"Warum ist der Wunsch nach den eigenen vier Wänden da?" – dieses spannende Thema möchte ich mit Ihnen anhand von vielfältigen Fragestellungen erschließen.
Denn diese oder ähnliche Fragen stellt sich jede/r Bauinteressierte, bevor es ans Bauen geht. Und durch die jahrelange Erfahrung gebe ich zusätzliche Denkanstöße, die unterstützen, versteckte Motivationen zu entdecken. Welche Priorität das Thema Energiesparen hat, legt jede/r ganz individuell fest.
Beginnen wir mit allgemeinen Fragen
Was bewohne ich jetzt? Was soll sich daran ändern? Die Lage, die Gesamtgröße, der Zuschnitt, einzelne Zimmergrößen, die Wohnqualität…?
Was ist bereits optimal an meiner jetzigen Wohnsituation?
Welche Veränderungen wird mein Neubauprojekt in den nächsten 10-15-20 Jahren mitmachen? Ziehen Kinder aus? Kommt ein Arbeitsplatz ins Haus? Zieht eine ältere/jüngere Generation dazu?
Was sind meine größten Ängste, wenn ich ans Neubauen denke? Finanzielle, bauliche, organisatorische,… Details? Wie kann ich die konkret angehen?
Mit welcher Grundeinstellung gehe ich an das Bauen heran? Ich freue mich auf den Einzug? Ich bin froh, wenn es rum ist? Ich weiß nicht, wie ich den Überblick behalte?
Baue ich zum ersten, zweiten, dritten Mal? Mit positiven/negativen Erfahrungen?
Was habe ich von anderen Bauprojekten mitbekommen? Was war gut/schlecht daran? Warum ist das gut oder schlecht gelaufen?
Wie viel Zeit verbringe ich in meinem Haus? Und zu welchen Zeiten bin ich regelmäßig zuhause?
Wie viele Autos haben wir jetzt? Ändert sich das mit dem Umzug?
Lege ich Wert auf Sicherheit, auf Freiheit, auf Selbstverwirklichung?
Welchen Wohnkomfort möchte ich mir schaffen?
Wie definiere ich "Wohnatmosphäre"?
Habe ich einen festen Umzugstermin, der eingehalten werden muss? Schulanfang? Wohnungskündigung? Neue Arbeit in einer neuen Stadt?
Möchte ich einen oder mehrere Ansprechpartner während der Bauphase haben?
Übernehme ich logistische Abstimmungen selber?
Möchte ich mit einem Bauträger bauen? Oder ziehe ich eine individuelle Gestaltung vor?
Sie bauen zu zweit, dritt, … und sind sich bei einigen Dingen nicht einig/sicher. Möchten Sie bereits in der Vorphase des Bauens professionelle Unterstützung?
In den nächsten Wochen werden wir uns noch mit ökonomischen Fragen zum Hausbau und mit baulichen Fragen und Fragen zur Haustechnik beschäftigen.
Neue Rechnung vom Energiespar-Rechner.de: Lohnt sich der Kauf eines stromsparenden Elektrogeräts?
Im März 2008 wurde das Angebot des Portals Energiespar-Rechner.de um einen weiteren Rechner für den Kauf neuer Elektrogeräte ergänzt, der Ihnen die Frage beantwortet, in wieviel Zeit sich ein neues stromsparendes Elektrogerät gegenüber dem Altgerät oder gegenüber einem billigeren weniger stromsparenden neuen Elektrogerät amortisiert hat.
In unseren Haushalten stehen viele Elektrogeräte, die in Dauerbetrieb sind (z. B. Kühlschrank) oder regelmäßig genutzt werden (z.B. Elektroherd). Ältere Modelle verbrauchen sehr viel Strom im Vergleich zu neueren Geräten der Energieeffizienzklasse A+ oder A++. Angesichts der aktuellen Strompreiserhöhungen denkt man verstärkt über den Ersatz alter Geräte nach. Die Faustregel, A++ Geräte verbrauchen um die Hälfte weniger Strom als A Geräte, reicht da nicht aus.
