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7 Kommentare

Uns erreichte eine Lesermeinung, dass wir mit unserem Rechner für thermische Solaranlagen zur Trinkwassererwärmung den Endkunden keinen Gefallen täten, da es in Zukunft keine andere Möglichkeit geben würde, zu heizen. Unser Rechner würde die Verbraucher täuschen und der Ölindustrie in die Hände spielen. (Weil die allermeisten Rechnungen mit diesem Rechner ergeben, dass sich eine Solarthermie-Anlage alleine zur Trinkwassererwärmung nicht amortisiert.)

Hierzu möchten wir Stellung nehmen:

  • Es ist nicht sinnvoll, Maßnahmen zu ergreifen, die sich nicht amortisieren, weil man mit dem Geld in der gleichen Zeit an anderer Stelle mehr Energie und Geld sparen könnte.
  • Wir zeigen auf, dass in der aktuellen Preislage und den bestehenden Förderungsmöglichkeiten die reine Erwärmung von Trinkwassser sich häufig nicht lohnt. An dem Rechner für die kombinierte Warmwasserbereitung und zur Heizungsunterstützung arbeiten wir noch. Da sehen wir mehr Potenzial: Die sind zwar teurer, aber würden sehr viel mehr herkömmliche teure Energie (Gas, Strom, Öl) sparen und die Förderung dafür erhöht sich (siehe auch Ãœbersicht zur Basis- und Bonusförderung). Unser Ziel ist, dass solche Ãœberlegungen genau berechnet werden können.
  • Wir wollen, dass mit ökonomischen Sachverstand Energiesparmaßnahmen bewertet werden. Genau genommen bewerten wir das nicht, sondern der Rechner rechnet es mit finanzmathematischen Methoden aus. Damit können wir für Sie, liebe Leser, Ihre Investition transparenter machen.
  • Generell unterstützen wir Maßnahmen zu erneuerbaren Energien. Wir nehmen es mit Freude zur Kenntnis, wenn in unserem beruflichen und privaten Umfeld dafür Geld investiert wird. Wir wollen aber diese Maßnahmen nicht schönrechnen. Denn viele Energiesparmaßnahmen lohnen sich finanziell, andere aber auch nicht!

Wir würden uns über Ihre Meinungen dazu freuen. Schreiben Sie uns doch einen Kommentar!

20% Benzin sparen kann man, wenn man in die Motorelektronik eingreift. Eine Firma aus Aachen hat eine solche Technik entwickelt. Ãœber eine Firma, die mit verbesserter Motorelektronik Diesel in LKW spart haben wir bereits berichtet.

Eine Verringerung des Benzinverbrauchs normaler Ottomotoren im täglichen Verkehr um etwa 20 Prozent - die Erfindung des rheinischen Techniker-Teams der Firma Firma Meta Motoren- und Energie-Technik in Herzogenrath bei Aachen könnte Benziner auf das heutige Niveau von Dieselmotoren bringen.

Das neue Verfahren erlaubt es, Ottomotoren wirtschaftlicher und umweltfreundlicher zu fahren. Es kombiniere eine mechanisch arbeitende, variable Steuerung der Einlassventile mit der Möglichkeit, einzelne Zylinder des Motors je nach geforderter Fahrleistung zu- oder abzuschalten. Bei ersten Tests habe im Fahrzeug auf Anhieb eine Einsparung von knapp 20 Prozent erreicht werden können. Die Mehrkosten der neuen Technik lägen nach derzeitigen Schätzungen im Bereich der Mehrkosten eines Dieselmotors gegenüber einem Ottomotor. Sie sei als Gesamtsystem oder Teillösung für Fahrzeuge aller Klassen geeignet.

Nachgerechnet

Wenn man das mit unserem Rechner für die Auto-Umrüstung nachrechnet bedeutet es:
Umrüstkosten: 3000 Euro (Mehrpreis für einen Diesel beim Corsa)
Ersparnis: Verbrauch jetzt 6 statt 7,5 l/100km

Bei 30.000 Jahreslaufleistung amortisiert sich diese Umrüstung in knapp fünf Jahren (bei angenommener Preissteigerung für Benzin von 5%).

Quelle: Pressemitteilung, Deutsche Bundesstiftung Umwelt, 17.1.08

Energiespar-Halogenlampen können eine Alternative zu den klassischen Energiesparlampen sein. Sie sind in beliebigen Formen lieferbar und haben ein atmosphärisch ähnlich angenehmes Licht wie normale Glühbirnen, sind aber doppelt so haltbar (im Vergleich dazu halten Energiesparlampen 10 Mal so lange).

Der Artikel enthält zu meiner Freude auch Zahlen:

  • Haltbarkeit: 2000 Stunden
  • Stromeverbrauch: 70%
  • Kosten: 2-3 Euro

Die Zahlen stecke ich in unseren Rechner für Energiesparlampen:

Ihre Ersparnis während der Lebensdauer der Energiesparlampe von 5,5 Jahren ist 3,6 Euro (bei 1 Stunde(n) Brenndauer am Tag).
Sie investieren 2 Euro in Energiesparlampen statt 2 Euro für 2 Glühlampen.
Sie sparen 0,2 Eurocent pro Tag, das sind 0,66 Euro im Jahr.
Nach 1,6 Jahren hat sich die Investition in die neue Energiesparlampen amortisiert.
Sie haben in den 5,5 Jahren 20 kWh gespart.

Das sind nicht so berauschende Zahlen, aber besser als die Glühlampe bleibt es allemal (zum Vergleich: eine Energiesparlampe für das gleiche Geld hätte sich schon nach der Hälfte der Zeit amortisiert).

Die WirtschaftsWoche stellt auf Seite 144 in Heft 48 vom 26.11.07 diese neuen Energiesparlampen vor.