Bauen

Im Rahmen der Podcast-Serie Bau-FAQ erscheint heute ein Beitrag (mehr dazu auf der Seite Serien), der Fragen zur Haltbarkeit eines Holzhauses beantwortet. Podcasts sind Ton-Aufnahmen von Interviews (Podcast in unserer FAQ), die Sie auf dieser Seite abspielen oder sich herunterladen können.

Der heutige Beitrag beschäftigt sich mit den Fragen:

  • Wie lange soll ein Holzhaus halten?
  • Wie kann ich eine lange Haltbarkeit bei Holzhäusern erzielen?
  • Wie kann ich eine gute Haltbarkeit schon in der Planung eines neuen Holzhauses berücksichtigen?
  • Welche Art von Wartung sollte wie regelmäßig durchgeführt werden?

Der Podcast
Haltbarkeit Holzhäuser: mp3 direkt herunterladen

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Haltbarkeit Holzhäuser (02:37 min.)
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Wenn Sie Fragen zum Bauen oder Fragen zur energetischen Sanierung haben oder Sie ein bestimmtes Thema interessiert, schreiben Sie sie in den Kommentaren auf oder senden uns eine E-Mail. Wir versuchen, Ihre häufigsten Fragen zu beantworten oder dazu ein Podcast auf den Seiten des Energiespar-Rechners zu veröffentlichen.

Mein letzter Beitrag hat mit der Frage „Wie groß ist der tatsächliche Vorteil der Mineralwolle?“ geendet, und der wollen wir nun nachgehen.

Stellen wir uns als konkretes Beispiel ein Haus im Bungalowstil vor, das die Außenmaße 8m x 10m hat.
Dann ergibt sich eine Außenwandfläche von (2 x 10m + 2 x 8m) x 2,5m = 90 m².

Der bereits errechnete Wärmeverlust der Cellulose im Vergleich zur Mineralwolle liegt bei 0,018 W/(m²K). Bei 90m² Außenwand ergibt sich ein Nachteil von 90m² x 0,018 W/(m²K) = 1,62 W pro 1°C Temperaturdifferenz.

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Gehen wir von einem Wintermonat aus, liegt die Temperaturdifferenz bei ca. 22° (innen 20°, außen -2°) und wir kommen auf 22 x 1,62 W = 35,6 W, die durch die „schlechter“ gedämmte Außenwand strömen. Bezieht man dies auf einen Tag, ergeben sich 35,6 W x 24h = 0,85 kWh pro Tag.

Nehmen wir an, es wird von Anfang November bis Ende März geheizt, entspricht das 151 Tagen mit jeweils 0,85kWh. In der Heizperiode spart uns die Mineralwolle demnach 128 kWh ein. Rechnet man das in Heizöl (ca. 10 kWh/l) um, kommen wir auf ca. 13 l Öl , die wir einsparen und zu Höchstzeiten dafür ca €13 weniger ausgeben.

Kommt Ihnen diese Ersparnis hoch vor?

Mit dieser Frage möchte ich unsere Beiträge zum Wärmeschutz schließen, denn nun können Sie sich ein eigenes Bild davon machen, welche Kennzahlen in Bezug auf Dämmung für Sie persönlich wichtig sind.

Neues Thema

Bestimmt haben Sie schon von KfW 40 und KfW 60 Häusern gehört. Was sich genau dahinter verbirgt, fasse ich in den nächsten Beiträgen zusammen.

2 Kommentare

Aus dem Kreis aller Arten von erneuerbaren Energien beschreiben wir heute die Solarthermie = Wärmegewinnung aus der Sonne.

Die Sonnenenergie ist die Quelle allen Lebens und sendet mit ihrer Wärmestrahlung jährlich etwa 5000 mal mehr Energie zur Erde, als die Weltbevölkerung in einem Jahr benötigt. Um sich dieser kostenlosen Energiequelle zu bedienen, hat der Mensch begonnen, sich näher mit dem Thema Solarthermie zu beschäftigen.

Erste Anwendungen der solarthermischen Nutzung gehen bis in die Antike (800 v.Ch. – 600 n.Ch.) zurück, als z.B. Brenn- bzw. Hohlspiegel für die Fokussierung von Lichtstrahlen verwendet wurden. Die Olympische Fackel wurde und wird traditionell seit der Antike über Brennspiegel entzündet. Griechen und Römer nutzten die Sonnenenergie, um das Wasser ihrer Fußbodenheizungen aufzuheizen.

Solarthermie kann man zwischen passiver und aktiver Nutzung im Eigenheim unterscheiden: Zur Erwärmung eines Hauses können z. B. besonders große Fenster Richtung Süden dienen. In Verbindung mit einer guten Wärmedämmung und der passiven Nutzung der solaren Einstrahlung vermindert sich der Bedarf an zusätzlicher Heizungsenergie. Das wohl typischste Beispiel für passive Nutzung der Sonnenstrahlung ist der Wintergarten.

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Die direkte Nutzung der Solarenergie (aktive Nutzung) geschieht über Sonnenkollektoren. Diese können entweder zur Heizungsunterstützung und/oder zur Warmwasserbereitung verwendet werden. Auf drei gängige Arten von Sonnenkollektoren wollen wir kurz eingehen:

  1. Flachkollektoren
    …. sind auf Grund ihres geringen Anschaffungspreises die meist verkaufen Kollektoren. Sie haben aber im Vergleich gegenüber anderen Kollektoren den Nachteil, dass sie höhere Wärmeverluste haben und Schwitzwasserbildung an der Scheibe möglich ist. Für die Unterstützung der Warmwasserbereitung sind sie ausreichend.
  2. Vakuum-Flachkollektoren
    …. haben die gleiche Funktion wie normale Flachkollektoren, unterscheiden sich aber dadurch, dass zwischen Absorber und Glasabdeckung ein Vakuum vorhanden ist, das Wärmeverluste und Schwitzwasserbildung an der Scheibe verhindert. Nachteile: Höhere Anschaffungskosten und nach einiger Zeit Erneuerung des Vakuums durch Dichtungsverschleiß.
  3. Vakuum-Röhrenkollektoren
    Das Vakuum in der Glasröhre hat die Aufgabe, unerwünschte Wärmeverluste zu minimieren. Durch die geringen Wärmeverluste ist der Vakuum-Röhrenkollektor in der Lage, auch diffuse Sonnenstrahlung (im Herbst und Winter) gewinnbringend zu nutzen und können sowohl zur Heizungsunterstützung als auch zur Warmwasserbereitung eingesetzt werden.

Unser nächster Beitrag wird sich mit Geothermie (Erdwärme) beschäftigen und damit das Thema „Erneuerbare Energien“ abschließen.

Bis dahin – Ihre Marianne Gockeln