Wann lohnt sich der Kauf eines neuen Elektrogeräts? Ein älterer kleiner Tischkühlschrank mit Gefrierfach, der 0,9 kWh/Tag verbraucht, soll eventuell ersetzt werden. Ein sehr preiswertes neues Gerät mit 164 kWh/Jahr (also ca. 0,45 kWh/Tag) kostet 249 Euro. Unser Elektrogeräte-Rechner berechnet eine Amortisationszeit von 9 Jahren und 11 Monaten. So lange dauert es, bis sich diese Investition gelohnt hat. Bei dieser Berechnung wurde ein Bruttostrompreis von 20 Cent/kWh, eine Strompreiserhöhung von 5 Prozent und ein Kapitalzinssatz von 3 Prozent eingegeben.
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Das sind auch die Vorteile des Rechners für den Kauf von Elektrogeräten: Berücksichtigt werden - wie bei vielen anderen Rechnern von Energiespar-Rechner.de - der Zinssatz für entgangene Zinsen des investierten Kapitals, um Energiespar-Maßnahmen nicht schönzurechnen. Die Einbeziehung einer jährlichen Strompreiserhöhung hilft dabei, die neue Investition genauer zu berechnen. Kapitalzinssatz, Strompreis und Strompreiserhöhung können neben dem Kaufpreis und dem Stromverbrauch vom Nutzer des Rechners angegeben werden.
Auf dem im Juli 2007 veröffentlichten Portal Energiespar-Rechner.de können Benutzer selber berechnen, ob sich eine Energiespar-Maßnahme in den Bereichen Auto, Haushalt und Investieren/Bauen rechnet. Dabei geht es in der Regel um die Frage, ob konkrete Energiespar-Maßnahmen wirtschaftlich durchführbar sind und in welchem Zeitraum sich die Investition amortisiert haben wird (Autoneukauf, Autogasumrüstung, Elektrogeräteneukauf, Energiesparlampen, Solaranlagen), wieviel Euro das im Jahr kostet, wenn Geräte im Standby sind, und ab welchem Energiekennwert sich eine Sanierung Ihres Gebäudes lohnt.
Diese und alle sonstigen Berechnungen auf dem Portal sind kostenlos zugänglich. Alle Rechnungen im Energiespar-Rechner werden mit finanzmathematischen Methoden durchgeführt.
Energiespar-Wettbewerb: ein praktischer Verbrauchstest in der Küche
Im Rahmen des Energiespar-Wettbewerbs führen wir unsere Wohnungsbegehung fort. Bisher hatten wir die Stromfresser in folgenden Räumen unter die Lupe genommen:
Januar - Wohnzimmer
Februar - Büro
Wohnungsbegehung im März - Küche
Wir sehen uns jetzt in der Küche um. Mein Augenmerk fällt zuerst auf Kühlschrank und Gefrierschrank, weil es Geräte in Dauerbetrieb sind und ich nicht Strom sparen kann, indem ich sie nicht benutze, d.h. abschalte. Hier lässt sich vielleicht am meisten sparen. Die Steckdose des Kühlschranks ist gut erreichbar und das Messgerät daher gut einzusetzen. Die Steckdose des Gefrierschranks ist leider schwer zugänglich, hier werde ich mich mit den Angaben des Herstellers begnügen und die Sparsamkeit bzgl. anderer Geräte einordnen.
Kühlschrank - ein Verbrauchstest
Der kleine Tischkühlschrank ist 11 Jahre alt und hat ein Gefrierfach. Für den Verbrauchstest habe ich ein Messgerät benutzt. Ich habe den Stecker des Kühlschranks in das Messgerät gesteckt und dieses wiederum in die Steckdose.
Schritt 1: Der Kühlschrank arbeitet nicht, weil es kühl genug ist (Standby). Die Anzeige zeigt 0 Watt. Nach 1,5 Stunden im Standby war der angezeigte Gesamtverbrauch 0,00 kWh, also kein Verbrauch. Wenn die Tür geöffnet wird, zeigt das Gerät eine Leistungsaufnahme von 9-11 Watt.
Schritt 2: Der Kühlschrank fängt an zu arbeiten, erkennbar am Brummton und an der Anzeige des Messgeräts, die eine Leistungsaufnahme zwischen 80-110 Watt anzeigt. Alle 6 Minuten ändert sich der Gesamtverbrauch um 10 Wattstunden. Nach 0,5 Stunden hört der Kühlschrank auf zu arbeiten und hat in diesem Zeitraum 50 Wattstunden verbraucht. Tagsüber wiederholt sich alle 2 Stunden dieser Zyklus: 1,5 Stunden Standby (0 Wattstunden Verbrauch) und 0,5 Stunden Kühlen (50 Wattstunden Verbrauch). Hochgerechnet auf 24 Stunden Kühlschrankgebrauch würde das 600 Wattstunden/Tag bedeuten. Aber falsch gedacht!
