Schlagwort-Archive: Stromverbrauch

Im Monat November haben die meisten von uns wieder etwas mehr Energie verbraucht, dem Sieger des Energiespar-Wettbewerbs (carwitzhecht) ist es allerdings auch diesen Monat gelungen, weniger Strom zu verbrauchen. Die Plätze zwei und drei folgen dem allerdings bereits mit knapp 10% Mehrverbrauch (knubbel/wallrabenstraße).

In der Jahresstatistik vergleichen wir den durchschnittlichen Stromverbrauch in kWh/Tag im Monat des Beginns (für die meisten Dezember 2007 oder Januar 2008) mit dem durchschnittlichen Stromverbrauch in kWh/Tag im November 2008.

Hier scheinen die Gewinner relativ stabil, die obersten drei Plätze tauschen in letzter Zeit allenfalls die Reihenfolge.

Monat November
carwitzhecht -6,30%
knubbel 10,00%
wallrabenstraße 11,00%
Jahr 2008
goldy -21,00%
carwitzhecht -17,00%
knubbel -6,00%

Lassen wir uns überraschen, wie es weiter geht und was wir tun können, um unsere Verbräuche auf einem niedrigeren Niveau zu halten! Manchmal sind es ja auch nur die kleinen Missgeschicke des Lebens, die den Stromverbrauch (kurzzeitig) hoch treiben.
Andy beschrieb es in seiner Antwort auf seine persönliche Auswertung so:

Leider ist bei uns im November die Heizung ausgefallen und wir mussten dann Heizlüfter einsetzen. Und mittlerweile stehe ich im Verhältnis zu 2007 sogar wieder schlechter da. Es wird sicher wieder besser.

Im Februar 2008 werden wir dann die Sieger des ersten Jahres Energiespar-Wettbewerb ausrufen.

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Energiespar-Wettbewerb: Schlafzimmer

Für die Wohnungsbegehung im Rahmen des Energiespar-Wettbewerbs haben wir bisher den Stromverbrauch in Wohnzimmer, Büro, Küche, Garten und Terrasse, Wirtschaftsraum, Kinderzimmer und Bad untersucht:

Wohnungsbegehung im Oktober - Schlafzimmer

In diesem Monat schauen wir uns diverse Geräte im Schlafzimmer an. Hier stehen ein Fernseher, ein Receiver, ein DVD-Player, die nur alternativ zu den Geräten im Wohnzimmer genutzt werden, und ein Uhrenradio. Wir setzen das Energiekosten-Messgerät ein, um den Stromverbrauch dieser Elektrogeräte zu messen.

Elektrogeräte im Standby - ein Verbrauchstest

Der Fernseher ist 9 Jahre, der Sat-Receiver 5 Jahre, der DVD-Player 4 Jahre alt und das Uhrenradio 8 Jahre alt. Ich schalte das Messgerät zwischen Steckdose und Uhrenradio. Das Uhrenradio hat eine Leistungsaufnahme von 0 Watt (weniger als 1 Watt wird nicht angezeigt), wenn nur die Uhr angezeigt wird.

Fernseher, Sat-Receiver und DVD-Player sind zusammen an eine Steckdosenleiste mit Schalter angeschlossen. Ich schalte das Messgerät zwischen Steckdose und Steckdosenleiste, schalte den Schalter der Leiste ein und stelle fest: die Geräte haben zusammen eine Leistungsaufnahme von 16 Watt im Standby. Der Standby-Verbrauch verteilt sich wie folgt:

  • Fernseher 7 Watt,
  • Receiver 5 Watt,
  • DVD-Player 4 Watt.

Das sind 320 Wattstunden in ca. 20 Stunden (16W*20h), in denen die Geräte pro Tag nicht genutzt werden, und bedeuten im Jahr 23,36 Euro (0,32kWh*365Tage*0,20Euro), die gespart werden können.

Elektrogeräte im Gebrauch - ein Verbrauchstest

Das Uhrenradio hat eine Leistungsaufnahme von 0 Watt (also weniger als 1 Watt), wenn die Uhr angezeigt und das Radio eingeschaltet oder der Wecker gestellt wird.

Der Stromverbrauch des Fernsehers und Receivers im Gebrauch ist insgesamt 106 Watt in der Stunde, der DVD-Player verbraucht 10 Watt in der Stunde. 5 Stunden Fernsehen und 19 Stunden Standby ergaben einen gemessenen Gesamtverbrauch von 850 Wattstunden pro Tag.

Die meisten Fernseher im Internethandel enthalten in den Produkdaten keine Angaben zu Leistung oder Leistungsaufnahme, obwohl gelegentlich 16 verschiedene technische Details angegeben werden.

