Energie


Viele Häuser aus den 1970er Jahren sind in Flachdachbauweise errichtet worden. Diese Flachdächer wurden – wenn überhaupt – nur sehr gering gedämmt und hatten wegen der starken Witterungseinflüsse keine lange Lebensdauer. Das heißt, sie sind heute erneuerungsbedürftig.

Wenn Sie sich für eine energetische Modernisierung Ihres Hauses entschieden haben, sollten Sie nicht nur über den ökonomischen, sondern auch über den ökologischen Aspekt nachdenken.

Eine Dachbegrünung ist nicht nur eine schöne Ansicht, sondern bietet auch viele praktische Vorteile:

  • Das Dach wird vor UV-Strahlung, großen Temperaturunterschieden, Beschädigungen durch Hagel und Verkrustung geschützt; dadurch wird die Lebensdauer verlängert
  • Das Regenwasser wird zurückgehalten und mindert die Abwassergebühren
  • Der Wärme- und Kälteschutz Ihres Hauses wird effizienter
  • Staub- und Luftschadstoffe werden gefiltert und gebunden
  • Sie schaffen ein Biotop für Kleinlebewesen

Die unkomplizierteste und kostengünstigste Art ist die extensive Dachbegrünung – Begrünung durch Kräuter und Gräser.

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Diese eignet sich neben Flachdächern auch für geneigte Dächer bis zu 25 Grad Neigung, da die Vegetationsschicht nicht höher als 3 bis 15 cm sein muss und noch relativ einfach auf der schrägen Fläche festgehalten werden kann.

Die extensive Dachbegrünung beschränkt sich auf die flächendeckende Bepflanzung mit niedrigen, genügsamen Bodendeckern wie Moos, Sedum-Arten, Wildkräutern und Gräsern, die sich weitgehend selbständig erhalten und vermehren. Dabei zählen die Sedumpflanzen zu den robustesten, da sie praktisch von keiner Krankheit befallen werden.

Setzen Sie Ihrem Haus eine grüne Mütze auf – die Natur und Ihr Geldbeutel werden es Ihnen danken.

Die BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH (BSH) ist heute in Berlin von Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen mit dem „Innovationspreis für Klima und Umwelt“ ausgezeichnet worden.

Den erstmals gemeinsam vom Bundesumweltministerium und dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) verliehenen Preis erhält die BSH für ihr Zeolith-Trocknungssystem in Geschirrspülern, das den Energieverbrauch der Geräte deutlich verringert. „In den vergangenen 20 Jahren haben wir den Stromverbrauch unserer Geschirrspüler halbiert. Die neuartige Zeolith-Technologie ermöglicht einen enormen Effizienzsprung. Diese neuen Geräte brauchen noch einmal 20 Prozent weniger Strom als die bisher sparsamsten Geschirrspüler“, sagte BSH-Chef Dr. Kurt-Ludwig Gutberlet zur Preisverleihung.

Zeolith (Wikipedia) ist ein Mineral, das Wasser speichert und bei Erhitzen wieder abgibt.

Die Geschirrspüler sind mit einem speziellen Behälter ausgestattet, der das Feuchtigkeit und Energie speichernde Mineral Zeolith enthält. Dieses trocknet das Geschirr nach dem Reinigungsvorgang, indem es dem Innenraum Feuchtigkeit entzieht. Bei der nächsten Reinigungsphase wird das Zeolith erhitzt, gibt die Feuchtigkeit wieder ab und ist so bereit für den anschließenden Trocknungsvorgang. Dabei beschleunigt das Zeolith den Trocknungsprozess und verkürzt damit die Programmlaufzeit erheblich. Mit lediglich 0,83 Kilowattstunden pro Spülgang braucht der Spüler 20 Prozent weniger Strom als die bisher sparsamsten Geschirrspüler. Damit ist der Geschirrspüler mit Zeolith-Technologie die weltweit sparsamste Spülmaschine.

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Erstmals kommt das bisher nur industriell verwendete Zeolith in einem serienmäßig produzierten Hausgerät zum Einsatz. Die von den Marken Bosch und Siemens Ende 2008 auf der IFA vorgestellte Weltneuheit wurde nun in der Kategorie „Produkt- und Dienstleistungsinnovationen für den Klimaschutz“ mit dem „Innovationspreis für Klima und Umwelt“ ausgezeichnet. Insgesamt hatten sich 145 Einreicher um einen Preis in einer der fünf Kategorien beworben. Die hochrangig besetzte Jury unter Leitung von Prof. Klaus Töpfer hatte ihre Entscheidung auf Basis eines wissenschaftlich fundierten Innovationsaudits des Fraunhofer Instituts getroffen. Gleichzeitig empfahl sie die Einreichung des Zeolith-Trocknungssystems für den Wettbewerb „European Business Awards for Sustainable Development“ der EU-Kommission.

Quelle: Pressemitteilung, BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH, 11.2.10

Vertikale Gärten sind der neueste Schrei, einerseits um auf kleiner Fläche mehr Gemüse anzubauen, andererseits werden Fassaden begrünt um in Großstädten ein besseres Klima zu schaffen.

In Deutschland waren die Galeries Lafayette in Berlin die Trendsetter mit einer wundervollen Blumenwerbung an der Fassade (Bilder gibt es beim Bund Deutscher Staudengärtner und bei Flickr).

Der erste, der vertikale Gärten sogar innerhalb von Gebäuden für Firmen plante und sich die Idee sogar patentieren liess ist Patrick Blanc (Artikel im StyleMag). Er plant nach Wunsch die Aufstellung, Bepflanzung und die Pflege der grünen Wände.

Die Idee zur Kühlung, Gebäude mit Pflanzen bewachsen zu lassen ist alt, man lässt eine Rankpflanze auf einer schrägen süd-westlich liegenden Glasfläche wachsen. Im Sommer wird die Glasfäche verschattet, innen bleibt es kühl. Im Winter lässt die Pflanze (z.B. wilder Wein) die Blätter fallen, die Sonne kann ins Gebäude scheinen und die Heizung unterstützen. Das ist die einfachste Art der solaren Wärmegewinnung, ganz ohne Strom und Energieverbrauch.

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In Portland (Oregon, USA) ist jetzt geplant, die gesamte Westfassade eines Hochhauses mit sommergrünem Blattwerk zu verschatten (Quelle MSNBC). Alle 8m soll an dem Hochhaus eine neue Ebene mit Pflanzenkübeln befestigt sein, in der die nächste Generation an Rankpflanzen wächst (die meisten Ranken haben eine Höhenbegrenzung, deshalb muss hier auf mehreren Ebenen geplant werden). Diese Verschattung kommt allerdings nicht ohne Energieverbrauch aus, wie die am Einfamilienhaus, denn die Kübel müssen bewässert werden.

Die Idee ist aber sehr cool und ich vermute, dass im Umkreis des fertigen Gebäudes im Sommer ein ganz anderes Klima herrschen wird, als in der restlichen Stadt. Mehr grüne Wände!

Dass die Planer in der nördlichen USA überhaupt eine Verschattung einbeziehen liegt daran, dass auch die nördliche USA deutlich südlicher liegen als Deutschland (Portland in etwa auf der Höhe von Rom).