Schritt 3: Was kostet der tägliche durchschnittliche Gebrauch des Kühlschranks?
Gemessener Gesamtverbrauch nach 1 Tag Kühlung/Standby: 570 Wattstunden. Warum so wenig?
In dieser Zeit wurde nachts der Kühlschrank 10 Stunden gar nicht geöffnet und der Kühlzyklus hat sich um eine Stunde verschoben.
Der Kühlschrank hat in 24 Stunden nur 11mal gekühlt (550 Wattstunden) und insgesamt 20 Wattstunden durch das ca. 20-malige Öffnen der Kühlschranktür verbraucht.
Gemessener Gesamtverbrauch nach 2 Tagen Kühlung/Standby: 1190 Wattstunden (1,19 kWh).
Am zweiten Tag hat er dann 12mal gekühlt (600 Wattstunden) und weitere 20 Wattstunden durch das Öffnen der Kühlschranktür verbraucht.
Fazit: Der durchschnittliche Tagesstromverbrauch des Kühlschranks liegt bei 0,595 kWh (davon 20 Wattstunden für das Öffnen des Kühlschranks)
Ich lerne daraus, dass ich mit weniger Türöffnungen ein wenig Strom sparen kann. Der Kühlschrank verbraucht im Jahr 217 kWh. Es gibt kleine Kühlschränke mit Gefrierfach mit Energieeffizienzklasse A+, die weniger verbrauchen (z.B. 164 kWh). In unserem Shop ist eine Auswahl sparsamer kleiner und mittelgroßer Kühlschränke. Kleine Kühlschränke mit Gefrierfach sind in der besten Energieeffizienzklasse A++ schwer zu finden.
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Beim nächsten Gerät kaufe ich mir einen Kühlschrank ohne Gefrierfach (da findet man eher A++ Geräte), da ein solcher weniger verbrauchen kann (z.B. 135 kWh) und ich seit drei Jahren einen Gefrierschrank habe. Mit unserem Elektrogerätekauf-Rechner können Sie sich ausrechnen, nach wieviel Jahren sich der Kauf eines neuen sparsameren Geräts amortisiert hat. Selbst wenn es sich erst nach 15-20 Jahren amortisiert hat, haben Sie etwas für die Umwelt getan.
Gefrierschrank
Der kleine Tischgefrierschrank ist 3 Jahre alt und hat Energieeffizienzklasse A. Vor 3 Jahren war es nicht möglich, ein kleines (bis 140 l) Gerät mit einer besseren Energieeffizienzklasse, also A+ oder A++ zu finden. Der Gefrierschrank verbraucht 204 kWh im Jahr und hat 97 l und kühlt bis -24 Grad Celsius (also 4 Sterne). Das ergibt ein Verhältnis von 2,1 kWh pro Liter und Jahr.
Auch jetzt sind wenig kleine Gefrierschränke im A+ Bereich und fast gar nicht in der Energieeffizienzklasse A++. Z.B. im A+ Bereich für ein kleines Gerät von 104 Liter ein Verbrauch von 179 kWh, was ein schon besseres Verhältnis von 1,72 kWh pro Liter und Jahr bedeutet. Generell gilt die Faustregel: Je größer die Geräte sind, desto wahrscheinlicher ist es, ein Gerät mit dem sparsamsten Verbrauch pro Liter und Jahr zu finden. In unserem Shop haben wir einige der sparsamsten und bezahlbaren Gefrierschränke ausgesucht. Mit unserem Elektrogerätekauf-Rechner können Sie sich ausrechnen, nach wieviel Jahren sich der Kauf eines neuen sparsameren Gefrierschranks amortisiert hat.
Die Deutsche Energie-Agentur dena mit ihrer Initiative Energieeffizienz beschreibt auch weitere Faustregeln zum Einsatz von Kühl- und Gefriergeräten: "A++ Geräte verbrauchen im Durchschnitt um die Hälfte weniger Strom als A Geräte, A+ Geräte ein Viertel weniger Strom als A Geräte."
In diesem Sinne: Rechnen Sie es sich aus, ob sich der Kauf eines neuen Geräts lohnt. Und vergessen Sie nicht, die jährliche Strompreiserhöhung miteinzubeziehen. Dies können Sie mit unserem Elektrogerätekauf-Rechner tun.