Bauen

1 Kommentar

Der GrüneIT-Blog hat zum Thema Stromverbrauch von Servern recherchiert und einige Zahlen aufgetan:

  • Second Life hat 2.000 Server. Pro Avatar werden ca. 200kWh im Jahr gerechnet.
  • eBay hat 15.000 Server. Pro Auktion werden 0,03kWh gerechnet.
  • Google hat knapp 32.000 Server. Pro Suchanfrage werden 0,004kWh gerechnet.

Dagegen hilft nicht, das Internet weniger zu nutzen (schließlich spart die elektronische Kommunikation Papier, Transport- und Reiseenergie) sondern effizientere Technik für Rechner und Server (wir berichteten: Strom sparen bei der Wahl des Servers, Geräte mit EnergyStar 4 Klassifikation kaufen und vorallem nicht benötigte Geräte abschalten).
Einige der großen Betreiber von Rechenzentren haben bereits weitere Schritte in Angriff genommen, z.B. hat Strato ein eigenes Wasserkraftwerk und Google eigene Solarkollektoren auf dem Dach. Weiter so!

Update 12.1.09: Google hat selbst berechnet, was eine Suche kostet und kommt auf sehr viel niedrigere Zahlen: 0.0003 kWh of energy per searc

Die Megagroßstädte der Zukunft wollen auch mit frischen Lebensmitteln versorgt werden, obwohl sie früheres Anbauland überwuchern. Eine Idee, zumindestens dem Platzmangel vorzubeugen ist das vertikale Gewächshaus. Pflanzen werden auf verschiedenen Ebenen übereinander angebaut. Abfließendes Wasser wird auf der nächsten Ebene weiterverbraucht. Licht wird über große Spiegel ins Innere verteilt.

Das Haus muss leicht zu bauen und günstig herzustellen sein.
Wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, erfreuen sie sich dieser Vorteile:

  • Alle Vorteile von normalen Gewächshäusern: unabhängig von Wind und Wetter
  • Größere Anbaufläche auf weniger Grund und Boden
  • Wiederverwendung von Wasser (-> das schlützt auch vor Erosion!)
  • Trinkwassergewinnung durch Auffangen von Kondenswasser
  • Methanerzeugung im Kompostteil (wenn man es auch auffängt!)
  • Kurze Transportwege zum Kunden (aka Esser)
  • Übungsplatz für Marsflüge (da muss man auch auf kleinem Raum Lebensmittel züchten)

Dass weniger Chemikalien eingesetzt werden müssen, bezweifel ich.

Das Projekt klingt interessant. Ich dachte jedoch bisher, dass das größte Problem bei der Nahrungsmittelerzeugung der Wassermangel und nicht der Platzmangel sei. Wenn man an Entwicklungsländer denkt, deren Felder durch gleichberechtigte Erbfolge immer kleiner werden, so klein, dass sie keine Familie mehr ernären, ist dort Platzmangel sehr wohl ein Thema (unabhängig vom Wasservorrat).

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Gefunden bei best-practice-business.de, 4.11.07.

UPDATE (3.1.08): So ein Gebäude soll nun tatsächlich gebaut werden, in Las Vegas:

  • 30 Stockwerke
  • Lebensmittel für 72 Tausend Menschen
  • $200 Millionen Investitionen
  • Verdienst im Jahr $40 Millionen (durch Lebensmittel und Tourismus)

Las Vegas hat wenig Platz, wenig Wasser aber viel Sonne. Ideale Bedingungen für ein vertikales Haus!

Können Sie sich das vorstellen: das eigene Öko-Haus selbst gebaut aus Stroh und Lehm, von außen kaum als Haus erkennbar mit einem Hügel verschmolzen, auf dem Dach Solarzellen, mit Baukosten von ca 3000 Pfund? Eine Walisische Familie mit zwei Kindern hat es gemacht. Sie nennen es "Low Impact Woodland Home" und es erinnert sehr an Frodo Beutlins Haus aus dem Herrn der Ringe.

Auf der Webseite der Familie gibt es Beschreibungen, Fotos vom Bau und dem fertigen Haus.

Das Haus zeichnet sich aus dadurch aus, das es

  • in einem Hügel verschwindet (Sieht besser aus und schützt vor den Elementen)
  • die Wände aus dem Abraum gemacht wurden
  • der Eichenrahmen aus Fundholz gebaut wurde
  • Strohballen ringsum in Fußböden, Wänden hat, die gut isolieren und einfach zu verbauen sind
  • ein Dach aus einer Plastikplane und Erde/Torf hat
  • der Lehmputz atmungsaktiv ist und leicht herzustellen ist (verglichen mit Zement)
  • Abfallholz für Böden und Rahmen nutzt
  • viele Teile aus dem Abfall wiederverwendet (Fenster, Ofen, Rohre, Kabel, ...)
  • mit einem Holzofen und Holz aus dem umliegenden Wald beheizt wird
  • das Ofenrohr seine Wärme wieder an die Decke abgiebt (durch einen dicken Zementklumpen)
  • das Dachfenster natürliches Licht hereinlässt
  • den Computer und andere elektrische Geräte mit Solarpanelen betreibt
  • das Trinkwasser aus einer Quelle bezieht (ohne Pumpe)
  • die Toilette kompostiert
  • noch weitere ökologische Ideen umsetzt

Das Haus sieht toll aus und es macht bestimmt Spaß darin zu wohnen.
Ich glaube nur, dass man in Deutschland nicht darin wohnen dürfte. Man erhält keine Baugenehmigung!

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Wäre das Haus was für Sie? Die Häuslebauer machen weiter und planen eine Ökosiedlung aus selbstgebauten Häusern (Lammas-Projekt).

Auch im hohen Norden (ist es Schwedisch, Dänisch oder Norwegisch?) hat das Haus gefallen gefunden (und auch hier wird es mit den Gebäuden aus dem Herrn der Ringe verglichen). (22.12.07)

Update 30.7.08: Bei greenupgrader gibt es eine ganze Sammlung von innovativen natürlichen Hobbit- und baum-Häusern.