Archive für den Monat: März 2010

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In diesem Video zeigt ein kalifornischer Farmer, wie er Tiere (Hühner und Ziegen) zur Unkraut- und Ungeziefervernichtung einsetzt und wie die gesamte Farm auf den Prinzipien des Biolandbaus funktioniert.
Hühner fressen Obstfliegenlarven, düngen den Boden und graben um. Ziegen fressen die Waldbrand-gefährlichen neuen Triebe und das Gras unter den Olivenbäumen.

Der Farmer erzählt: "Wir überlegen immer, was passiert, wenn eine bestimmte Sache, die wir benötigen, nicht mehr verfügbar ist. Und wenn wir wissen, wie wir uns diese Sache sparen können, warum sparen wir sie dann nicht gleich ein?"
Als Beispiel: Strom. Die Elektrozäune, die die Ziegen im Olivenhain halten (und die wilden Tiere draussen) werden von einer Solarzelle gespeist. Einfach, portabel und funktioniert ohne Netz.

Das Video ist fast eine halbe Stunde lang, lohnt aber das anschauen!

Gerade gefunden: Solarstrom aus der Wüste: Forscher wollen Sonnenkraft in Sand zwischenspeichern beim Spiegel.

Der Trick: statt teuren Keramiken oder heißer Salzlösung soll der ohnehin vorhandene Sand der Wüste beim Desertec-Projekt als Wärmespeicher benutzt werden. Den Speicher benötigt man, um auch während der Nacht Strom erzeugen zu können. Wenn man das nicht kann, muss man nachts auf andere Weise Strom erzeugen, z.B. mit einem konventionellen Kraftwerk.

Interessant:

Die Möglichkeit der Energiespeicherung macht solarthermische Kraftwerke nicht nur flexibel - sie kann unter Umständen sogar die Stromerzeugungskosten senken. Dies ist genau dann der Fall, wenn der Speicher weniger kostet als ein Kraftwerksblock mit doppelter Leistung, sagt Robert Pitz-Paal, Abteilungsleiter Solarforschung am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Hier schreibt Gebäudeenergieberaterin Marianne Gockeln als Gastautorin. Mehr von ihren Artikeln.

Das grundsätzlich richtige Heizen und Lüften von Wohnungen haben wir in unseren vorangegangenen Beiträgen ausführlich beschrieben.

Durch undichte Fenster, Risse im Mauerwerk, nicht gedämmte Dächer haben nicht modernisierte Häuser unkontrollierte Lüftungsverluste, die nicht nur wertvolle und teure Heizenergie verschwenden, sondern möglicherweise auch zu Feuchtigkeits- und Schimmelbildung führen.

Der kluge Hauseigentümer entscheidet sich nun für eine umfassende energetische Modernisierung seines Hauses: Er lässt die Fenster erneuern, die Außenwände erhalten eine Wärmedämmung, auch das Dach wird gedämmt und eine neue Heizungsanlage hält Einzug in das Haus.

Das alles hat viel Geld gekostet und nun? Schon wieder Feuchtigkeit und Schimmel an den Außenwänden. Wo liegt der Fehler? Haben die Handwerker schlecht gearbeitet? Nein. In den meisten Fällen ändern die Hausbewohner auch nach der Modernisierung nicht ihre Heiz- und Lüftungsgewohnheiten.

Stellen Sie sich vor, dass Sie Ihrem Haus einen warmen Mantel angezogen und noch eine dicke Mütze aufgesetzt haben. Es ist nun wind- und luftdicht, die wertvolle und teure Heizenergie bleibt im Haus. So soll es auch sein. Aber der Mensch verursacht Feuchtigkeit durch Baden/Duschen, Kochen. Atmen, Schwitzen – bis zu 10 l pro Tag. Diese Feuchtigkeit muss weg. Je intensiver Sie Ihre Wohnung oder Ihr Haus nutzen, desto häufiger müssen Sie lüften: Alle Fenster – wenn möglich - bis zu 5mal am Tag weit öffnen (Stoßlüften). Wenn die Raumtemperatur spürbar absinkt, dann hat der komplette Luftaustausch stattgefunden. Die warme, feuchte Raumluft wurde gegen kalte, trockene Luft erneuert.

Vier „eiserne Regeln“ helfen Ihnen, Ihr Haus und ihre Gesundheit vor dauerhaftem Schaden zu bewahren:

  • Regel 1: Kein Raum (auch nicht das Schlafzimmer) darf unter 16°C beheizt sein.
  • Regel 2: Keinen Raum durch einen anderen Raum beheizen (das sogenannte „Überschlagen“).
  • Regel 3: Kein Raum darf durch einen anderen Raum gelüftet werden.
  • Regel 4: Keine Kippstellung der Fenster im Winter.

Das ist das ganze Geheimnis des richtigen Heizens und Lüftens.