Haushalt

Im Rahmen der Podcast-Serie Bau-FAQ erscheint heute ein Beitrag (mehr dazu auf der Seite Serien), der sich mit dem richtigen Lüften und Heizen beschäftigt. Podcasts sind Ton-Aufnahmen von Interviews (Podcast in unserer FAQ), die Sie auf dieser Seite abspielen oder sich herunterladen können. Der heutige Beitrag beschäftigt sich mit den Fragen:

  • Wie lüftet man falsch?
  • Wie lüftet man im Winter richtig, um keine Heizenergie zu verschwenden?
  • Wie lange soll man lüften?
  • Wie lüften alle, die täglich längere Zeit abwesend sind (z.B. Berufstätige), richtig?
  • Drehe ich während des Lüftens die Thermostatventile der Heizung ganz herunter?
  • Wie heize ich, wenn ich nicht zu Hause bin?

Der Podcast Richtig lüften mp3 direkt herunterladen

Zum direkten Abspielen einfach auf das Play-Symbol (Dreieck nach rechts) klicken.

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Richtig lüften (02:52 min.)
[audio:http://www.energiespar-rechner.de/wp-content/uploads/2009/02/lueften.mp3|autostart=no]

Wenn Sie Fragen zum Bauen oder Fragen zur energetischen Sanierung haben oder Sie ein bestimmtes Thema interessiert, schreiben Sie sie in den Kommentaren auf oder senden uns eine E-Mail. Wir versuchen, Ihre häufigsten Fragen zu beantworten oder dazu ein Podcast zu veröffentlichen.

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Energiespar-Wettbewerb: Standbykosten

Für die Wohnungsbegehung im Rahmen des Energiespar-Wettbewerbs haben wir im Jahr 2008 den Stromverbrauch in Wohnzimmer, Büro, Küche, Garten und Terrasse, Wirtschaftsraum, Kinderzimmer, Bad und Schlafzimmer mit einem Energiekostenmessgerät gemessen. Dabei sind uns viele Stromfresser im Standby-Modus aufgefallen. Aber wieviel Strom kann man durch Vermeiden von Standby sparen. Und wieviel Anteil am gesamten Stromverbrauch kann der Standbyverbrauch im Einzelfall haben? Wir fassen zusammen:

Wieviel Geld bedeuten Elektrogeräte im Standby?

Gute Energiekostenmessgeräte haben wir im Artikel Energiekostenmessgeräte im Vergleich präsentiert.

Mit diesen können Sie selbst Ihren Standby-Verbrauch messen und mit unserem Rechner für Standbykosten berechnen, wieviel Geld Sie dafür pro Tag und Jahr ausgeben.

In dem untersuchten 3-Personen-Haushalt haben wir folgenden Standbyverbrauch gemessen:

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  1. Wohnzimmer
    • "Multimediacenter" mit 10 Geräten
      • Die dazu gehörenden Geräte stecken in einer Steckdosenleiste mit Schalter und haben zusammen 65 Watt/Stunde im Standby:

        • Sat-Receiver 23 Watt pro Stunde,
        • Fernseher 24 Watt pro Stunde,
        • xbox-Spielkonsole 9 Watt pro Stunde,
        • wii-Spielkonsole 9 Watt pro Stunde
        • DVD-Player, Switch für den Datenaustausch zwischen Geräten, Telefon, Lautsprecherbox, Dolby-Surround-Anlage mit aktivem Subwoofer, vsmile-Lernspielkonsole für Kinder) jeweils nahezu 0 Watt

        Wenn ich den Schalter der Leiste nicht ausmache, verbrauche ich 1,170 kWh pro Tag zusätzlich (65 Watt * ca. 18 h) und 427 kWh/Jahr. Das kostet mich im Jahr 85,41 Euro (1,170 kWh * 0,20 Euro/h * 365 Tage).

    • Hifi-Anlage 9 Watt/Stunde (bei 23 h Standbybetrieb: insgesamt pro Tag 207 Wattstunden (Wh), 75,55 kWh/Jahr und 15,11 Euro/Jahr)
      • Tuner 3 Watt pro Stunde
      • Kassetten-Recorder 6 Watt pro Stunde
      • CD-Player 0 Watt pro Stunde
  2. Küche
    • Mikrowelle 2 Wh (Uhrzeitanzeige mit erstem Messgerät verbraucht 0 Watt, nachgemessen mit einem genaueren zweiten Messgerät 2 Wh), bei 24 h Standby: 48 Wh/Tag, 17,52 kWh/Jahr, 3,50 Euro/Jahr
  3. Büros mit 2 Arbeitsplätzen
    • Büro I- teilzeitgenutzt (bei 18 h Standbybetrieb: insgesamt pro Tag 864 Wh (48 Wh*18), 315,36 kWh/Jahr und 63,07 Euro/Jahr)
      • unterbrechungsfreie Stromversorgung allein Standby 42 Watt pro Stunde (Normalfall: zusammen mit Computer und Monitor: 39 Watt),
      • nur der Computer 16 Watt pro Stunde,
      • nur der Monitor 11 Watt
      • Telefon 4 Watt,
      • Maus-Ladegerät 5 Watt,
      • PDA-Ladegerät 0-1 Watt
    • Büro II (bei 14 h Standbybetrieb: insgesamt pro Tag 868 Wh (62 Wh*14), 316,82 kWh/Jahr und 63,36 Euro/Jahr)
      • unterbrechungsfreie Stromversorgung allein hat im Standby 30 Watt pro Stunde (Normalfall: mit Computer und Monitor: 25 Watt),
      • nur der Computer 11 Watt pro Stunde,
      • nur der Monitor 4 Watt
      • Backup-Server 4 Watt,
      • Fritzbox 6 Watt
      • Farblaser-Officegerät mit Fax/Drucker/Scanner/Kopierer 27 Watt/Stunde !! im eingeschalteten Wartezustand
  4. Wirtschaftsraum
    • Waschmaschine 9 Watt/Stunde, bei 24 h Standby: 216 Wh/Tag, 78,84 kWh/Jahr und 15,77 Euro/Jahr
  5. Kinderzimmer
    • MC/CD-Spieler 9Watt/Stunde, bei 23 h Standby: 207 Wh/Tag, 75,55 kWh/Jahr und 15,11 Euro/Jahr
  6. Schlafzimmer16 Watt/Stunde, bei 20 h Standby: 320 Wh/Tag, 116,80 kWh/Jahr und 23,36 Euro/Jahr
    • Fernseher 7 Watt,
    • Receiver 5 Watt,
    • DVD-Player 4 Watt.

