Neuanschaffung

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Der Stern hat heute ein interessantes Problem aufgegriffen: Was passiert eigentlich mit den Elektroautos und Hybridautos der ersten Generation, wenn es neue, bessere, schönere, schnellere, sparsamere, ... Fahrzeuge gibt? Schließlich ist ein extremer Werteverfall bei Elektrogeräten wie Computern, Cameras und Handys Standard.
(Im Artikel finden sich auch weitere Informationen aus dem aktuellen Markt für Hybridfahrzeuge - ich fand ihn lesenswert.)

Der Autoexperte Professor Dudenhöffer von der FH Gelsenkirchen ist sich aber sicher, dass Hybridautos wertstabil sind, solange nicht "plötzlich nach 6 Jahren" ein grundsätzlicher Fehler an ihrer Technik herauskommt.

Das wollte ich mal nachvollziehen und habe in einem Autoportal nach neuwertigen und gebrauchten Toyota Prius und VW Golf geschaut.

AutoPriusGolf
Verbrauch auf 100km5,1l6,9l
Preis neuwertig25.000€15.000€
Preis Bj 20018.000€5.000€
Wertverlust68%66%

Diese ganz groben Zahlen beweisen, dass im Moment der Prius ziemlich den gleichen Wertverlust hat wie ein Golf. Und der Zeitraum für "plötzliche" Erkennung von prinzipiellen Schwachstellen am Prius ist nach 7 Jahren wohl auch abgelaufen - einige der Wagen, die für 8.000€ angeboten wurden, hatten an die 200.000km gelaufen!

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Ich habe nachgerechnet mit unserem Rechner für den Auto-Neukauf, ob sich ein Hybridauto lohnen würde, dass 10.000€ Aufpreis kostet. Leider amortisiert sich das nicht. Auch nicht, wenn man 100.000km im Jahr fährt.

Habe ich mich in den Zahlen vertan? Nein, auch auf der Homepage von Toyota werden die Preise für einen neuen Prius mit mindestens 24.500€ angegeben.
Darf ich einen Prius nicht mit einem herkömmlichen Golf vergleichen? Ich weiss nicht, ob dieses Fahrzeug von innen einem Oberklasse-Wagen ähnelt....

Update (28.5.2008): Bei Treehugger gibt es die Feier des eine Millionsten Prius und eine interessante Diskussion zum Thema. Ein Kommentator schreibt, dass ein gebrauchter Prius mit 160.000km noch 70% des Neupreises wert wäre!

Update (7.7.08): Die dritte Generation des Prius soll nach Meldungen von abc mit Photovoltaik-Panelen ausgestattet sein. Diese sollen die Klimaanlage betreiben (ist eigentlich auch genau richtig - wenn die Sonne scheint braucht man die Anlage, wenn nicht, eher weniger). Der anonyme Sprecher von Toyota gibt aber zu, dass im Moment mit Solarzellen wohl nicht mehr als die Klimaanlage betrieben werden könnte (z.B. kein Antrieb).

Energiespar-Wettbewerb: der zweite Verbrauchstest in der Küche

Im Rahmen des Energiespar-Wettbewerbs führen wir unsere Wohnungsbegehung fort. Bisher hatten wir die Stromfresser in folgenden Räumen unter die Lupe genommen:

  1. Januar - Wohnzimmer
  2. Februar - Büro
  3. März - Küche

Wohnungsbegehung im März - Küche II

In der Küche gibt es neben Geräten im Dauerbetrieb, die wir in Energiesparen in der Küche: Kühlen und Gefrieren untersucht haben, auch Geräte des täglichen Gebrauchs zum Kochen und Erwärmen von Speisen, die bei Bedarf eingeschaltet werden, wie z.B. Elektroherd und Mikrowelle (Artikel II). Der Herd ist am Drehstromanschluss, hat also keine normale Steckdose und das Messgerät ist daher gar nicht einzusetzen. Hier werde ich mich mit den Angaben des Herstellers begnügen und die Sparsamkeit bzgl. anderer Geräte einordnen. Die Steckdose der Mikrowelle ist gut zugänglich, mein Messgerät gut einsetzbar. Die Küche bietet viel mehr Elektrogeräte als andere Räume, weitere Geräte in der Küche werden wir daher im April untersuchen.

Elektroherd

Mein Elektroherd mit Glaskeramik-Kochfeld ist 11 Jahre alt. Er hat laut Etikett eine Gesamt-Leistungsaufnahme von 8,3 kWh. Was bedeutet das im Vergleich zu heutigen Elektroherden? Seit 2003 sind für Backöfen (!!) die Einordnung in Energieeffizienzklassen vorgeschrieben. Die Kochmulden unterliegen nicht dieser Vorschrift. Im Handel sind in der Regel Backöfen mit einem Verbrauch bei konventioneller Beheizung zwischen 0,75 kWh-0,95 kWh in der Energieeffizienzklasse A zu finden, selten Geräte mit Energieeffizienzklasse B.

