Archive für den Monat: Februar 2009

Hier spricht Gebäude-Energieberaterin Marianne Gockeln im Rahmen der Serie Bau-FAQ.

Im Rahmen der Podcast-Serie Bau-FAQ erscheint heute ein Beitrag (mehr dazu auf der Seite Serien), der sich mit dem richtigen Lüften und Heizen beschäftigt. Podcasts sind Ton-Aufnahmen von Interviews (Podcast in unserer FAQ), die Sie auf dieser Seite abspielen oder sich herunterladen können. Der heutige Beitrag beschäftigt sich mit den Fragen:

  • Wie lüftet man falsch?
  • Wie lüftet man im Winter richtig, um keine Heizenergie zu verschwenden?
  • Wie lange soll man lüften?
  • Wie lüften alle, die täglich längere Zeit abwesend sind (z.B. Berufstätige), richtig?
  • Drehe ich während des Lüftens die Thermostatventile der Heizung ganz herunter?
  • Wie heize ich, wenn ich nicht zu Hause bin?

Der Podcast Richtig lüften mp3 direkt herunterladen

Zum direkten Abspielen einfach auf das Play-Symbol (Dreieck nach rechts) klicken.

Richtig lüften (02:52 min.)
[audio:http://www.energiespar-rechner.de/wp-content/uploads/2009/02/lueften.mp3|autostart=no]

Wenn Sie Fragen zum Bauen oder Fragen zur energetischen Sanierung haben oder Sie ein bestimmtes Thema interessiert, schreiben Sie sie in den Kommentaren auf oder senden uns eine E-Mail. Wir versuchen, Ihre häufigsten Fragen zu beantworten oder dazu ein Podcast zu veröffentlichen.

4 Kommentare

Energiespar-Wettbewerb: Standbykosten

Für die Wohnungsbegehung im Rahmen des Energiespar-Wettbewerbs haben wir im Jahr 2008 den Stromverbrauch in Wohnzimmer, Büro, Küche, Garten und Terrasse, Wirtschaftsraum, Kinderzimmer, Bad und Schlafzimmer mit einem Energiekostenmessgerät gemessen. Dabei sind uns viele Stromfresser im Standby-Modus aufgefallen. Aber wieviel Strom kann man durch Vermeiden von Standby sparen. Und wieviel Anteil am gesamten Stromverbrauch kann der Standbyverbrauch im Einzelfall haben? Wir fassen zusammen:

Wieviel Geld bedeuten Elektrogeräte im Standby?

Gute Energiekostenmessgeräte haben wir im Artikel Energiekostenmessgeräte im Vergleich präsentiert.

Mit diesen können Sie selbst Ihren Standby-Verbrauch messen und mit unserem Rechner für Standbykosten berechnen, wieviel Geld Sie dafür pro Tag und Jahr ausgeben.

In dem untersuchten 3-Personen-Haushalt haben wir folgenden Standbyverbrauch gemessen:

  1. Wohnzimmer
    • "Multimediacenter" mit 10 Geräten
      • Die dazu gehörenden Geräte stecken in einer Steckdosenleiste mit Schalter und haben zusammen 65 Watt/Stunde im Standby:

        • Sat-Receiver 23 Watt pro Stunde,
        • Fernseher 24 Watt pro Stunde,
        • xbox-Spielkonsole 9 Watt pro Stunde,
        • wii-Spielkonsole 9 Watt pro Stunde
        • DVD-Player, Switch für den Datenaustausch zwischen Geräten, Telefon, Lautsprecherbox, Dolby-Surround-Anlage mit aktivem Subwoofer, vsmile-Lernspielkonsole für Kinder) jeweils nahezu 0 Watt

        Wenn ich den Schalter der Leiste nicht ausmache, verbrauche ich 1,170 kWh pro Tag zusätzlich (65 Watt * ca. 18 h) und 427 kWh/Jahr. Das kostet mich im Jahr 85,41 Euro (1,170 kWh * 0,20 Euro/h * 365 Tage).

