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Über Ingrid

Ingrid Beckmann ist Diplom-Informatikerin mit einem grünen Herz. Ihr technischer Kopf wünscht allerdings, dass Öo-Entscheidungen sich amortisieren.

Die Aqua Society GmbH in Herten (hier im Ruhrgebiet) hat jetzt ein System entwickelt, mit dem sich die bei der Kühlung entstehende Abwärme in elektrischen Strom umwandeln lässt.

Das Klima in Großstädten kann im Sommer unerträglich werden. Nicht nur dass die Tagestemperaturen hoch sind und die Nächte kaum Abkühlung bringen, nein auch die Klimaanlagen der Büros und Wohnungen tragen dazu bei: sie blasen noch mehr warme Luft auf die Straße. Wir wissen ja, dass ein Kühlschrank mehr Wärme erzeugt, als Kälte.

Was wäre wenn man die Abwärme nutzen könnte?

Das mit Mitteln der nordrhein-westfälischen Landesregierung und des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung geförderte Projekt zur CO2-freien Stromerzeugung nutzt ein spezielles Niederdruck-Entspannungsaggregat, mit dessen Hilfe die wirtschaftliche Nutzung von Abwärme ermöglicht wird, deren Temperatur weniger als 100 Grad Celsius beträgt, was bislang technisch für unmöglich gehalten wurde.

Die Technik soll insbesondere bei Kraftwerken (weg mit den Kühltürmen!) und anderen industriellen Prozessen angewendet werden, bei denen Abwärme entsteht.

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Quelle: Pressemitteilung, Auqua Society GmbH, 31.10.07

1 Kommentar

Der GrüneIT-Blog hat zum Thema Stromverbrauch von Servern recherchiert und einige Zahlen aufgetan:

  • Second Life hat 2.000 Server. Pro Avatar werden ca. 200kWh im Jahr gerechnet.
  • eBay hat 15.000 Server. Pro Auktion werden 0,03kWh gerechnet.
  • Google hat knapp 32.000 Server. Pro Suchanfrage werden 0,004kWh gerechnet.

Dagegen hilft nicht, das Internet weniger zu nutzen (schließlich spart die elektronische Kommunikation Papier, Transport- und Reiseenergie) sondern effizientere Technik für Rechner und Server (wir berichteten: Strom sparen bei der Wahl des Servers, Geräte mit EnergyStar 4 Klassifikation kaufen und vorallem nicht benötigte Geräte abschalten).
Einige der großen Betreiber von Rechenzentren haben bereits weitere Schritte in Angriff genommen, z.B. hat Strato ein eigenes Wasserkraftwerk und Google eigene Solarkollektoren auf dem Dach. Weiter so!

Update 12.1.09: Google hat selbst berechnet, was eine Suche kostet und kommt auf sehr viel niedrigere Zahlen: 0.0003 kWh of energy per searc

Die Wissenschaftler der Purdue Univeristy in Indiana haben einen mobilen Bioreaktor entwickelt, der aus Hausmüll (ungetrennt!) Energie erzeugt.

Das geschieht in vier Schritten:

  • Müll schreddern und Wasser beimischen
  • Im Bioreaktor wird Ethanol draus
  • Plastik wird zu Pellets gepresst
  • Pellets und Ethanol werden zusammen im Generator verbraucht

Das System hat die folgenden Kennzahlen:

  • 1,2 Tonnen Müll = 60KW Strom

Wie lange der Prozess dauert, steht im Text nicht.
Gedacht ist der Bioreaktor für den Einsatz in Notfallcamps des Katastrophenschutzes.

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Quelle: WirtschaftsWoche 40, 1.10.07, Seite 137