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Im Handel erhältliche Glaskeramik-Kochmulden haben eine Leistungsaufnahme von ca. 1200 Watt für die kleinen 14,5cm-Kochstellen und 1800 Watt für die größeren 18cm-Kochstellen. Die riesengroßen 2-Kreis-Kochzonen mit z.B 21 cm verbrauchen ca. 2100 Watt. Mein Standard-Herd mit 2 kleinen und 2 größeren Kochstellen (Summe 5 kWh) hat also einen Backofen mit ca. 3,3 kWh mögliche
Leistungsaufnahme?

Was habe ich gelernt?

Was habe ich aus dieser Untersuchung gelernt? Mein Backofen verbraucht sehr viel, aber er wird bei uns selten genutzt. Vor 11 Jahren war bei mir Energiesparen kein Thema, sondern nur der bezahlbare Kaufpreis. Trotzdem: Beim nächsten Herd wird alles anders. Hoffentlich gibt es dann Geräte der A+ oder A++ Energieeffizienzklasse. Wenn Sie den Kauf eines Elektroherds planen, dann rechnen Sie mit unserem Elektrogerätekauf-Rechner aus, nach wieviel Jahren sich der Kauf amortisiert hat.

Aber auch kleinere Maßnahmen helfen: In unserem Beitrag Neuer Herd? Neue Kochtöpfe sparen auch Energie hat eine Investition von 60 Euro für Edelstahl-Kochtöpfe mit sogenanntem Sandwichboden statt Emaille-Töpfen eine geschätzte Ersparnis von 280 kWh im Jahr eingebracht. Bei heutigen 20 Cent/kWh sind das 56 Euro im ersten Jahr. Der Kauf der neuen Töpfe hat sich nach einem guten Jahr schon amortisiert.

Neue Rechnung vom Energiespar-Rechner.de: Lohnt sich der Kauf eines stromsparenden Elektrogeräts?

Im März 2008 wurde das Angebot des Portals Energiespar-Rechner.de um einen weiteren Rechner für den Kauf neuer Elektrogeräte ergänzt, der Ihnen die Frage beantwortet, in wieviel Zeit sich ein neues stromsparendes Elektrogerät gegenüber dem Altgerät oder gegenüber einem billigeren weniger stromsparenden neuen Elektrogerät amortisiert hat.

In unseren Haushalten stehen viele Elektrogeräte, die in Dauerbetrieb sind (z. B. Kühlschrank) oder regelmäßig genutzt werden (z.B. Elektroherd). Ältere Modelle verbrauchen sehr viel Strom im Vergleich zu neueren Geräten der Energieeffizienzklasse A+ oder A++. Angesichts der aktuellen Strompreiserhöhungen denkt man verstärkt über den Ersatz alter Geräte nach. Die Faustregel, A++ Geräte verbrauchen um die Hälfte weniger Strom als A Geräte, reicht da nicht aus.

Wann lohnt sich der Kauf eines neuen Elektrogeräts? Ein älterer kleiner Tischkühlschrank mit Gefrierfach, der 0,9 kWh/Tag verbraucht, soll eventuell ersetzt werden. Ein sehr preiswertes neues Gerät mit 164 kWh/Jahr (also ca. 0,45 kWh/Tag) kostet 249 Euro. Unser Elektrogeräte-Rechner berechnet eine Amortisationszeit von 9 Jahren und 11 Monaten. So lange dauert es, bis sich diese Investition gelohnt hat. Bei dieser Berechnung wurde ein Bruttostrompreis von 20 Cent/kWh, eine Strompreiserhöhung von 5 Prozent und ein Kapitalzinssatz von 3 Prozent eingegeben.

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Das sind auch die Vorteile des Rechners für den Kauf von Elektrogeräten: Berücksichtigt werden - wie bei vielen anderen Rechnern von Energiespar-Rechner.de - der Zinssatz für entgangene Zinsen des investierten Kapitals, um Energiespar-Maßnahmen nicht schönzurechnen. Die Einbeziehung einer jährlichen Strompreiserhöhung hilft dabei, die neue Investition genauer zu berechnen. Kapitalzinssatz, Strompreis und Strompreiserhöhung können neben dem Kaufpreis und dem Stromverbrauch vom Nutzer des Rechners angegeben werden.

Auf dem im Juli 2007 veröffentlichten Portal Energiespar-Rechner.de können Benutzer selber berechnen, ob sich eine Energiespar-Maßnahme in den Bereichen Auto, Haushalt und Investieren/Bauen rechnet. Dabei geht es in der Regel um die Frage, ob konkrete Energiespar-Maßnahmen wirtschaftlich durchführbar sind und in welchem Zeitraum sich die Investition amortisiert haben wird (Autoneukauf, Autogasumrüstung, Elektrogeräteneukauf, Energiesparlampen, Solaranlagen), wieviel Euro das im Jahr kostet, wenn Geräte im Standby sind, und ab welchem Energiekennwert sich eine Sanierung Ihres Gebäudes lohnt.

Diese und alle sonstigen Berechnungen auf dem Portal sind kostenlos zugänglich. Alle Rechnungen im Energiespar-Rechner werden mit finanzmathematischen Methoden durchgeführt.