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Energiespar-Wettbewerb: Garten und Terasse

Für die Wohnungsbegehung im Rahmen des Energiespar-Wettbewerbs haben wir bisher den Stromverbrauch in Wohnzimmer, Büro und Küche untersucht:

Wohnungsbegehung im Mai - Garten

Heute begeben wir uns außerhalb der Wohnung und schauen uns nach den größten Stromfressern im Garten um: Rasenmäher und die Pumpe zur Gartenbewässerung. Die Steckdose für Gartengeräte befindet sich auf der Terasse, ist also gut erreichbar und das Messgerät daher gut einzusetzen, um den Rasenmäher zu messen. Das Hauswasserwerk für den Brunnen befindet sich in der Garage und die passende Steckdose ist ebenfalls gut erreichbar. Die gemessenen Werte werden wir mit den Angaben des Herstellers vergleichen.

Rasenmäher - ein Verbrauchstest

Der elektrische Rasenmäher ist 9 Jahre alt, hat eine Schnittbreite von 46 cm und in den technischen Daten (sehr versteckt in der Bedienungsanleitung) steht eine "Leistung" von 1,6 kWh. Das werden wir mit dem Messgerät überprüfen. Ich schalte den Rasenmäher ein und lese eine Leistungsaufnahme von 697 Watt. Nach ca. einer halben Stunde mähen (Nettozeit) für ca. 150 qm Rasenfläche wird ein Gesamtstromverbrauch von 370 Wh angezeigt.

Was habe ich gelernt?

Ich weiß nicht, was mit der "Leistung" von 1,6 kWh laut Hersteller gemeint ist. Vielleicht müsste mein Rasenmäher mehr Leistung bringen? Und ich könnte viel schneller meine 20 Bahnen schieben, wenn er die Leistung auch bringen würde? Vielleicht ist die Motorleistung gemeint. Die größte Leistung sind allerdings die laut Hersteller 96 dB Lärm, die ich immer öfter mit Ohrenschützern zu überstehen versuche.

Wenn man sich im Handel umsieht, sind Angaben zur aussagekräftigen Leistungsaufnahme sehr selten. 20 Elektro-Rasenmäher von insgesamt 48 eines Internethändlers haben Angaben zu Leistung oder Leistungsaufnahme.

Wasserpumpe - ein Verbrauchstest

Das Hauswasserwerk für den Brunnen mit ca. 9m Tiefe ist 3 Jahre alt, fördert bis zu 4300 Liter pro Stunde und hat eine maximale Förderhöhe von 50 m (Ansaughöhe 9 m). Ein zuvor gekauftes preiswerteres Hauswasserwerk mit angepriesenen ca. 9 m Ansaughöhe hatte die Leistung nicht erbracht, Wasser aus unserem Brunnen zu pumpen. In den technischen Daten steht ein Stromverbrauch von 1,2 kW pro Stunde. Das habe ich mit dem Messgerät überprüft.

Ich schalte die Pumpe ein und lese eine Leistungsaufnahme von 660-705 Watt. Allerdings nur in der ersten Minute, solange kein neues Wasser aus der Tiefe gepumpt wird. Danach spürt man den Druck und die Kälte des frischen Wassers und die Leistungsaufnahme steigt auf bis zu 1090 Watt. Nach 10 Minuten bewässern (das ist bei uns die Mindestbewässerungszeit ohne Rasenbewässerung) wird ein Gesamtstromverbrauch von 160 Wh angezeigt. Das würde auf eine Stunde hochgerechnet 960 Watt bedeuten. Möglich ist, dass sich die 1,2 kWh des Herstellers auf mehr Ansaughöhe als meine 9 m bezieht und dafür mehr Leistung notwendig ist.

Was habe ich gelernt?

Die meisten Hauswasserwerke enthalten in den Produkdaten Angaben zu Leistung oder Leistungsaufnahme.

In letzter Zeit habe ich wegen des lang andauernden sonnigen Wetters und fehlender Regenfälle jeden Tag mindestens 30 Minuten den Garten samt Rasen bewässert. Dadurch ist das Gras jedoch schneller gewachsen als beim Nachbarn und ich musste öfter mähen als er. Dieses Problem ist hausgemacht: Ich verbrauche mehr Strom für die Rasenbewässerung, um dann noch mehr Strom für die Beseitigung der Folgen der Bewässerung zu verbrauchen. Das möchte ich ändern!

In diesem Sinne: Finden Sie Ihre persönliche Stromverbrauchs-Balance für die Gartenbewässerung und schreiben Sie mir, wie häufig ich den Rasen bewässern sollte, ohne dass er vergilbt. Was passiert, wenn ich es ganz weglasse?