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Die Frage, wie die Strombörse EEX in Leipzig funktioniert beantwortet ralos in einem Blogartikel und erklärt wie Strom aus erneuerbaren Energien die Preise dort beeinflusst.

Generell gilt:

  • Jede Stunde gibt es eine Auktion. Der dort festgestellte Preis gilt für alle Anbieter (für die Stunde).
  • Die Energieversorger melden ihren Bedarf, die Erzeuger ihre Kapazität und den Preis für ihren Strom. Aus dem Abgleich zwischen Bedarf und Preis für die benötigte Menge (billigste Kraftwerke zuerst) wird der Preis für alle bestimmt.

Das bedeutet, dass a) die teuersten Kraftwerke nicht liefern dürfen und b) diejenigen die billiger produzieren mehr Strom verkaufen können.

Strom aus Photovoltaik- und Windkraft-Anlagen wird dabei immer gekauft und kegelt so die teureren Kraftwerke aus der Auktion.

Im Monat November haben die meisten von uns wieder etwas mehr Energie verbraucht, dem Sieger des Energiespar-Wettbewerbs (carwitzhecht) ist es allerdings auch diesen Monat gelungen, weniger Strom zu verbrauchen. Die Plätze zwei und drei folgen dem allerdings bereits mit knapp 10% Mehrverbrauch (knubbel/wallrabenstraße).

In der Jahresstatistik vergleichen wir den durchschnittlichen Stromverbrauch in kWh/Tag im Monat des Beginns (für die meisten Dezember 2007 oder Januar 2008) mit dem durchschnittlichen Stromverbrauch in kWh/Tag im November 2008.

Hier scheinen die Gewinner relativ stabil, die obersten drei Plätze tauschen in letzter Zeit allenfalls die Reihenfolge.

Monat November
carwitzhecht -6,30%
knubbel 10,00%
wallrabenstraße 11,00%
Jahr 2008
goldy -21,00%
carwitzhecht -17,00%
knubbel -6,00%

Lassen wir uns überraschen, wie es weiter geht und was wir tun können, um unsere Verbräuche auf einem niedrigeren Niveau zu halten! Manchmal sind es ja auch nur die kleinen Missgeschicke des Lebens, die den Stromverbrauch (kurzzeitig) hoch treiben.
Andy beschrieb es in seiner Antwort auf seine persönliche Auswertung so:

Leider ist bei uns im November die Heizung ausgefallen und wir mussten dann Heizlüfter einsetzen. Und mittlerweile stehe ich im Verhältnis zu 2007 sogar wieder schlechter da. Es wird sicher wieder besser.

Im Februar 2008 werden wir dann die Sieger des ersten Jahres Energiespar-Wettbewerb ausrufen.

Im neuen Zeitalter der Elektroautos und dezentralen Energieversorgung müssen neue Batterien her

Auf Wikipedia Englisch gibt es einen tollen Artikel, der die Funktionsweise von Batterien erklärt. Ganz besonders interessant ist dabei die Grafik, die aufzeigt, wie das Verhältnis von Batteriedichte zu Gewicht bei den verschiedenen Akku-Typen ist. (Es gibt die Daten auch als Tabelle, aber ein Bild sagt mehr als tausend Worte).

Batteriedichte zu Gewicht (Gnu Free Documentation License)
Energiedichte zu Gewicht (Bild unter Gnu Free Documentation License)

Warum brauchen wir denn hochleistungsfähige Batterien?

Nicht nur, damit unser Handy nicht genau dann leer ist, wenn wir es benutzen wollen, sondern auch weil wir zwei Trends beobachten können:

  • Verstärkte dezentrale Erzeugung von Strom (z.B. Windenergie) mit starken Schwankungen, die nicht unbedingt den Verbrauchsschwankungen entsprechen. Diese Schwankungen müssen durch Speicherung aufgefangen werden.
  • Mehr mobile Geräte die durch ihre massenhafte Verbreitung die Entwicklung leistungsfähigerer Batterien erst angestoßen haben und Elektroautos die wenigstens 100km mit einer Batterieladung fahren können sollen.

Das geniale an diesen beiden Trends ist, dass sie sich verbinden lassen! Wenn man die "überschüssige" Energie von Kraftwerken in Verbrauchspausen (z.B. nachts) in Autos speichern könnte, dann bräuchte man weniger Speicherkraftwerke und vielleicht weniger neue Kraftwerke insgesamt!

Update 29.7.08: Treehugger berichtet von neuen Batterien aus Lithium und Eisen und Phosphat. Sie sollen weniger kosten und mehr Energie speichern können.