    • Hifi-Anlage 9 Watt/Stunde (bei 23 h Standbybetrieb: insgesamt pro Tag 207 Wattstunden (Wh), 75,55 kWh/Jahr und 15,11 Euro/Jahr)
      • Tuner 3 Watt pro Stunde
      • Kassetten-Recorder 6 Watt pro Stunde
      • CD-Player 0 Watt pro Stunde
  2. Küche
    • Mikrowelle 2 Wh (Uhrzeitanzeige mit erstem Messgerät verbraucht 0 Watt, nachgemessen mit einem genaueren zweiten Messgerät 2 Wh), bei 24 h Standby: 48 Wh/Tag, 17,52 kWh/Jahr, 3,50 Euro/Jahr
  3. Büros mit 2 Arbeitsplätzen
    • Büro I- teilzeitgenutzt (bei 18 h Standbybetrieb: insgesamt pro Tag 864 Wh (48 Wh*18), 315,36 kWh/Jahr und 63,07 Euro/Jahr)
      • unterbrechungsfreie Stromversorgung allein Standby 42 Watt pro Stunde (Normalfall: zusammen mit Computer und Monitor: 39 Watt),
      • nur der Computer 16 Watt pro Stunde,
      • nur der Monitor 11 Watt
      • Telefon 4 Watt,
      • Maus-Ladegerät 5 Watt,
      • PDA-Ladegerät 0-1 Watt
    • Büro II (bei 14 h Standbybetrieb: insgesamt pro Tag 868 Wh (62 Wh*14), 316,82 kWh/Jahr und 63,36 Euro/Jahr)
      • unterbrechungsfreie Stromversorgung allein hat im Standby 30 Watt pro Stunde (Normalfall: mit Computer und Monitor: 25 Watt),
      • nur der Computer 11 Watt pro Stunde,
      • nur der Monitor 4 Watt
      • Backup-Server 4 Watt,
      • Fritzbox 6 Watt
      • Farblaser-Officegerät mit Fax/Drucker/Scanner/Kopierer 27 Watt/Stunde !! im eingeschalteten Wartezustand
  4. Wirtschaftsraum
    • Waschmaschine 9 Watt/Stunde, bei 24 h Standby: 216 Wh/Tag, 78,84 kWh/Jahr und 15,77 Euro/Jahr
  5. Kinderzimmer
    • MC/CD-Spieler 9Watt/Stunde, bei 23 h Standby: 207 Wh/Tag, 75,55 kWh/Jahr und 15,11 Euro/Jahr
  6. Schlafzimmer16 Watt/Stunde, bei 20 h Standby: 320 Wh/Tag, 116,80 kWh/Jahr und 23,36 Euro/Jahr
    • Fernseher 7 Watt,
    • Receiver 5 Watt,
    • DVD-Player 4 Watt.

Mit kleinen Energiespar-Maßnahmen (z.B. Steckdosenleisten mit Schalter) können Sie Standbykosten vermeiden und Energie sparen.

Dieser 3-Personen-Haushalt hat ein Standby-Einsparpotenzial von 3,9 kWh/Tag und 1423,5 kWh/Jahr, was bei 20 Cent/kWh 284,70 Euro im Jahr bedeutet. Da man aber vorher nicht verschwenderisch mit Standby umgegangen ist, konnten nur!! 2kWh/Tag eingespart werden. Immerhin: Damit ist der Stromverbrauch im Sommer (ohne Heizungspumpe für Heizung) von 12,5 kWh/Tag auf 10,5 kWh/Tag zurückgegangen, was 16% Einsparung bedeutet.

In diesem Sinne: Ändern Sie Ihr Nutzerverhalten!

Im Februar des letzten Jahres (2008) haben hier beim Energiespar-Rechner Bauingenieurin Tanja Dasbeck und Gebäudeenergieberaterin Marianne Gockeln zwei Serien über Neubau (und Energiesparen darin) und wie man im Altbau Energie sparen kann, begonnen und regelmäßig darüber geschrieben. Entstanden sind ca. 50 Beiträge innerhalb eines Jahres. Einige Beiträge wurden heiß kommentiert oder zu dem Thema gab es eine oder mehrere Fragen.

Dies hat uns dazu bewogen, die Serie in einer Form weiterzuführen, die Sie, liebe Leser viel aktiver mit den beiden Expertinnen kommunizieren lässt: Wir starten heute mit einem Abstimmungssystem (Voting), so dass Sie abstimmen können, welche Fragen Sie am meisten interessiert. Sie können uns Fragen stellen, über deren Beantwortung Sie und andere Leser abstimmen sollen. Schreiben sie diese Frage in den Kommentaren auf oder senden sie uns in einer E-Mail.

Redaktionsschluss ist in der Regel alle 4 Wochen, der erste also am 19. März 2009. Dann steht fest, welche Frage die meisten Stimmen bekommen hat und deswegen weitere 4 Wochen später beantwortet wird. Diese Vorgehensweise gilt alternativ für beide Expertinnen, so dass Sie alle 2 Wochen jeweils eine Frage zum Neubau und Altbau beantwortet bekommen. Deswegen wird Gebäudeenergieberaterin Marianne Gockeln beim Start einmalig 6 Wochen Antwortzeit. Für den Anfang werfen wir jeweils drei Fragen in den Ring, über die Sie abstimmen können.

Zum Neubau und Energiesparen:

[poll id="2"]
Zu Energiesparen im Altbau:

[poll id="3"]

Wir sind gespannt auf Ihr Voting!