Autoren-Archive: Ingrid

Über Ingrid

Ingrid Beckmann ist Diplom-Informatikerin mit einem grünen Herz. Ihr technischer Kopf wünscht allerdings, dass Öo-Entscheidungen sich amortisieren.

Im neuen Zeitalter der Elektroautos und dezentralen Energieversorgung müssen neue Batterien her

Auf Wikipedia Englisch gibt es einen tollen Artikel, der die Funktionsweise von Batterien erklärt. Ganz besonders interessant ist dabei die Grafik, die aufzeigt, wie das Verhältnis von Batteriedichte zu Gewicht bei den verschiedenen Akku-Typen ist. (Es gibt die Daten auch als Tabelle, aber ein Bild sagt mehr als tausend Worte).

Batteriedichte zu Gewicht (Gnu Free Documentation License)
Energiedichte zu Gewicht (Bild unter Gnu Free Documentation License)

Warum brauchen wir denn hochleistungsfähige Batterien?

Nicht nur, damit unser Handy nicht genau dann leer ist, wenn wir es benutzen wollen, sondern auch weil wir zwei Trends beobachten können:

  • Verstärkte dezentrale Erzeugung von Strom (z.B. Windenergie) mit starken Schwankungen, die nicht unbedingt den Verbrauchsschwankungen entsprechen. Diese Schwankungen müssen durch Speicherung aufgefangen werden.
  • Mehr mobile Geräte die durch ihre massenhafte Verbreitung die Entwicklung leistungsfähigerer Batterien erst angestoßen haben und Elektroautos die wenigstens 100km mit einer Batterieladung fahren können sollen.

Das geniale an diesen beiden Trends ist, dass sie sich verbinden lassen! Wenn man die "überschüssige" Energie von Kraftwerken in Verbrauchspausen (z.B. nachts) in Autos speichern könnte, dann bräuchte man weniger Speicherkraftwerke und vielleicht weniger neue Kraftwerke insgesamt!

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Update 29.7.08: Treehugger berichtet von neuen Batterien aus Lithium und Eisen und Phosphat. Sie sollen weniger kosten und mehr Energie speichern können.

Ausländische Hersteller blieben bisher unberücksichtigt

Die Zahl der in Deutschland zugelassenen PKW, die durch Kraftstoff mit einem Anteil von 10 Prozent Bioethanol (Benzin E10) geschädigt werden könnten, ist offenbar wesentlich größer als bisher angenommen. Wie ZEIT Online aus Regierungskreisen erfuhr, ist mit rund 3 Millionen Fahrzeugen zu rechnen, die den E10 genannten Kraftstoff nicht vertragen.

Darunter seien nach Angaben des Verbandes der Deutschen Automobilindustrie (VDA) 315.000 Fahrzeuge deutscher Hersteller und zwei bis drei Millionen PKW ausländischer Produzenten. Dies hätten Recherchen des Verbandes der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) ergeben.

Der Automobilklub ADAC will am Freitag die Ergebnisse eigener Recherchen bei den Automobilherstellern veröffentlichen. Ein Sprecher des ADAC bestätigte ZEIT Online die "Größenordnung von 3 Millionen Fahrzeugen", die Benzin E10 nicht vertragen. Die Recherche sei allerdings noch nicht abgeschlossen, sagte der ADAC-Sprecher.

Die Bundesregierung will zum Zwecke des Klimaschutzes den Bio-Ethanol-Anteil im Benzin von 5 auf 10 Prozent erhöhen. Bisher hieß es, dass nur 375.000 schon zugelassene Fahrzeuge Benzin E10 nicht vertragen. Die vom VDA genannte Zahl bezog sich allerdings nur auf Fahrzeuge aus deutscher Produktion; die ausländischen Hersteller hatten bisher keine Zahlen genannt.

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Weil Zweifel an der genannten Summe von Fahrzeugen entstanden waren, die wegen Unverträglichkeit von Benzin E10 auf das teurere Super-Plus ausweichen müssten, hatte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel Mitte Februar verlässliche Angaben über die Zahl der betroffenen Fahrzeuge gefordert. Sollte diese Zahl der von den technischen Problemen Betroffenen wesentlich höher sein als die damals genannten 375.000 Fahrzeuge, müsse über das Biospritziel von 10 Prozent "neu nachgedacht werden", hatte Gabriel damals angekündigt.

UPDATE 30.3.08: ADAC Tabelle

Beim ADAC gibt es auch eine Tabelle mit der E10-Vertäglichkeit aller Autos, zu denen es verbindliche Aussagen der Hersteller gibt.

Quelle: Pressemitteilung, Zeit Online, 27.3.08

Update Dezember 2010: Alles zum Thema Benzin E10 auf unserer Themenseite E10

2 Kommentare

Heute gibt es was zu feiern, unseren Energiespar-Rechner gibt es nun seit einem Jahr!
Die 217 Artikel kann man übersichtlich im Archiv betrachten oder intuitiver über die Tag-Wolke.

Im ersten Jahr haben wir sieben Energiesparrechner in den Bereichen Auto, Haushalt und Bauen/Investieren veröffentlicht. Damit haben wir alle zwei Monate jeweils einen neuen Rechner programmiert.

Der beliebteste Rechner ist der Photovoltaik-Rechner, mit dem sich die Amortisation von beliebigen Photovoltaik-Anlagen berechnen lässt, wenn man u.A. eingibt, was die Anlage gekostet hat, welche Spitzenleistung sie hat und mit wieviel Zinsen man rechnen könnte, wenn man das Geld alternativ und nicht in eine Photovoltaik-Anlage anlegt.

Die meisten Kommentare erhielt unser Energiesparlampen-Rechner, dabei ging es häufig um die Vor- und Nachteile von Energiesparlampen und weniger um den Rechner bzw. die Ergebnisse der Berechnung.

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Im Dezember 2007 haben wir unseren Energiespar-Wettbewerb gestartet, bei dem jeder sich jederzeit anmelden und mitmachen kann. Ziel ist, im Wettbewerb Strom zu sparen und vielleicht auch das eigene Stromnutzungsverhalten zu ändern. Im Rahmen des Wettbewerbs versorgen wir Sie seit Januar 2008 mit regelmäßigen Informationen zum Energiesparen im Haushalt. Dazu haben wir uns als Leitfaden eine Wohnraumbegehung gedacht. Wir nehmen uns jeden Monat einen anderen Raum im Haus/Wohnung vor, in dem wir Strom sparen wollen und berichten darüber in einer Blogartikelserie. Ansprechpartnerin dafür ist Corina.

Anfang 2008 haben wir weitere drei Serien begonnen, die noch immer laufen: unsere Gast-Autorinnen Marianne und Tanja veröffentlichen wöchtentlich einen Bericht aus dem Bereich Altbau und Neubau und wir besprechen ein Buch in der Serie Cradle 2 Cradle, in der es darum geht, wie man von der Natur lernen kann, besser und effektiver zu produzieren. Ansprechpartnerin dafür ist Ingrid.

Wir danken allen Lesern, allen die mit uns diskutiert haben und uns unterstützt haben! Wir hoffen, Sie haben auf unseren Seiten sinnvolle Informationen und Unterstützung für das Energiesparen gefunden. Hinweise und Wünsche nehmen wir gerne auf!