Bauen und Renovieren

3 Kommentare

Neues vom Energiespar-Rechner.de: Im Neu- und Altbau Energie sparen!

Bisherige Schwerpunkte beim Energiespar-Rechner sind Energie sparen mit dem Auto und mit Elektrogeräten im Haushalt. Für den Bereich "Bauen und Renovieren" haben wir zwei Expertinnen gewonnen, die abwechselnd über Energiesparen im Neu- und Altbau berichten werden.

Ein Haus oder eine Wohnung bewohnt man in der Regel länger und es erfordert langfristige und sorgfältige Planungen mit kapitalintensiven Investitionen für energetische Maßnahmen. Eine neue Wohnung kauft man nicht so schnell wie einen neuen Herd mit besserer Energieffizienzklasse. Wie man dabei vorgeht und was man zu beachten hat, werden uns die Expertinnen schildern.

In den folgenden Wochen beginnen wir eine Artikelserie mit Bauingenieurin Tanja Dasbeck über Energie sparen im (Holz-)Neubau und mit Gebäudeenergieberaterin Marianne Gockeln über Energie sparen im Altbau.

Anzeige

Der erste Beitrag zum Neubau beschäftigt sich mit der Frage, warum man überhaupt beim Hausbau an Energiesparen denken kann und sollte.
Start wird der 7. Februar 2008 sein.

In unserem ersten Beitrag zum Altbau ermöglichen wir Ihnen anhand einer einfachen Berechnung, den Energiekennwert Ihres Hauses oder Ihrer Wohnung festzustellen. In den Folgebeiträgen zeigen wir unterschiedliche Möglichkeiten zum Energiesparen auf.
Start wird der 14. Februar 2008 sein.

Wir freuen uns, wenn wir Ihr Interesse geweckt haben!

Um die innovativen Technologien der Wärmpepumpen zukünftig im Neubau und bei der Modernisierung verstärkt nutzen zu können, wurden Wärmepumpen in das Marktanreizprogramm (MAP) der Bundesregierung aufgenommen.

Jahresarbeitszahlen von Wärmepumen

Gefördert werden Wärmepumpen ab bestimmten Jahresarbeitszahlen (JAZ).

Bei Neubauten:

  • 3,5 bei Luft/Wasser-Wärmepumpen
  • 4,0 bei Sole/Wasser- und Wasser-Wärmepumpen

Bei Modernisierungen:

Anzeige
  • 3,3 bei Luft/Wasser
  • 3,7 bei Sole/Wasser und Wasser/Wasser

Definition: Die Jahresarbeitszahl betrachtet das Verhältnis von abgegebener Wärmeleistung (Heizwärme) zu aufgenommener Antriebsleistung über einen längeren Zeitraum (1 Jahr).

Genauer: Verhältnis des Jahresertrages an Heizenergie (kWh/a) zu aufgewendeten Antriebs- und Hilfsenergie (kWh/a)

Was leisten Luft/Wasser-Wärmepumpen? In unseren Breiten erreichen Luft/Wasser-Wärmepumpen eine Jahresarbeitszahl von 3,3 nur dann, wenn sie mit einer Fußbodenheizung oder einem Heizsystem mit geringer Vorlauftemperatur verbunden werden. 3,3 bedeutet also, dass diese Wärmepumpe langfristig einen Nutzungsgrad von ca. 70% erreicht.

Förderungen für Wärmepumpen

Förderungen werden unterschiedlich gezahlt.

  • Es wird nach der Art der Wärmpepumpe unterschieden.
  • Es ist ein Fördersumme pro beheiztem Quadratmeter festgelegt und eine maximale Summe bis zu der die Wärmepumpe gefördert wird (ca. 200m2 pro Wohneinheit).
  • Wer mehr als zwei Wohneinheiten fördern lassen möchte, erhält einen pauschalen Prozentsatz der Netto-Investition.

Bei Neubauten mit Sole/Wasser- und Wasser/Wasser-Wärmepumpen:

  • 10 Euro pro Quadratmeter.
  • höchstens 2.000 Euro je Wohneinheit
  • > zwei Wohneinheiten, 10%

Luft/Wasser-Wärmepumpen im Neubau

  • 5 Euro pro Quadratmeter
  • maximal 850,- Euro
  • > zwei Wohneinheiten, 8%

Bei Modernisierungen mit Sole/Wasser- und Wasser/Wasser-Wärmepumpen

  • 20 Euro pro Quadratmeter
  • maximal 3.000 Euro
  • > zwei Wohneinheiten 15%.

Bei Modernisierung mit Luft/Wasser-Wärmepumpen

  • 10 Euro/m2
  • maximal 1.500 Euro
  • > zwei Wohneinheiten 10%


Sonstige Regeln
:

  • Die Jahresarbeitszahl einer Wärmepumpe wird durch eine Fachunternehmererklärung des einbauenden Fachbetriebes bescheinigt.
  • Die Fördermittel können erst nach dem Einbau der Wärmepumpe geltend gemacht werden.
  • Die Antragsformulare sind beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) erhältlich.

Wir können von den Fördermaßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energie mit Wärmepumpen doppelt profitieren. Wir sparen nicht nur Energie, sondern angesichts steigender Preise für Gas und Öl werden sich die erforderlichen Investitionen auch amortisieren.

Quelle: Pressemitteilung, Stiebel Eltron, 13.12.07
Quelle der Definition der Jahresarbeitszahl, 13.12.07

1 Kommentar

Konventionelle Dusche: die Konvektion kostet EnergieIn einer normalen Dusche entsteht ein Luftkreislauf: vom Wasser erwärmte Luft strömt nach oben, kalte Luft strömt nach. Wir drehen das Wasser wärmer, um nicht zu frieren.

Da hat der Öko-Kühlschrank-Hersteller Sun Frost eine Idee: wenn man verhindert, dass die schön warme Luft wegströmt, dann braucht man weniger warmes Wasser, um die Dusche erträglich zu halten. Folglich wird in Zukunft in einer geschlossenen Kiste geduscht. Sun-Frosts Lösung: ein Dusch-Kasten der warmes Wasser spartLaut Sun Frost kann man so schon mit ca 30C warmem Wasser eine angenehme Dusche nehmen. Wenn man eine thermische Solaranlage hat, muss man eventuell das Wasser nicht mehr zusätzlich erwärmen! Das spart Strom. Man kommt angeblich auch mit weniger Wasser aus (kann z.B. ein Sparduschkopf einsetzen), weil das Wasser nicht mehr benötigt wird, um den Körper zu wärmen.

Das ist eine Idee aus der Kategorie: Energie und Wasser sparen ohne Komfortverlust! Wahrscheinlich werden die Leute in der Zukunft lachen und sich wundern, warum wir uns ausgerechnet in kaminartigen Duschen waschen mussten.

Quelle und Bilder: Sun Frost, 27.11.07, via ecofriend

Anzeige

Eine andere Möglichkeit beim Duschen Wasser und Energie zu sparen fand ist die Dampf-Dusche. Statt mit warmem Wasser duscht man in warmem Dampf und spart dabei 90% des Wassers und damit auch der Energie, die zum Erwärmen des Wassers benötigt worden wäre (gefunden auch bei ecofriend). Dabei frage ich mich, ob ich damit auch das Shampoo wieder aus den Haaren herauswaschen kann.