,1503 € = + 30%; der Grundpreis betrug 77,31 € pro Jahr = + 80%.
Sicherlich sind die Strompreise regional unterschiedlich, aber im Großen und Ganzen kann man diese Berechnung anstellen. Berechnen Sie bitte jetzt, wie Ihr Einkommen in den letzten 10 Jahren gestiegen ist. Wahrscheinlich nicht im gleichen Verhältnis.
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Stromspar-Katalog
Diese Zahlen haben uns veranlasst, einen kleinen Katalog mit Maßnahmen zum Stromsparen zusammenzustellen:
Stellen Sie Ihren Kühlschrank nicht neben einem Heizkörper oder dem Herd auf.
Tauen Sie Ihren Kühlschrank/Tiefkühler regelmäßig ab.
Stellen Sie Ihren Kühlschrank nicht zu hoch ein.
Benutzen Sie Ihre Kaffeemaschine nicht als Warmhalteplatte.
Waschmaschine immer voll beladen.
90°-Wäsche ist bei den heutigen Waschmitteln kaum mehr erforderlich; 60° reichen auch.
Benutzen Sie für Ihr Frühstücksei einen Eierkocher statt Wassertopf.
Setzen Sie für lange Garzeiten einen Schnellkochtopf ein.
Zum Erhitzen von Wasser benutzen Sie bitte einen Wasserkocher.
Statt z.B. 60-Watt-Glühbirnen setzen Sie Energiesparlampen ein.
Setzen Sie für Steh- und Tischleuchten Dimmer ein.
Schalten Sie die Stand-by-Funktionen Ihrer Geräte ab.
Schalten Sie Ihren Geschirrspüler nach dem Spülgang aus und nutzen Sie zur Trocknung des Geschirrs die Eigenwärme des Gerätes.
Wenn Sie diese Regeln beherzigen, kann ein 4-Personen-Haushalt bis zu 500,- € pro Jahr allein an Stromkosten sparen. Dieses Geld können Sie – falls sich in Ihrem Haushalt noch alte, stromfressende Kühlgeräte befinden – zum Kauf neuer, energiesparender Geräte einsetzen. Ob sich die Anschaffung eines neuen Elektrogeräts lohnt, das sparsamer im Stromverbrauch ist als das Altgerät, können Sie auch mit dem Elektrogerätekauf-Rechner ausrechnen.
In unserem nächsten Beitrag kehren wir wieder zurück zur Energieeinsparung in Gebäuden und werden Maßnahmen beschreiben, die wenig Geld kosten, aber viel Energie und damit Geld einsparen.