Bauen

Wir wünschen allen unseren Lesern einen guten Rutsch und ein frohes neues Jahr 2010!

Das Jahr 2009 war ein Jahr in dem Energiesparen und Energieffizienz endlich massenfähig wurden. Dank enormer Energiepreise wurde es auch für Otto-Normal-Bürger einsichtig, Energie sparen zu wollen.

Was gab es noch?

Abwrackprämie


Schrott: hier auf dem Rhein

Die Abwrackprämie ermöglichte es fünf Millionen Bürgern ihr älteres Auto durch ein neues zu ersetzen. Was bleibt? Schrott.
Und eine Flotte von Fahrzeugen, die im Schnitt 20% weniger verbraucht, als vorher. Ob man die Abwrackprämie damit als Umweltprämie bezeichnen darf (dies ist immerhin der offizielle Name), bleibt weiter umstritten.

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Fahrradfahren im Nahbereich


Axel hat sein Auto stehen lassen.


Einfach mal das Auto stehen lassen
, nach dem Motto sind viele Menschen 2009 geradelt.

Ich habe, wie berichtet im Januar die 2 Meilen Bike-Challenge begonnen. Es ist mir sehr gut bekommen! Ich habe den Umkreis von 3km auf 5km ausgeweitet, in dieser Entfernung finde ich fast alles, was ich in Dortmund erreichen muss. Die meisten Kurzstrecken habe ich tatsächlich mit dem Rad erledigt.

Ursprünglich dachte ich, dass man mit Radfahren nicht soviel Autokilometer einsparen kann, weil man mit dem Fahrrad nur kurze Strecken fährt (9 mal mit dem Rad = 90km, 1 mal mit dem Auto = 90km -> 50% gespart). Trotzdem stelle ich fest, dass ich am Tag zwei oder dreimal auf mein Fahrrad steige. Das bedeutet, dass ich in der Woche locker 100km Autofahten vermeide. Das sind gut und gerne 5.000km im Jahr. Das sind 350l Benzin, die ich spare und damit knapp 450€ alleine für Sprit.


Dieser Fahrradbesitzer hat sein Fahrrad stehen lassen....

Photovoltaik

In Heft 32/2009 berichtet die Wirtschaftswoche:

Schon heute ist Sonnenenergie vom Dach für Verbraucher genauso billig wie Strom vom Elektrizitätswerk

Ausgelöst wurde dies durch den Preisverfall bei Solaranlagen (auf den wir bereits gewartet haben). Die Wirtschaftswoche rechnet vor, dass sich die Investittion in eine Solaranlage auch dann lohnt, wenn man keine Subventionen in Anspruch nimmt.

In unserem Rechner für Photovoltaik-Anlagen haben wir die Preissenkungen für die Anlagen bereits eingetragen. Die Amortisationszeit für die Beispiel-Anlage ist damit auf 10 Jahre gesunken.

Energieausweis

Der Energieausweis ist Pflicht geworden und hängt nun sogar in öffentlichen Gebäuden aus.


Energieausweis in einem öffentlichen Gebäude

Was bringt 2010?

Die Kristallkugel haben wir dieses Jahr abgeschafft, sie verbrauchte zuviel Energie :-)

Wir werden Sie allerdings weiter zu den Themen Energiesparen, alternative Energien sowie Renovieren und Bauen auf dem laufenden halten!

Im Rahmen der Podcast-Serie Bau-FAQ erscheint heute ein Beitrag (mehr dazu auf der Seite Serien), der Fragen zur Eigenleistung beim Planen eines Neubaus beantwortet. Podcasts sind Ton-Aufnahmen von Interviews (Podcast in unserer FAQ), die Sie auf dieser Seite abspielen oder sich herunterladen können.

Der heutige Beitrag beschäftigt sich mit den Fragen:

  • Wieviel Zeit kann ich für Eigenleistung planen?
  • Sind Helfer versichert?
  • Wo kann ich helfende Angehörige versichern und welche Kosten muss ich dafür einplanen?

Der Podcast
Eigenleistung: mp3 direkt herunterladen

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Zum direkten Abspielen einfach auf das Play-Symbol (Dreieck nach rechts) klicken.

Eigenleistung (01:56 min.)
[audio:http://www.energiespar-rechner.de/wp-content/uploads/2009/12/eigenleistung.mp3|autostart=no]

Wenn Sie Fragen zum Bauen oder Fragen zur energetischen Sanierung haben oder Sie ein bestimmtes Thema interessiert, schreiben Sie sie in den Kommentaren auf oder senden uns eine E-Mail. Wir versuchen, Ihre häufigsten Fragen zu beantworten oder dazu ein Podcast auf den Seiten des Energiespar-Rechners zu veröffentlichen.

1 Kommentar


Heute möchte ich ein Beispiel aus meiner Praxis beschreiben, das sehr häufig vorkommt.

Familie X kauft ein Einfamilienhaus aus den 1970er Jahren, durchaus gepflegt, aber energetisch nicht auf dem Stand der Technik: Die Heizung, häufig auch die Fenster sind noch aus dem Ursprungsbaujahr, die Außenwände ungedämmt. Beim Kauf des Hauses werden immer noch sehr selten die Heizkosten abgefragt, ebenso selten die Frage nach dem Energieausweis. Und wenn er vorliegt, schaut man nur oberflächlich drauf.

Dann kommt die erste, die zweite Heizkostenabrechnung und Familie X beschließt, ihr Haus energetisch zu modernisieren. Jetzt kommt die wichtigste Frage: Was wird das alles kosten? Ein Vor-Ort-Beratungsbericht beinhaltet unter anderem eine überschlägige Kostenkalkulation, die jedoch nie detaillierte Handwerkerangebote ersetzt. Holen Sie mindestens 3 Vergleichsangebote ein und achten Sie darauf, dass nicht „Äpfel mit Birnen“ verglichen werden.

Sie haben jetzt den Überblick, was eine neue Dacheindeckung, neue Fenster, die Heizung, die Außenwanddämmung kosten und beantragen eine entsprechende Finanzierung bei der KfW-Förderbank.

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Aber haben Sie auch daran gedacht, dass neben den eigentlichen Modernisierungskosten auch noch andere Kosten anfallen können? Da können schnell mehrere Tausend Euro zukommen kommen. Ein Container für unsortierte Bauabfälle kann bis zu 1.500,- € kosten. Bei der Erneuerung der Fenster müssen unter Umständen die Leibungen nachgeputzt und neu tapeziert werden. Wenn Sie eine neue Haustür einbauen lassen, muss der Elektriker die Klingel- und eventuell die Sprechanlage anschließen. Haben Sie Außenschalter und –steckdosen, Außenleuchten auf Balkon oder Terrasse? Auch hier brauchen Sie den Elektriker, wenn Sie die Außenwände dämmen lassen wollen. Das gleiche gilt für Außen-wasseranschlüsse. Hier ist der Sanitärinstallateur gefordert.

Wenn Ihr Haus ein Satteldach hat, müssen bei Dämmung der Außenwände häufig die Dachüberstände verbreitert werden. Es lässt sich leider nicht vermeiden, dass bei Modernisierungsarbeiten im Außenbereich der Garten leidet. Hier ist dann irgendwann der Gärtner gefordert, um alles wieder in Ordnung zu bringen.

Ältere Häuser sind wie „Wundertüten“. Man wundert sich, was manchmal zum Vorschein kommt. Kalkulieren Sie auf jeden Fall bei Ihrer Kostenzusammenstellung die Nebenkosten, mindest 5 % der Baukosten. Dann sind Sie gewappnet gegen unangenehme Überraschungen.