Mit kleinen Energiespar-Maßnahmen (z.B. Steckdosenleisten mit Schalter) können Sie Standbykosten vermeiden und Energie sparen.

Dieser 3-Personen-Haushalt hat ein Standby-Einsparpotenzial von 3,9 kWh/Tag und 1423,5 kWh/Jahr, was bei 20 Cent/kWh 284,70 Euro im Jahr bedeutet. Da man aber vorher nicht verschwenderisch mit Standby umgegangen ist, konnten nur!! 2kWh/Tag eingespart werden. Immerhin: Damit ist der Stromverbrauch im Sommer (ohne Heizungspumpe für Heizung) von 12,5 kWh/Tag auf 10,5 kWh/Tag zurückgegangen, was 16% Einsparung bedeutet.

In diesem Sinne: Ändern Sie Ihr Nutzerverhalten!

11 Kommentare


Auf unseren Beitrag im Sommer letzten Jahres zum hydraulischen Abgleich einer Heizungsanlage haben wir so viele positive Kommentare erhalten, dass wir uns heute noch einmal diesem wichtigen Thema widmen wollen.

Viele Hauseigentümer wissen nicht, dass in Zusammenhang mit dem Einbau einer neuen Heizungsanlage (natürlich Brennwerttechnik) der hydraulische Abgleich obligatorisch ist. Aus Kundengesprächen erfahren wir immer, dass zwar eine neue Heizungsanlage vorhanden ist, diese aber auf Grund der fehlenden optimalen Einstellung nicht den gewünschten und erwarteten Energiespareffekt bringt.

Aus dem nicht optimalen Betriebsverhalten resultiert ein erheblicher Mehrverbrauch an Strom- und Heizungsenergie. Die EnEV in Deutschland schreibt aus diesem Grund den hydraulischen Abgleich für zu erstellende oder zu sanierende Anlagen vor.

Lassen Sie sich daher nicht abspeisen mit Ausreden wie: „Das ist überhaupt nicht nötig!“ oder „Bei einem Einfamilienhaus ist es nicht vorgeschrieben!“ oder oder oder.

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Ist eine Anlage abgeglichen, ergeben sich mehrere Vorteile: Die Anlage kann mit einem optimalen Anlagendruck und damit mit einer optimal niedrigen Volumenmenge betrieben werden. Daraus resultieren niedrige Anschaffungskosten der Umwälzpumpe und niedrige Energie- und Betriebskosten während des Betriebes.

Hier noch einmal einige Anzeichen für fehlenden hydraulischen Abgleich:

  • Heizkörperventile geben Geräusche ab, da der Differenzdruck im Ventil zu groß ist
  • Heizkörperventile und Rohrleitungen geben Geräusche ab, da Strömungsgeschwindigkeit zu groß ist.
  • Heizkörper werden nicht warm, da andere Anlagenteile überversorgt sind ("Hydraulischer Kurzschluss")
  • Heizkörperventile öffnen und schließen nicht zur gewünschten Innentemperatur, ebenfalls wegen zu hoher Differenzdrücke im Ventil.
  • Regelverhalten von Thermostatköpfen ist schlecht durch starkes "Überschwingen".
  • Die Heizungsanlage wird mit zu hohen Temperaturen betrieben, um die Unterversorgung auf diesem Wege auszugleichen.
  • Es werden Pumpen mit zu hoher Leistung eingesetzt, die sowohl in der Anschaffung als auch im Betrieb zu hohe Kosten verursachen.
  • Der Wirkungsgrad des Wärmeerzeugers verschlechtert sich, da die Anlage mit zu hohen Temperaturen und stark schwankenden Volumenströmen betrieben wird.
  • Die Vor-/Rücklauftemperaturen sind unnötig hoch. Insbesondere bei Einsatz moderner Brennwerttechnik oder bei Wärmepumpen und Anlagen mit solarer Heizungsunterstützung verschlechtert sich der Nutzungsgrad.

Lassen Sie nicht locker. Schließlich geht es um Ihr Geld. Sollte Ihr Heizungsinstallateur Sie „abwimmeln“, suchen sie sich einen anderen, der sein Handwerk versteht. Auch ein nachträglicher hydraulischer Abgleich ist möglich, wenn die dafür erforderlichen Armaturen im Rohrnetz vorhanden sind (z.B. voreinstellbare Thermostatventile).

Ihre Marianne Gockeln.